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Die Lage in den heimischen Fußball-Ligen

Erlbach, Edling, Aschau, Vachendorf: Die ersten Korken knallten schon – Aber es bleibt jede Menge Dramatik

Meisterjubel beim SC Vachendorf: Nach 25 Jahren spielt man wieder im Oberhaus des Fußball-Kreises Inn/Salzach.
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Meisterjubel beim SC Vachendorf: Nach 25 Jahren spielt man wieder im Oberhaus des Fußball-Kreises Inn/Salzach.

Die ersten Meister stehen schon fest, dennoch verspricht der Saisonendspurt in den heimischen Fußball-Ligen noch jede Menge Spannung. Viele höherklassige Teams aus der Region befinden sich im Abstiegskampf, in der Kreisliga 1 gibt es einen Vierkampf um den Meistertitel.

Rosenheim/Mühldorf – Drei Jahre mussten Spieler, Fans und Trainer auf dieses gewisse Kribbeln verzichten, wenn es auf den Saison-Endspurt zugeht. Da wird fieberhaft gerechnet, da werden Spiele zu Endspielen um Meisterschaft, Relegation oder Klassenerhalt. In der XXL-Corona-Saison 2019/21 gab es nur Quotienten zu berechnen, nach denen auf- und abgestiegen wurde. Nun, bis zum 22. Mai, fallen die Entscheidungen wieder auf dem Platz. Und in den Spielklassen von der Regionalliga bis zur A-Klasse stehen erst fünf der 16 Meister und einige wenige Absteiger fest. Die OVB Heimatzeitungen geben den Überblick, welche Entscheidungen und Vorentscheidungen an diesem Wochenende anstehen könnten:

Bayreuth am Wochenende zurück im Profigeschäft?

Regionalliga Bayern: Wenn alles wunschgemäß läuft, ist die SpVgg Bayreuth heute gegen 15.45 Uhr zurück im Profifußball – 16 Jahre nach dem Abstieg aus der damaligen Regionalliga Süd und 32 Jahre nach dem Abschied aus der 2. Bundesliga. Dazu müsste der FC Bayern München II in Aubstadt verlieren und die „Altstadt“ in Schweinfurt mindestens einen Punkt holen. Oder die „kleinen Bayern“ spielen remis und Bayreuth gewinnt. Wenn es für die Oberfranken dumm läuft, könnten die Münchner ihnen aber auch bis auf zwei Punkte auf die Pelle rücken. Dann entscheidet das Restprogramm: Die SpVgg Bayreuth empfängt Aschaffenburg und muss zum Saisonfinale nach Buchbach, die Bayern spielen gegen Burghausen und beim 1.FC Nürnberg II. Am Tabellenende steht mit dem TSV 1860 Rosenheim einer von drei Fix-Absteigern fest, der SV Schalding-Heining könnte heute folgen.

Bayernliga Süd: Der nächste Doppelname aus Niederbayern bevölkert 2022/23 die Regionalliga. Die SpVgg Hankofen-Hailing – das sind zwei Dörfer aus der Gemeinde Leiblfing zwischen Straubing und Dingolfing – ist längst aufgestiegen, weil der schärfste Verfolger FC Ingolstadt 04 II nach dem Abstieg der ersten Mannschaft nicht darf. Zum Titel fehlt Hankofen heute noch ein Sieg gegen Ismaning – oder ein Punkt nächste Woche gegen Ingolstadt II. Der Kampf um die Relegation zur Regionalliga dürfte zum Oberpfalz-Duell werden. Der SV Donaustauf hat einen Zwei-Punkte-Vorsprung vor der Zweitliga-Reserve von Jahn Regensburg zu verteidigen, Herbst-Vizemeister SV Kirchanschöring hat schon vier Zähler Rückstand.

Für den Vorletzten TSV 1880 Wasserburg – in der Corona-Saison 2019/21 noch Dritter – geht es nur noch um einen der voraussichtlich drei Relegationsplätze. Ein zusätzlicher Malus ist das aus Corona-Angst abgeschenkte Spiel in Hankofen – denn damit hätte die Elf von Matthias Pongratz gegen alle punktgleichen Mannschaften automatisch das Nachsehen. Wenigstens ist nur eines der letzten drei Spiele auswärts – jenseits von Wasserburg haben die „Löwen“ erst ein Spiel gewonnen. Gefährdet sind noch alle Teams bis Platz elf. Als Direktabsteiger steht der TSV Schwabmünchen fest.

