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Umfrage unter Vereinen aus dem Raum Traunstein

Meinungen zum Zugspitz-Pilotprojekt: „Man sollte dem eine Chance geben“

Xaver Utzinger (l.) vom SV Ruhpolding und TuS Traunreuts Trainer Thomas Stutz.
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Xaver Utzinger (l.) vom SV Ruhpolding und TuS Traunreuts Trainer Thomas Stutz.

Im Kreis Zugspitze bahnt sich eine kleine Fußball-Revolution an. Denn dort soll schon zur kommenden Saison ein neuer Spielmodus eingeführt werden, der aus einer Qualifikationsrunde und anschließenden Auf- und Abstiegsrunden besteht. beinschuss.de hat Vereinsvertreter aus dem Raum Traunstein befragt, wie sie zu den Plänen stehen.

Landkreis Traunstein - Seit mindestens 75 Jahren verläuft eine Saison im bayerischen Fußball nach dem gleichen Muster: Hin- und Rückrunde, jeder spielt zweimal gegen jeden, und am Ende ist einer Meister und ein paar Vereine steigen ab. Im Kreis Zugspitze könnte sich das nun grundlegend ändern.

Hans Mayer: „Ich kann mir das auch bei uns gut vorstellen“

Eine Vorrunde in kleineren Gruppen bis zum Winter, danach eine Aufteilung in Auf- und Abstiegsrunde, eventuell noch Play-offs hinterher – der Fußball-Kreis Zugspitze hat seinen Vereinen ein neues Spielsystem für seine Ligen zur Abstimmung vorgelegt. So soll das Konzept im Detail aussehen.

Die neue Regelung interessiert auch die Spielleiter im Kreis Inn/Salzach. Hans Mayer (Petting) hat die Planungen von Anfang an mitverfolgt. „Ich finde das sehr interessant“, sagt der Kreisspielleiter. „Ich kann mir das auch bei uns gut vorstellen. Aber in der Saison 2021/22 käme das für uns zu früh.“

beinschuss.de hat sich bei Trainern und Funktionären im Landkreis Traunstein umgehört, was sie von dem Vorschlag halten.

Walter Andrasch, Abteilungsleiter TSV Altenmarkt/Alz

“Wir hätten nichts gegen einen neuen Spielmodus, man sollten immer auch was neues probieren und nicht immer nur das Alte bewahren. Wir würden uns das auf alle Fälle mal anschauen. Ob die Zuschauer die Spiele in der Abstiegsrunde interessant finden, weiß nicht nicht, da dann die Top-Teams fehlen.”

Xaver Utzinger, Abteilungsleiter SV Ruhpolding: 

“Gegen Neuerungen sollte man sich nicht sträuben und der neue Modus hört sich erst einmal nicht verkehrt an. Ich muss zugeben, dass ich unser Liga-System schon sehr schätze. Wenn man den neuen Modus einführt, dann muss das Hand und Fuß haben. Etwas auszuprobieren, nur weil es neu ist, muss meiner Meinung nicht sein. Ob die genannte Vorteile wirklich was bringen, weiß ich auch nicht wirklich.”

Daniel Winklmaier, Trainer des TSV Peterskirchen:

“Ich bin sehr gespalten, was diese Neuerung angeht. Auf der einen Seite wären das aufgrund des neuen Ablaufs neue Erfahrungen. Außerdem würde es mehr Spannung geben, weil es gleich von Anfang an um wichtige Punkte geht. Auf der anderen Seite könnte das neue System auch ungerechter sein. Wenn du Pech hast im ersten Saison Teil, dann spielst du plötzlich nur noch gegen den Abstieg und kannst nichts mehr aufholen. Genauso wäre es auch, wenn du in eine Gruppe bist, in der nur gute Teams spielen. Auch mit dem Thema Transfer habe ich etwas Bauchschmerzen, weil sich die Teams, die um den Aufstieg spielen, dann kräftig um Spieler werben würden. Und durch den Modus könnte man viermal auf den gleichen Gegner treffen, da könnte es sein, dass beispielsweise Derby irgendwann ausgelaugt sind. Deshalb finde ich eigentlich eine komplette Saison gerechter, weil man am Ende dort steht, wo man leistungstechnisch hingehört.”

Hans Geiger, Abteilungsleiter TSV Siegsdorf:

“Der Modus ist mir eigentlich egal. Wichtig ist mir, dass wir nicht länger als in den November spielen und nicht im Februar wieder starten müssen. Das ist bei uns aufgrund der Witterungsverhältnisse schlichtweg nicht möglich. Ich bin froh, dass sich Personen Gedanken machen, wie man etwas verbessern kann. Uns geht es, vor allem in dieser Zeit, nur darum endlich wieder Fußball Spielen zu können.”

Thomas Stutz, Trainer des TuS Traunreut:

“Der neue Modus hat seinen Reiz und ich stehe dem aufgeschlossen gegenüber. Ich bin aber noch gespannt, wie das ganze genau abläuft, allen voran mit der genauen Gruppeneinteilung. Hier kann es zu Ungerechtigkeiten kommen. Die Spannung würde es aber erhöhen, da die Mannschaften gleich von Anfang an Gas geben müssen. Man sollte dem Pilotprojekt eine Chance geben, Rückschlüsse daraus ziehen und wenn es keine Option für die Zukunft ist, kehrt man zum alten System zurück. Das wäre kein Beinbruch.”

Meinungen aus dem Raum Rosenheim zum Zugspitz-Pilotprojekt: „Das Ligasystem ist das fairste von allen“

ma

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