Emmering wieder in der Endrunde des Sparkassenpokals

"Aus 100 Spielen verlierst du 99"

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Selbsternannter Underdog: Ernst Hablowetz und sein TSV Emmering.
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Rosenheim - Sie sind also wieder dabei! Die Spieler des TSV Emmering stehen erneut in der Endrunde des Sparkassenpokals - als krasser Underdog in einem hochkarätigem Turnier. Wie schafft das der Kreisklassist und was ist drin am Freitag? Der Beinschuss hat nachgefragt:

Als Christian Breu im vergangen Jahr seinen TSV im Finalspiel sogar in Führung schoss, war die komplette Gabor-Halle aus dem Häuschen. Emmering in Führung, kein geringerer als der TSV 1860 Rosenheim (damals noch Bayernliga), war der Gegner. Die "neutralen" Zuseher feuerten den Kreisklassisten an.

Auch wenn es 2016 nicht reichte für den Titel, verkaufte sich der krasse Außenseiter im Endspiel sehr teuer. "Das war ein Finale auf Augenhöhe", blickt der Trainer Ernst Hablowetz zurück. 

Auch in diesem Jahr ist Emmering wieder mit von der Partie, wenn es um den Pokal geht. Mit einem Regionalligisten, zwei Bezirks- und Kreisligisten, sind die TSV-Akteure zumindest auf dem Papier die unterklassigste Mannschaft. Da darf der Ausdruck "Underdog" schonmal fallen, bestätigte sogar Coach Hablowetz im Gespräch mit dem Beinschuss.

Emmering bestätigt die Sensation

Sehr überrascht ist er aber nicht von den guten Leistungen in der Halle: "Wir haben einfach eine tolle Mannschaft, die Jungs sind in der Halle immer heiß und zeigen Herz. Dass wir was draufhaben, wollen wir natürlich auch den Zuschauern zeigen. Druck haben wir aber trotzdem nicht."

Trotzdem scheint die Erwartungshaltung größer zu werden. Wenn Stimmen laut werden, die Emmeringer haben aber mal nicht den besten und schönsten Hallenfußball aufs Parkett gelegt, kann Hablowetz nur kontern: "Was wollt Ihr eigentlich? Wir sind als Team aus der Kreisklasse wieder in der Endrunde. Das ist sensationell."

Recht hat der Trainer. Das erneute Vorstoßen in die Top 6 ist der Wahnsinn, Emmering hat schon geliefert. Von einer Finalteilnahme haben heuer lokale Größen wie Raubling oder Kolbermoor vergeblich geträumt. Alles was jetzt noch kommt, wäre ein erneute Überraschung.

Wieder gegen 1860 zu Beginn

"Wir sind ein kleines Dorf, ein kleiner Verein. Wir haben gute Kicker in den eigenen Reihen, die alle richtig Bock haben auf dem Feld zu spielen und erfolgreich zu sein. Es ist für uns eine Ehre hier mitzuspielen."

In einer Gruppe mit Bad Endorf und dem jetzigen Regionalligisten Rosenheim, startet der TSV Emmering erneut gegen 1860. "Wir werden alles probieren. Wenn wir wieder über uns hinauswachsen und alles geben, haben wir vielleicht Erfolg. Aber aus 100 Spielen verlierst du 99 gegen Rosenheim", so der TSV-Trainer.

In der Zwischenrunde musste sich Emmering den Sechzigern klar mit 4:0 geschlagen geben, mit einer starken Moral wurde der Finaleinzug aber noch geschafft. Emmering hat bereits überzeugt im Konzert der Großen, rechtfertigen muss sich der TSV nicht. Auch wenn es der selbsternannte Underdog am liebsten nochmal allen zeigen will.

Quelle: rosenheim24.de

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