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Pritzl: "Aufstieg kann gelingen"

Beinschuss.de traf Bad Aiblings Erfolgstrainer Franz Pritzl zum Interview

Seit Franz Pritzl 2010 zum damaligen A-Klassisten Bad Aibling kam, läuft es für die Kurstädter nach Maß. Der direkte Durchmarsch in die Kreisliga gelang und diese Saison ist sogar der Aufstiegs-Hattrick drin. Wir sprachen mit ihm vor dem Punktspielstart am Wochenende.

Franz, am Samstag geht für euch in Amerang die Frühjahrsrunde wieder los. Wie ist die Vorbereitung aus deiner Sicht gelaufen?

Franz Pritzl: Eigentlich zu gut. Bis auf die schlechten Platzverhältnisse, die aber jeder Verein ohne Kunstrasenplatz hatte, lief es sehr gut. Die Trainingsbeteiligung war top und auch die Testspielergebnisse (u.a. 3:2 gegen Kolbermoor) haben mich überrascht. Auch meine Vorgaben wie  Pressing und schnelle Ballrückeroberung, sowie das Defensivverhalten wurden in den Tests sehr gut umgesetzt.

Mit Armagan Akdogan und Raffaele Diestelhorst habt ihr zwei Neuzugänge zu verzeichnen. Was erwartest du dir von diesen Spielern?

Pritzl: Raffaele Diestelhorst hat noch einige körperliche Defizite und muss diese bis zum Sommer aufholen. Er wird daher vorerst in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen. Armagan Akdogan kommt als Typ super in der Mannschaft an. Trotz seines jungen Alters hat er schon eine gewisse höherklassige Erfahrung. Wenn er seine taktischen Schwächen noch abstellt, dann wird er uns auf alle Fälle weiterhelfen.

Peter Willmann hat euch hingegen im Winter verlassen und ging zurück nach Ostermünchen. Wie sehr schmerzt dieser Abgang?

Pritzl: Mit seiner Routine ist er ein schmerzlicher Verlust. Wir sind im Defensivbereich zwar dünn besetzt, aber durch die Rückkehr der Rekonvaleszenten ist unser Kader größer geworden und so muss halt ein anderer in die Bresche springen. Wir haben auf jeden Fall Alternativen und verschiedene Varianten, um den Abgang zu kompensieren.

Als Aufsteiger führt ihr die Kreisliga für viele überraschend an. Überrascht dich eure Leistung auch?

Pritzl: Mein persönliches Ziel war als Aufsteiger unter die ersten Fünf zu kommen, weil die Mannschaft schon über eine gewisse Qualität verfügt. Dass die Vorrunde mit der Wintermeisterschaft dann so super verlaufen ist, überrascht mich aber schon etwas.

Ihr seid in den vergangenen beiden Jahren zweimal aufgestiegen. Wollt ihr jetzt den Aufstiegs-Hattrick oder käme ein Sprung in die Bezirksliga noch zu früh?

Pritzl: Wenn wir jetzt die Chance haben, wollen wir sie auch nutzen. Die Mannschaft hat keinen Druck und kann befreit aufspielen. Wenn sie ihre Qualität abruft und konzentriert die restlichen 13 Partien angeht, kann der erstmalige Bezirksliga-Aufstieg für Bad Aibling gelingen.

Wen siehst du als Aufstiegskonkurrenten?

Pritzl: Aschau wegen des erfahrenen und höherklassigen erprobten Kaders. Grünthal als Bezirksliga-Absteiger und auch Buchbach II. Oberndorfs Chancen dürften mit zehn Punkten Rückstand auf uns nur noch theoretischer Natur sein.

Für Unstimmigkeiten unter einigen Vereinen sorgten die Buchbacher, bei denen mitunter mehrere Regionalligaspieler zum Einsatz kamen. Von Wettbewerbsverzerrung war gar die Rede. Wie ist deine Meinung dazu?

Pritzl: Da Buchbach einen Kader von 24 Spielern für die erste Mannschaft hat, ist es selbstverständlich, dass die nicht-eingesetzten Akteure und Rekonvaleszenten in der Zweiten Spielpraxis sammeln müssen. Für jeden betroffenen Verein ist es natürlich ärgerlich wenn sie gegen Buchbach II spielen und dort dann mehrere Spieler des Regionalligakaders auflaufen. Das war gegen uns auch der Fall, als wir unsere beste Saisonleistung abgerufen haben und trotzdem mit 2:3 verloren. Aber für mich ist dies völlig legitim und keine Wettbewerbsverzerrung.

Du giltst in der Region als anerkannter Trainer, konntest mehrere Aufstiege feiern. Was ist dein Erfolgsrezept?

Pritzl: Natürlich sind drei Meisterschaften, sowie zwei dritte Plätze in der Bezirksliga in den letzten sieben Spielzeiten nicht schlecht. Wenn jetzt noch ein Aufstieg hinzukommt, würde ich nicht Nein sagen. Aber was  mein Erfolgsrezept ist, sollen andere beurteilen.

Foto: BS-Archiv (Max Mayer)

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