Kreisliga-1-Rückblick: Von uneinholbaren Überfliegern und überraschenden Konstanten

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Der Torjubel von Franz-Xaver Pelz verdeutlicht es: Die Saison-Überflieger kommen vom ASV Au

Balla-Balla-Kreisliga: Diese Spielklasse ist mit Tormaschinen gesegnet! Mehr als 300 Treffer wurden während den 13 Hinrunden-Spieltagen erzielt. Was sonst noch los war, zeigt der Rückblick.

Die Überflieger: Das Maß aller Dinge dieser Vorrunde ist ohne Frage der ASV Au. Mit fünf Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger aus Reichertsheim führen sie die Kreisliga 1 souverän an. Durch die Verpflichtungen von Franz-Xaver Pelz und Peter Niedermeier hat Coach Markus Glück sein ohnehin offensivstarkes Team noch torgefährlicher gemacht.  Das beweist auch die Statistik: Im Schnitt erzielte der ASV in der Vorrunde fast drei Treffer pro Partie (38 in 13 Spielen). Mehr als die Hälfte davon erzielten Niedermeier (12) und Pelz (8). Der Auer Erfolg ist allerdings nicht nur auf die beiden Neuzugänge zurückzuführen. Das hat ebenso etwas mit den Rückkehrern zu tun, die lange Zeit nur der Gaudi wegen in der zweiten oder dritten Mannschaft in Au kickten. Bestes Beispiel hierfür ist Christoph „Hitti“ Rottmüller, der die letzten Jahre in der ersten Mannschaft konditionell nur bedingt einsatzbereit gewesen wäre. In der Vorrunde bewies er sich allerdings als wahrer Konditionsbolzen und sich mit seiner kämpferischen und leidenschaftlichen Spielweise in der ersten Elf fest biss. Diese Mischung aus offensiv feinfühligen Neuzugängen und altbewährten Kämpfern dürfte das Vorrunden-Erfolgsgeheimnis des ASV Au gewesen sein.

Die überraschende Konstante: Nur eine Niederlage gegen die Bayernliga-Reserve des Sportbund Rosenheim trennte die SG Reichertsheim-Ramsau in der vergangenen Saison vom Bezirksliga-Aufstieg. Schon damals war es eine mittelgroße Überraschung, dass die Kämpfer aus dem Landkreis Mühldorf an der Tabellenspitze der Kreisliga mitmischten. Fast genau so überraschend ist die Tatsache, dass die SGRR diese Saison bis jetzt die gleiche Erfolgs-Konstante an den Tag legt. Der Grundstein für den Erfolg bildet die Defensivarbeit der Reichertsheimer: Nur zehn Gegentore kassierte die Mannschaft von Trainer Leonhard Wagenspöck – Ligaspitze! Wegen der bitteren Niederlage in Edling am vorletzten Hinrundenspieltag zeigt das Reichertsheimer Punktekonto „nur“ 27 anstatt 30 Punkte an. Trotzdem ist die SGRR der heißeste Kandidat dafür, den Konkurrenz aus Au vielleicht doch noch abfangen zu können.

Die Verfolger mit den Trainerfüchsen: Was der SV Westerndorf und der SV Ostermünchen in dieser Kreisliga-Hinrunde gemeinsam haben? Einerseits die gleiche Punkte-Ausbeute mit 24 Zählern samt gleicher Spielstatistik (6 Siege, 6 Unentschieden, 1 Niederlage) und andererseits die akribischen Arbeiter in den Coachingzonen. Es gibt vermutlich nur wenige Spieler in dieser Spieklasse, die im Laufe ihrer Karriere noch nicht mit Harald „Burle“ Melnik oder Georg Schmlecher als Übungsleiter in Kontakt gekommen sind. Während Melnik vor allem auch von der Klasse von Tormaschine Torben Gartzen lebt, er hat die Hälfte aller Westerndorf-Treffer erzielt, verteilen sich die Torschützen-Aufgaben in Ostermünchen auf mehrere Schultern: Angefangen beim vom Verteidiger zum Stürmer umfunktionierte Andi Niedermeierüber Kapitän Bernd Schiedermeier bis hin zu den torgefährlichen Abwehrspielern Michael Scherer und Thomas Hanslmaier. Der Relegationsplatz dürfte für beide Teams in der Rückrunde das anvisierte Ziel sein.

Die unendlichen Weiten des Liga-Mittelfelds: Sieben Punkte sind es nur, die den Tabellen-Fünften aus Großholzhausen und den letzten direkten Nichtabstiegsplatz, der aktuell vom SV Nußdorf belegt wird, voneinander trennen. Vor allem die beiden Aufsteiger aus Schlossberg und eben Großholzhausen, sorgten zum Ligastart für Furore. Während der SVS dem höheren Tempo im Laufe der Hinrunde Tribut zollen musste, schnuppern die Holzhausener immer noch tabellarische Höhenluft. Aschau, Bad Aibling und Edling wird in der Rückrunde wohl nichts anderes übrig bleiben, als um die so oft zitierte „goldene Ananas“ zu spielen. Brenzliger wird die Rückrunde mit Sicherheit für Endorf und Nußdorf. Eine Niederlage zum Rückrundenauftakt würde ausreichen, damit sich beide Mannschaften auf einem Abstiegs- oder zumindest Relegationsplatz wiederfinden.

Die Gefahrenzone: Vor den letzten drei Spieltagen der Hinrunde sah es ganz danach aus, als ob der SV/DJK Griesstätt ohne einen einzigen Sieg aus der Kreisliga absteigen würde. Doch dann kam der Sensationssieg gegen Schlossberg und das respektable Remis gegen Großholzhausen. Schon trennen die Griesstätter nur noch sechs Punkte vom Relegationsplatz. Den belegt aktuell der SV Oberndorf, der zwei Punkte mehr auf dem Konto hat als der zweite direkte Absteiger aus Grünthal.

Quelle: rosenheim24.de

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