Heimische Landesligisten im Abstiegssumpf

Landesliga Südost: Der SV Erlbach steigt zum zweiten Mal nach 2015 in die Bayernliga auf. Nur zwei von 31 Spielen haben die Beinahe-Niederbayern verloren, in Landshut (0:4) und in Töging (0:2). Zum direkten Duell um Platz zwei empfing gestern Abend der FC Unterföhring (68 Punkte) Aufsteiger FC Sportfreunde Schwaig (65). Alle übrigen sechs Landesligisten aus dem Kreis Inn/Salzach stecken mehr oder weniger tief im Abstiegskampf: Den Elften SV Bruckmühl trennten vor den letzten drei Spielen gerade neun Punkte vom Letzten TSV Kastl. Und sechs der acht abstiegsgefährdeten Klubs treffen an diesem Wochenende aufeinander. Nur drei können sich direkt retten, drei weitere müssen in die Relegation.

Bezirksliga Ost: Der VfB Forstinning und der ESV Freilassing gehen gleichauf in den Schlussspurt – nur, dass die „Eisenbahner“ nur noch zweimal randürfen, die Forstinninger aber nach dem Ausfall des Nachholspiels in Waldperlach viermal. Immerhin Platz zwei hat der ESV mit dem 3:2 in Dorfen schon sicher – und damit wie 2019 die Relegation zur Landesliga. Die Abstiegszone beginnt mit Platz sechs, auf dem der SV Waldperlach gerade einmal vier Punkte Vorsprung auf den ersten Platz in der Abstiegsrunde hat. Holen die SG Reichertsheim-Ramsau/Gars (in Freilassing) und der SV Westerndorf (in Dorfen) mindestens einen Punkt, ist der TSV Bad Endorf nach drei Bezirksliga-Saisons schon vor dem Heimspiel gegen Waldperlach morgen endgültig abgestiegen. Die SG und der SVW wären dann wenigstens vor dem direkten Abstieg sicher, wenn der SC Baldham-Vaterstetten in Forstinning baden geht.

Kreisliga 1: Es ist ein Vierkampf um Platz eins zwischen Au, Raubling, Prien und Ostermünchen, der in den drei direkten Duellen an den letzten drei Spieltagen entschieden werden dürfte. Den Anfang machten gestern die Verfolger Prien und Raubling. Nur für den TuS Prien wäre die Bezirksliga übrigens eine echte Premiere: der ASV Au war erst 2019 abgestiegen, der SV Ostermünchen 2017 und der TuS Raubling 2016. Um den Klassenerhalt bangt noch ein Quintett, aus dem nach dem Rückzug von Danubius Waldkraiburg aber nur eine Mannschaft direkt absteigt. Und vier der fünf treffen am Wochenende aufeinander: Vogtareuth (15 Punkte) und Pang (20), Amerang (18) und Bosna i Hercegovina Rosenheim (20).

Kreisliga 2: Die 500 Zuschauer im Peterskirchener Mörntal-Stadion durften noch nicht jubeln. Nach dem 0:0 im Nachholspiel gegen Verfolger SG Schönau fehlt dem Spitzenreiter noch ein Punkt zum Titel und Aufstieg – aber das müsste heute gegen Tüßling/Teising zu schaffen sein. Den direkten Vergleich mit Schönau hat Peterskirchen mit dem 2:1 im Hinspiel für sich entschieden. Verliert heute der TSV Teisendorf das Derby in Waging, hätte die spielfreie Elf vom Königssee dank des direkten Vergleichs mit den Teisendorfern (5:2, 1:2) wenigstens Platz zwei sicher. Der direkte Vergleich könnte gut und gerne auch über den Abstieg entscheiden, so eng geht es zwischen TSV Waging, FC Töging II, TuS Traunreut (je 19) und SG Perach/Winhöring (18) auf den letzten vier Plätzen zu. Wegen der jüngsten Nichtantritte wären die Landesliga-Reserve aus Töging und die benachbarte Spielgemeinschaft dabei auf jeden Fall gegenüber der Konkurrenz im Hintertreffen.

