Was macht eigentlich... Matthias Luginger?

In unserer neuen Rubrik stellen wir euch Fußballer vor, die in der Region aktiv waren und plötzlich von der Bildfläche verschwunden sind. Den Anfang macht Mathhias Luginger.

Was macht eigentlich... Matthias Luginger?

An sie erinnern können sich viele, doch nur, wer Fußball als Obsession betreibt, weiß wie ihre Karrieren weiterverlaufen sind. In unserer neuen Beinschuss-Rubrik: "Was macht eigentlich…?" stellen wir euch Fußballer vor, die einmal in der Region aktiv waren und dann von heute auf morgen von Bildfläche verschwunden sind. 

Beginnen werden wir mit Matthias Luginger, der 2010 von der Spielvereinigung Unterhaching zum TSV 1860 Rosenheim wechselte und unter Wolfgang Schellenberg als Nummer eins das Tor der „Sechziger“ hütete. Luginger stand in der Bayernligasaison 2010/2011 23-mal von Beginn an im Tor und wechselte nach dieser Spielzeit zurück zur SpVgg Unterhaching, wo er dem erweiterten Profikader angehörte.

Name:  Matthias Luginger

Geburtsdatum:  19.08.1990

Beruf:  Sportmanagement-Student, U17 Co-Trainer TSV 1860 München

Position:  Torwart, Spieler, Trainer

Vereine:  FC Bayern München, SpVgg Unterhaching, TSV 1860 Rosenheim, FC Ismaning, SC Oberweikertshofen, TSV 1860 München

Größte Erfolge:  U17 Deutscher Meister, A-Jugend Vizemeister

Heute, im Alter von nur 24 Jahren, steht der Sportstudent nicht nur auf, sondern in erster Linie neben dem Platz. Matthias Luginger fungiert seit der letzten Saison als Co-Trainer der B-Jugend Bundesligamannschaft des TSV 1860 München und hilft zudem als Feldspieler bei seinem Heimatverein in der Kreisliga aus.

Nach zwei Kreuzbandrissen in kürzester Zeit hat die Trainerkarriere mittlerweile Priorität, der Traum vom Fußballprofi ist somit ausgeträumt. Nichtsdestotrotz bleibt er dem Fußball treu und baut sich gerade nebenbei ein zweites Standbein auf. Der gebürtige Münchener hat seinen Bachelor in Sportwissenschaften abgeschlossen und studiert derzeit Sportmanagement an der HAM in Treuchtlingen.

Höhen und Tiefen in Rosenheim

Im Fußball sind es oftmals Verletzungen und Schicksalsschläge, die Träume platzen lassen und zum Nachdenken anregen. „Ich wollte immer Fußballprofi werden und habe sehr viel dafür investiert. Genau deshalb konnte ich nicht wirklich gut mit Rückschlägen umgehen“, auch Matthias Luginger hat sowohl Höhen als auch Tiefen in seiner bisherigen Laufbahn durchlebt und daraus gelernt.

Beim TSV 1860 Rosenheim war er im ersten Halbjahr die unangefochtene Nummer eins, vor Robert Mayer, der in Rosenheim auch zu diesem Zeitpunkt kein Unbekannter war. In der Winterpause kam mit Matthias Pongratz einer neuer Trainer nach Rosenheim, der den Kampf um die Nummer eins erneut eröffnete und beide Torhüter zunächst gleichstellte. Der damals 21-jährige Luginger ging als Sieger aus diesem Duell hervor und stand im ersten Rückrundenspiel von Beginn an im Tor.

Die „Sechziger“ verloren das Auftaktspiel gegen den SV Schalding-Heining knapp und der Trainer entschied sich infolgedessen für einen Torwartwechsel. Was danach geschah ist bekannt, der TSV 1860 Rosenheim legte eine sensationelle Rückrunde hin, befreite sich aus der Gefahrenzone und landete schließlich auf dem starken dritten Tabellenplatz in der Bayernliga Süd. „Der Trainer hat sich damals aufgrund seines Bauchgefühls für den Wechsel entschieden und wollte damit ein Zeichen setzten. Für mich persönlich war das nach den beiden Kreuzbandrissen der tiefste Punkt in meiner bisherigen Laufbahn“, so Luginger, der anschließend zurück zur SpVgg Unterhaching wechselte.

Kreuzbandriss als Wegweiser

In Unterhaching lief zunächst alles nach Plan. Luginger etablierte sich als Nummer eins in der U23, stand in den ersten fünf Saisonspielen von Beginn am auf dem Platz und gehörte sogar dem erweiterten Profikader an. Doch dann folgte ein erneuter Rückschlag, Luginger zog sich im Training einen Kreuzbandriss zu und musste daraufhin lange Zeit pausieren.

Er kämpfte sich zurück und feierte am 26. Spieltag, nur fünf Monate später, sein Comeback im Kasten der Hachinger. „Die Reha verlief super, nach nur fünf Monaten stand ich schon wieder zwischen den Pfosten. Ich wollte es unbedingt noch einmal wissen, im Nachhinein hätte ich vielleicht noch ein paar Wochen länger pausieren sollen“, so Luginger, der anschließend zum FC Ismaning in die Regionalliga wechselte und dort nur wenige Monate später erneut einen Kreuzbandriss im selben Knie erlitt.

„Der zweite Kreuzbandriss hatte mir die Augen geöffnet. In dieser Zeit habe ich mich vom aktiven Fußball distanziert und mich voll und ganz auf mein Studium konzentriert. Mit dem Beginn der Trainertätigkeit beim TSV 1860 München war das für mich auch nicht weiter schlimm, ganz im Gegenteil, ohne den zweiten Kreuzbandriss hätte ich diesen Schritt nie gewagt“, so Luginger weiter. In der vergangenen Saison stand der 24-Jährige noch aushilfsweise beim SC Oberweikertshofen in der Landesliga zwischen den Pfosten, aktuell hilft er neben seiner Trainertätigkeit gelegentlich bei seinem Heimatverein, dem FC Neuhadern, als Feldspieler aus. 

Christoph Herberth / beinschuss.de

Quelle: rosenheim24.de

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