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Das Herz des Fußballs schlägt ganz laut

Finale in den heimischen Ligen: Diese Entscheidungen stehen am letzten Spieltag noch aus

Der TSV Bergen um Kapitän Johann Berdan feiert den Meistertitel in der A-Klasse 2.
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Der TSV Bergen um Kapitän Johann Berdan feiert den Meistertitel in der A-Klasse 2.

Eine Menge Spannung und Dramatik ist vorprogrammiert, wenn der letzte Spieltag in den heimischen Fußball-Amateurligen ausgetragen wird.

Rosenheim/Mühldorf – Es ist, als würden die heimischen Fußball-Ligen die Spannung und Dramatik, die in den zwei Corona-Jahren so schmerzlich vermisst wurde, auf einen Schlag nachholen wollen. Acht Teams im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga, ein Saisonfinale in der Kreisliga mit vier Anwärtern auf den Aufstieg. In der anderen Kreisliga trennen das Schlusslicht zwei Punkte vom rettenden Ufer, und in der Kreisklasse 2 sind vor dem letzten Spieltag am Sonntag gleich vier Teams punktgleich, von denen eines direkt absteigt und mindestens zwei nicht einmal in die Relegation müssen. In der Kreisliga 1, der Kreisklasse 1 und den A-Klassen 1, 3 und 4 steht noch nicht einmal der Meister fest. Die OVB-Heimatzeitungen geben den großen Überblick über die restlichen Entscheidungen, die am Samstag und Sonntag anstehen.

Memmingen oder Fürth?

Regionalliga Bayern: Der FC Memmingen (38 Punkte) und die SpVgg Greuther Fürth II (37) spielen im Fernduell am Samstag (14 Uhr) um den letzten Platz in der Relegation mit den Bayernliga-Zweiten. Die Memminger müssen beim FC Augsburg II ran, die Fürther spielen in Passau beim abgestiegenen SV Schalding-Heining.

Bayernliga Süd: Der Teilnehmer an der Relegation zur Regionalliga kommt aus der Oberpfalz: SV Donaustauf (63 Punkte) und SSV Jahn Regensburg II (61) heißen die verbliebenen Kandidaten, der SV Kirchanschöring (59) ist aus dem Rennen. Um sicherzugehen, braucht der SVD in Hallbergmoos einen Sieg, denn bei Punkte-Gleichstand hätte die Zweitliga-Reserve (bei TSV 1860 München II) im direkten Vergleich (2:4, 2:0) wegen der Auswärtstor-Regel die Nase vorn. Doch für den VfB Hallbergmoos geht es noch um den Klassenerhalt: Der wäre ohne Umweg über die Relegation mit einem Sieg geschafft, wenn Türkspor Augsburg zugleich beim TSV Wasserburg den Kürzeren zieht. Für die „Löwen“ wiederum ist das die Voraussetzung, um dem direkten Abstieg noch zu entgehen. Doch dazu dürfte auch der TSV Dachau 1865 (zuletzt 1:7 in Deisenhofen) gegen Absteiger Schwabmünchen maximal ein Remis holen.

Aufstiegsplätze sind bereits vergeben

Landesliga Südost: Hier ist nur noch der Kampf um den Klassenerhalt spannend – doch in den sind fünf der sieben heimischen Vertreter verwickelt. Nur Aufsteiger SV Bruckmühl ist aus dem Schneider. Selbst der SB Chiemgau Traunstein (42 Punkte) als Zehnter kann noch auf den Relegationsplatz 14 abrutschten – doch die Majdancevic-Truppe hat es gegen den Kirchheimer SC (39) selbst in der Hand. Mit einem Sieg würden die Traunsteiner auch dem TSV Ampfing (39) Schützenhilfe leisten, der im direkten Vergleich (1:2, 1:2) hinter Kirchheim rangiert. Ein Punkt beim FC Töging (33) würde den „Schweppermännern“ dann zum Nichtabstieg reichen. Doch der Punkt könnte für den Lokalrivalen vom Wasserschloss zu wenig sein, um dem direkten Abstieg zu entgehen. Denn mit einem Punkt Abstand lauert der SB DJK Rosenheim, der Heimrecht gegen Grünwald hat. Verliert Töging, reicht dem Team von Harry Mandl schon ein Punkt, um am FC vorbeizuziehen, weil dieser im Herbst das Spiel in Holzkirchen hatte ausfallen lassen. Das gibt sogar Schlusslicht TSV Kastl noch eine Mini-Chance auf die Relegation.