Schloßberg in der Pole-Position

Kreisklasse 1: Der SV Schloßberg geht nach dem 3:0 im Nachholspiel gegen Brannenburg mit zwei Punkten Vorsprung auf die SpVgg Pittenhart in die letzten drei Runden. Einen Patzer darf sich der SVS in Nußdorf, gegen Obing und in Frasdorf nicht leisten, denn der direkte Vergleich geht klar an Pittenhart (4:1, 1:0). Die SpVgg hat mit Riedering und Samerberg (neben dem ASV Flintsbach) noch zwei Kellerkinder vor der Brust. Für Riedering (15 Punkte/20 Spiele), Neubeuern (13/22) und Samerberg (10/21) geht es wohl nur noch darum, sich in die Relegation zu retten.

Nachgeholt: Nach dem Quotienten-Aus in der Corona-Saison hat der DJK-SV Edling diesmal den Kreisklassen-Titel perfekt gemacht.

Kreisklasse 2: Das 1:1 durch Rico Altmann reichte dem DJK-SV Edling, um schon im Nachholspiel in Babensham die Meisterschaft zu feiern. Nach zwei Spielzeiten und dem bitteren Quotienten-Aus im Vorjahr geht es für die Elf von Michael Maier zurück in die Kreisliga. Das Ringen um Platz zwei ist ein Vierkampf zwischen dem SV-DJK Kolbermoor (37 Punkte), SV Schechen (36), SV/DJK Griesstätt und SV Tattenhausen (je 34) – wobei Griesstätt noch gegen alle drei Konkurrenten spielt. Morgen geht es los gegen Kolbermoor. Mit Platz sechs beginnt bereits der dramatische Abstiegskampf: Der FC Maitenbeth hat als Sechster vier Zähler Vorsprung auf Schlusslicht SV/DJK Oberndorf, die letzten Drei liegen gleichauf. Bleibt das so, wäre Croatia Rosenheim (23 Punkte) nach dem Nichtantritt in der Vorrunde gegen Edling Letzter. Am letzten Spieltag kommt es zum Duell zwischen dem TuS Großkarolinenfeld und Oberndorf (ebenfalls 23).

Kreisklasse 3: Mit dem 1:0 im Spitzenspiel gegen Engelsberg machte der SV Aschau/Inn nach fünf Jahren die Rückkehr in die Kreisliga perfekt. Die einzige Niederlage ist genau neun Monate her: Das 0:2 in Altötting war zugleich das einzige Mal, dass der SVA mehr als ein Gegentor kassierte. In bisher 18 Spielen sind es ganze sieben. Auf Platz zwei haben neben dem TuS Engelsberg auch die SG Kirchweidach/Halsbach und der TSV Neumarkt-St. Veit noch Chancen. Der TuS Alztal Garching wäre mit einem Punktverlust morgen gegen Neumarkt abgestiegen. Um den Klassenerhalt zittern müssen der SV Oberbergkirchen, der FC Mühldorf und ein wenig auch der TV Altötting.

Kreisklasse 4: Genau 25 Jahre ist es her, dass der SC Vachendorf aus der Kreisliga abstieg (die damals noch A-Klasse hieß). Jetzt ist die Mannschaft nach einer fulminanten Rückrunde zurück! Der TSV Bad Reichenhall kann heute mit einem Sieg in Heiligkreuz Platz zwei und die Relegation vorzeitig klar machen, wenn die Verfolger DJK Otting (gegen Weildorf) und ASV Piding (in Laufen) morgen nicht gewinnen. Der TSV Altenmarkt wird von der Kreisliga direkt in die A-Klasse durchgereicht – so tief spielte man zuletzt 1974. Zum Krimi um den zweiten Abstiegsplatz und die Relegation könnte am letzten Spieltag das Duell zwischen dem TSV Heiligkreuz und dem SB Chiemgau Traunstein II werden.

Mit Schnaitsee bislang nur ein A-Klassen-Meister fix

A-Klasse 1: TV Feldkirchen (41 Punkte) gegen Türkspor Rosenheim (40) heißt das Fernduell um Platz eins und zwei – und beide messen sich noch jeweils mit Raubling II und Au II. Den einzigen Absteiger nach dem Rückzug von SB Rosenheim II machen der ASV Großholzhausen II (12) und der ASV Happing (13) unter sich aus.

