Streitfall: Sperre gerechtfertigt?

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Dominik Schlosser (rechts) kurz vor seinem Platzverweis

Verbandsturnier hat Auswirkungen auf Privatturnier

Als Dominik Schlosser im letzten Gruppenspiel der Kreishallenmeisterschaft 2016 gegen Kastl des Feldes verwiesen wurde, war dem Kolbermoorer wohl selbst noch nicht klar, welche Konsequenzen dies nach sich ziehen würde.

Wegen Schiedsrichterbeledigung sah Schlosser die Rote Karte, die Kreishallenmeisterschaft war für den kantigen Allrounder beendet.

Nun wird Schlosser aber aller Voraussicht nach auch für die Endrunde im Sparkassenpokal gesperrt sein. Und dass, obwohl es sich bei diesem um ein Privatturnier handelt, die Kreishallenmeisterschaft dagegen ist ein offizielles Verbandsturnier.

Es droht sogar ein Punktabzug

"Bis das Sportgericht tagt, ist der Spieler für alle Wettbewerbe gesperrt, auch für Privatturniere", sagte Andreas Mayländer vom Bayerischen Fußball Verband gegenüber beinschuss.de.

"Wird der Spieler am Freitag eingesetzt, könnte es nachträglich eine weitaus längere Sperre zur Konsequenz haben. zudem droht dem Verein ein Punktabzug in der Verbandsrunde", ergänzte der Spielleiter der Bayernliga Süd.

So weit, so gut. Schiedsrichterbeleidigung hat im Fußball nichts zu suchen. Aber:

Privatturnier ist Privatturnier. Verbandsturnier ist Verbandsturnier. Wie kann es sein, dass sich der Verband in private Veranstaltungen einmischt?

Wo bleibt das individuelle Recht des Veranstalters, zu entscheiden, wer an seinem Turnier teilnehmen darf und wer nicht!?

"Bis das Sportgericht tagt, sollte der Spieler nicht eingesetzt werden", so die offizielle Sage. Nun wird sich bis Freitag in dieser Angelegenheit nichts mehr tun.

Der Spieler ist also zum Zuschauen verdammt. Und der Verband hat einmal mehr gezeigt, in welcher Machtposition er sich befindet.

Quelle: rosenheim24.de

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