Bezirksliga Ost:Oben ist alles klar, unten geht es umso enger zu. Buchbach II (31 Punkte), die SG Reichertsheim-Ramsau/Gars, Westerndorf (je 29) und Baldham (26) kämpfen noch um einen sicheren Platz in der Bezirksliga und zwei in der Relegation – wobei es in Westerndorf zum Duell mit Buchbach kommt. Wenn der SVW die Regionalliga-Reserve schlägt, ist er gerettet, weil er nach zwei 2:1-Siegen im direkten Vergleich auf jeden Fall vor der SGRRG liegt. Direkt absteigen könnten die Rosenheimer Vorstädter nur, wenn sie gegen Buchbach verlieren, Baldham beim völlig entspannten FC Aschheim gewinnt und Reichertsheim beim Meister VfB Forstinning mindestens einen Punkt holt. Sind am Samstag alle drei punktgleich, wäre die Dreier-Spielgemeinschaft aus dem Kreis Mühldorf abgestiegen, weil sie gegen Westerndorf und Baldham insgesamt nur drei Zähler geholt hat. Der SC Baldham wiederum liegt im direkten Vergleich vor Westerndorf, aber hinter Reichertsheim. Es bleibt kompliziert...

Rechenspiel in der Kreisliga 1

Kreisliga 1: Der Aufstieg wird zum Rechenspiel – und der ASV Au kann nur zuschauen. Die einfachste Aufgabe ist in Ostermünchen (52 Punkte) gegen Spitzenreiter TuS Raubling (54) zu lösen: Wer dort gewinnt, ist Meister. Raubling hat auch bei einer Niederlage die Relegation gegen die SG Schönau sicher. Der spielfreie ASV Au (53) kann seinen zweiten Platz nur behaupten, wenn der SVO verliert und der TuS Prien (50) in Bad Aibling nicht gewinnt. Denn die Elf von Maximilian Nicu hat gegen Au zweimal 0:0 gespielt, hat aber die bessere Tordifferenz als der ASV. Im Abstiegskampf hat der SV Vogtareuth (18 Punkte) nur mit einem Sieg über den FC Bosna (23 Punkte) noch eine Chance auf die Relegation – sofern Pang (21) gleichzeitig in Emmering verliert. Der SV Amerang (24) kann sich mit einem Sieg beim VfL Waldkraiburg aus eigener Kraft retten.

Kreisliga 2: Für den TuS Traunreut (22 Punkte), die SG Perach/Winhöring (21), der TSV Waging und der FC Töging II (je 20) geht es nur noch um zwei Plätze in der Relegation. Dabei hat der TuS (gegen Kay) einen kleinen Vorteil – denn er ist der einzige aus dem Quartett, der noch kein Spiel in dieser Saison hat ausfallen lassen, und wäre damit bei Punktgleichheit vor jedem der drei anderen. Die Gegner der abstiegsgefährdeten Klubs kommen alle aus dem Mittelfeld der Tabelle, Perach muss als einziger der vier auswärts in Anger ran.

