Deutliche Kritik vom Kult-Kicker

"Das geht mir auf den Sack": Sascha Mölders zieht sich aus dem Profi-Fußball zurück

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Sascha Mölders zieht sich am Ende der Saison aus dem Profi-Fußball zurück.
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München - Sascha Mölders, Stürmer beim TSV 1860 München, wird sich am Ende der Saison aus dem Profi-Fußball zurückziehen. In seiner Erklärung kritisierte er zudem scharf das Geschäft.

"Bisher habe ich es geheim gehalten, aber ich habe mich entschlossen, im Sommer meine Karriere zu beenden", so Mölders in der "Augsburger Allgemeinen". "Ich könnte eigentlich noch einige Jahre spielen, aber das ganze Drumherum geht mir - entschuldigen Sie die Ausdrucksweise - auf den Sack. Im Profibereich geht es oft gar nicht mehr um den Fußball und das macht mir keinen Spaß mehr."

Komplett will er seine Karriere aber definitiv nicht beenden. Der 34-Jährige schrieb auf seiner Facebook-Seite: "Karriereende wäre dann doch etwas zu hart. Ich will noch ein paar Jahre in der Regionalliga spielen, bevor ich dahin zurückkehre, wo ich her komme: Aus der Kreisliga." Anscheinend will der Stürmer noch einige Jahre als Spielertrainer aktiv sein. In einigen Medien wurde spekuliert, dass Mölders mit seiner Aussage vor allem die ganzen Unruhen in seinem Verein 1860 München kritisierte, das wies er aber entschieden zurück: "Mit Drumherum meine ich übrigens das Schlafen in Hotels, etc."

1860 derzeit mitten im Abstiegskampf

Mölders absolvierte knapp über 100 Spiele in der Bundesliga, alle davon für den FC Augsburg. Dabei gelangen ihm 18 Tore, sowie die Qualifikation für die Europa League. 2015 wechselte er zu 1860 und blieb dem Verein auch treu, als der Zwangsabstieg in die Regionalliga bevorstand. Durch seine Vereinstreue und seine offene Art gegenüber den Fans wurde er zum Publikumsliebling, endgültig unsterblich machte er sich im Sommer 2018, als er die Löwen mit zwei Toren in der Relegation zum Aufstieg schoss.

In dieser Saison geht es für 1860 wohl die meiste Zeit gegen den Abstieg. Derzeit stehen die Löwen auf Platz 14 und haben dabei nur drei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Am Samstag steht daher ein wichtiges Duell an, dann geht es um 14 Uhr im heimischen Grünwalder Stadion gegen den direkten Konkurrenten KFC Uerdingen.

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dg

Quelle: rosenheim24.de

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