A-Klasse 2: Hier herrscht Hochspannung! Machen die SG Chieming/Grabenstätt und der TSV Bergen Platz eins und zwei unter sich aus – oder hat der SV Unterwössen noch eine Chance? Das könnte sich spätestens am Dienstag zeigen, wenn Unterwössen den TSV Bergen zum Nachholspiel empfängt. Gestern Abend mussten bereits die Chieminger im Achental antreten. Der SV Erlstätt ist nach zehn Jahren in die B-Klasse abgestiegen, der TSV Breitbrunn-Gstadt kämpft heute in Bergen wohl schon um die letzte Chance drinzubleiben.

A-Klasse 3: SV Forsting-Pfaffing oder SG Reichertsheim-Ramsau/Gars II? Das ist die Frage, wenn es um die Meisterschaft geht. Einen Punkt Vorsprung muss der SVF im Fernduell in den letzten drei Spielen ins Ziel retten, um sicher aufzusteigen. Ein Rätsel ist der SV Schonstett, der mehr als die Hälfte der Saison mit weißer Weste – also ohne Niederlage – überstanden hatte, aber seit 20. März kein Spiel mehr gewonnen hat. Ostermünchen II und Eiselfing II dürften es ganz schwer haben, von den Abstiegsplätzen noch wegzukommen.

A-Klasse 4: Der SV Schwindegg und der TuS Mettenheim gehen Kopf an Kopf in den Endspurt. Die Nase vorn hat Spitzenreiter SVS, der den direkten Vergleich (1:1, 2:0) für sich entschieden hat und damit bei Punktgleichheit Meister wäre. Auch die bessere Form spricht für Schwindegg, das in der Rückrunde neun Punkte auf Mettenheim aufgeholt hat. Der SV Hirten steht als Absteiger fest; Obertaufkirchen müsste in drei Spielen fünf Zähler auf Weidenbach wettmachen, um drinzubleiben.

Ein Urgestein verlässt die A-Klasse – nach oben: Der TSV Schnaitsee ist Meister der A-Klasse 5 und spielt künftig in der Kreisklasse.

A-Klasse 5: Nach 19 Jahren ist der TSV Schnaitsee ein „Urgestein“ in der A-Klasse, jetzt endlich geht es wieder eine Klasse nach oben. Nach dem Fehlstart in Feichten (2:3) ging kein Spiel mehr verloren. Für die Relegation kommen noch der TSV Palling (38 Punkte), TuS Kienberg (35) und vielleicht TSV Tittmoning (34) in Frage. Der einzige Absteiger in der Zwölfer-Liga steht mit dem FC Traunreut (nur ein Sieg: 4:1 gegen Feichten) längst fest.

A-Klasse 6: Mit mehr als 2,5 Punkten pro Spiel nicht aufzusteigen, wäre bitter. Doch genau das kann dem TSV Fridolfing passieren, weil es mit der Bayernliga-Reserve des SV Kirchanschöring eine noch erfolgreichere Mannschaft gibt. Die einzige Niederlage des SVK II datiert vom Saisonstart Ende Juli (2:3 gegen Bayerisch Gmain). Der SV Taching kann heute den eigenen Abstieg besiegeln, auch den BSC Surheim II (schon zweimal nicht angetreten) kann nur ein kleines Wunder noch retten.

SK Waldkraiburg erstmals A-Klassist

B-Klassen: In der Gruppe 1 stehen der TSV Bad Endorf II und FV Oberaudorf bereits als Aufsteiger fest. Der SV Bruckmühl II hat es in der Gruppe 2 geschafft, die FT Rosenheim kann im Verfolgerduell mit Westerndorf II alles klar machen. Die SpVgg Jettenbach und den SV Höslwang trennt in der Gruppe 3 jeweils nur noch ein Sieg von der A-Klasse. Aus der Gruppe 4 steigt der 2018 gegründete SK Waldkraiburg erstmals in die A-Klasse auf. In der B-Klasse 5 ist der SV Linde Tacherting II schon durch, in der Gruppe 6 stehen der SV Surberg und die SG Schönau II knapp vor dem Aufstieg.

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