>Kolbermoor hat es in der eigenen Hand

Kreisklasse 1: Wenn die Ehrenamtsbeauftragte Carmen-Jutta Gardill (Seeon) mit dem Meisterpokal auf der A8 kurz vor Rosenheim links abbiegt, ist sie auf jeden Fall auf dem richtigen Weg. Denn überreichen wird sie ihn entweder in Frasdorf – an den SV Schloßberg-Stephanskirchen (51 Punkte) – oder am Samerberg an die SpVgg Pittenhart (49). Ein Remis würde dem SVS wohl nicht zum Titel reichen, denn Pittenhart hat beide direkten Vergleiche (4:1, 1:0) gewonnen. Der WSV Samerberg steht nach nur einer Saison als Absteiger fest. Die Teilnahme an der Relegation gegen den Zweiten der A-Klasse 4 wird im direkten Duell zwischen Riedering (15 Punkte) und Neubeuern (13) ausgespielt – wobei den Hausherren ein Punkt reicht.

Kreisklasse 2: Ausgerechnet die Mannschaft aus dem Verfolger-Quartett mit der schlechtesten Ausgangsposition hat am vorletzten Spieltag als einzige gewonnen und damit Platz zwei greifbar. Doch ohne einen Sieg beim FC Maitenbeth wird es für den SV-DJK Kolbermoor nicht reichen. Bei einem Punktverlust könnten Griesstätt (gegen Schechen) und Tattenhausen (in Babensham) wieder vorbeiziehen. Wären alle drei punktgleich, läge übrigens Griesstätt klar vorn. Schechen bräuchte für Platz zwei schon ein kleines Wunder. Kaum übersichtlicher ist es im Abstiegskampf. Nur Croatia Rosenheim ist weg. Aus dem Quartett Oberndorf, Großkarolinenfeld, Babensham und Wasserburg II (je 26 Punkte) können sich zwei direkt retten, einer steigt direkt ab. Und selbst Ramerberg (28) kann noch auf den Relegationsplatz rutschen. Dabei richten sich alle Blicke nach Großkarolinenfeld, wo Oberndorf zu Gast ist. Mit einem 4:0 könnte der SVO den Klassenerhalt aus eigener Kraft sichern, die übrigen direkten Vergleiche hat er schon gewonnen. Die Wasserburger Bayernliga-Reserve empfängt den Lokalrivalen aus Eiselfing. Spielen alle vier unentschieden, wären die kleinen Löwen abgestiegen, und Babensham müsste in die Relegation.

Endspiel zwischen SBC II und Heiligkreuz

Mehrere Spieltage vor Schluss hatte sich der SV Aschau/Inn die Meisterschaft in der Kreisklasse 3 geholt.

Kreisklasse 3: Der TuS Engelsberg hat sich Platz zwei gesichert, nun steht nur noch die Entscheidung über die Teilnahme an der Abstiegs-Relegation aus. Und nach den Siegen von Mühldorf (20 Punkte) und Oberbergkirchen (19) ist plötzlich auch der TV Altötting (21) wieder gefährdet. Der FCM hat es in Neuötting auf dem Papier am leichtesten – sein Gegner musste vergangene Woche in Aschau wegen Spielermangels passen. Dafür haben Oberbergkirchen (gegen Neumarkt) und Altötting (gegen die SG Kirchweidach/Halsbach) Heimrecht.

Kreisklasse 4: Einen Punkt braucht der TSV Bad Reichenhall in Laufen noch, um Platz zwei zu behaupten. Denn die DJK Otting (in Piding) hat drei Zähler Rückstand, aber den besseren direkten Vergleich (0:2, 4:1). Der zweite Abstiegsplatz wird in einem „Endspiel“ entschieden: Die zweite Mannschaft des SB Chiemgau Traunstein (26 Punkte) empfängt den TSV Heiligkreuz (24), der mit einem 0:1 gegen Absteiger TSV Altenmarkt eine bessere Ausgangsposition überraschend vergeben hat. Der Sieger trifft in der Relegation auf den TSV Palling.

Nächster Matchball für Forsting-Pfaffing

A-Klasse 1: Ein Punkt fehlt dem TV Feldkirchen gegen Bad Feilnbach noch, um die Rückkehr in die Kreisklasse unter Dach und Fach zu bringen. Eine Niederlage wäre gefährlich, denn damit könnte Türkspor Rosenheim (gegen Raubling II) aufschließen – und hätte dann die bessere Tordifferenz. Die direkten Vergleiche endeten 1:1. Den Abstiegsplatz machen Happing (16 Punkte, gegen Höhenrain) und Großholzhausen II (15, in Rohrdorf) untereinander aus.

A-Klasse 2: Der TSV Bergen hat sich mit einer fast makellosen Rückrunde den Titel gesichert. Für die SG Chieming/Grabenstätt (54 Punkte, in Rimsting) und den SV Unterwössen (51, in Aschau) geht es am Samstag nur noch um Platz zwei – wobei Chieming ein Punkt reicht, um in die Relegation gegen den Elften der Kreisklasse 2 zu gehen. Grassau (24 Punkte, in Erlstätt) und Breitbrunn-Gstadt (23, in Schleching) kämpfen um den direkten Klassenerhalt.

A-Klasse 3: Bis zur 95. Minute hatte der SV Forsting-Pfaffing schon die Hand am Meisterpokal, dann traf der SC Rechtmehring doch noch zum 2:2, und es heißt noch eine Woche zittern. Ohne einen Sieg über Halfing wird es wohl nichts mit dem Titel, denn die SG Reichertsheim-Ramsau/Gars II (bei Emmering II) hat nur noch zwei Punkte Rückstand und ist im direkten Vergleich besser (3:0, 2:0). Der TSV Eiselfing II steht als zweiter Absteiger fest.

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A-Klasse 4: Mit dem 1:3 in Stammham hat der SV Schwindegg fast alle Titelchancen verspielt. Nur der bessere direkte Vergleich (1:1, 2:0) hält die kleine Hoffnung beim SVS am Leben. Spitzenreiter TuS Mettenheim reicht aber gegen Neumarkt II/Egglkofen schon ein Punkt zur Meisterschaft. Mit einer Niederlage gegen Emmerting könnte Schwindegg sogar noch auf Platz drei zurückfallen, hinter die SG Marktl/Stammham, die beim TSV Obertaufkirchen gastiert. Der steht seit dem Wochenende als Absteiger fest, weil er zwar drei Punkte auf Erlbach II aufholen könnte, aber im direkten Vergleich (2:2, 1:2) hinten liegt.

A-Klasse 5: Der TSV Palling hat sich wie erwartet den Relegationsplatz gesichert und hofft nun auf ein Derby gegen den TSV Heiligkreuz aus der Kreisklasse 4.

Sekt und Bier spritzte, als der Titel des SV Kirchanschöring II in der A-Klasse 6 perfekt war.

A-Klasse 6: Der SV Kirchanschöring ließ nichts mehr anbrennen und holte sich mit einem 4:0 über Taching den Wiederaufstieg nach vier Jahren. Der TSV Fridolfing muss trotz einer meisterlichen Bilanz dafür noch den Vorletzten aus der Kreisklasse 3 schlagen. Surheim II und Taching müssen absteigen.

Teising in der Pole-Position

B-Klassen: Nur noch ein Platz in der A-Klasse ist offen, und den hat die SG Tüßling/Teising II in der eigenen Hand. Ein Punkt bei der DJK Raitenhaslach reicht, um in der Gruppe 5 am TSV Heiligkreuz II vorbeizuziehen. Die FT Rosenheim (Gruppe 2), die SG Schönau II und der SV Surberg (Gruppe 6) haben es schon geschafft.

C-Klassen: 15 von 16 Aufsteigern stehen fest. Darunter sind der TSV Trostberg und zum ersten Mal BGL International Freilassing. Der FC Mühldorf darf sogar mit zwei Mannschaften feiern. Nur in der Gruppe 1 kämpfen noch Brannenburg II, Riedering II und Söchtenau II um zwei Aufstiegsplätze.

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