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Hiller: „Ich war überall, nur nicht im Grünwalder“

TSV 1860 gewinnt Stadtderby gegen den FC Bayern - die Stimmen zum Spiel

Fans des TSV 1860 München im Grünwalder Stadion.
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Fans des TSV 1860 München im Grünwalder Stadion.

Der TSV 1860 München feierte einen 2:0-Derbysieg gegen den FC Bayern München II. Spieler des Spiels war neben dem Neuzugang Merveille Biakadi 1860-Keeper Marco Hiller, der nach einem heftigen Foul von Jousha Zirkzee weiterspielte und den Löwen zum Sieg verhalf. beinschuss.de hat die Stimmen zum Spiel zusammengetragen.

München - Der TSV 1860 München startete am Samstag mit einem enorm wichtigen Derby-Sieg gegen den FC Bayern München II in das Jahr 2021. Nach zuvor vier sieglosen Spielen gegen die kleinen Bayern, feierten die Löwen mal wieder Dreier im Stadtderby. Damit übernahm die Mannschaft von Cheftrainer Michael Köllner den zweiten Tabellenplatz in der 3. Liga, der FCB dagegen bleibt zwar über dem Strich, aber verpasste wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

TSV 1860 München geht durch ein Eigentor in Führung

Die Szene des Spiel ereignete sich in der 25. Minute. Joshua Zirkzee wollte vor 1860-Keeper Marco Hiller an den Ball kommen, traf diesen aber mit der offenen Sohle im Gesicht. Danach blieb Hiller erst regungslos liegen und sein Gesicht blutetet stark. Der Bayern-Youngster flog zurecht mit Rot vom Platz, Hiller spielte zur Überraschung aller weiter. Die Löwen nutzen die Überzahl dann aus und gingen in der 44. Spielminute in Führung. Phillipp Steinhart schlug einen Freistoß gefährlich in den Strafraum. Timo Kern wollte klären, grätschte den Ball aber an den eigenen Innenpfosten, von wo aus das Spielgerät ins Tor sprang.

Die Löwen hatten in der zweiten Hälfte die Chancen das Spiel frühzeitig zu entscheiden, ließen diese aber liegen und so wurde es zum Ende des Spiels noch einmal spannend. Die kleinen Bayern gaben nicht auf, scheiterten aber immer wieder am überragend haltenten Hiller. In zweiten Minute der Nachspielzeit machte die Köllner-Elf dann den Deckel drauf. Winter-Neuzugang Biankadi schloss einen Konter mustergültig ab und schob Hoffmann den Ball durch die Beine ins Tor.

Die Stimmen zum Spiel

Trainer Michael Köllner war kurz nach dem Abpfiff in der Kabine verschwunden. Er äußerte sich aufgrund privater Gründen nicht zum Derbysieg. Köllner hatte nach dem Spiel Tränen in den Augen. Laut Aussagen von Geschäftsführer Günther Gorenzel hat Köllner einen Todesfall im Familienkreis zu beklagen.

Günther Gorenzel (Geschäftsführer TSV 1860 München) vertrat Köllner bei der Pressekonferenz und sagte über..

... die Roten Karte: „Wir hatten dann die Doppelchance durch Greilinger und Mölders. Ansonsten war es sehr ausgeglichen. Dann kommt es zu dieser Aktion gegen Marco Hiller. Ich bewerte die Schiedsrichterentscheidung im Nachgang nicht, nehme es als Tatsachenentscheidung. Aber wenn ich mir sein Gesicht ansehe, dann sieht Marco aus, als ob er gegen Klitschko gekämpft hätte. Von dem her muss es eine Fremdeinwirkung gegeben haben.“

... das Spiel: „Der Treffer zum 1:0 vor der Pause war vielleicht etwas glücklich. Beim FC Bayern sind sehr viele hochtalentierte Spieler, die du selbst in Überzahl nicht immer im Griff haben kannst. Von daher sind wir froh, dass wir noch zum Schluss in der Umschaltbewegung das 2:0 machen konnten. Wir haben kollektiv in der Kompaktheit dagegengehalten, indem jeder alles für jeden gegeben hat. Das sieht man auch am Trainer, der in dieser schweren Situation zu seiner Mannschaft steht.“

.. das Debüt von Merveille Biakadi: „Bei Merv hat man in der einen oder anderen Situation gesehen – er ist jetzt zwei Wochen hier, es war das erste Spiel, wir haben im Training intern zwei Mal Elf-gegen-Elf gespielt –, dass vom Timing her, von der Abstimmung und dem Zusammenspiel noch etwas fehlt. Das kann nach zwei Wochen nicht so sein wie nach zwei Monaten. Aber man hat beim 2:0 gesehen, wo seine Stärken liegen: diese extreme Athletik, dieses extreme Tempo. Ich freue mich für ihn, dass er das 2:0 gemacht hat. Das hilft ihm sicher vom Selbstvertrauen, bei uns relativ schnell Fuß zu fassen!“

Marco Hiller (TSV 1860):Ich dachte erst, ich kann nicht weiterspielen, aber es ist ein Derby, da wollte ich weitermachen. Ich hab einen Schlag im Gesicht gespürt, dann war ich überall, nur nicht im Grünwalder Stadion. In der Halbzeit wurde es noch genäht. Die ganze Mannschaft kann stolz auf sich sein. Wir haben von den letzten vier Spielen gegen die Bayern keins gewonnen, heute hatten wir es uns fest vorgenommen, diese Serie zu beenden.“

FC Bayern München Cheftrainer Holger Seitz: „Die Jungs auf dem Feld haben wahrgenommen, dass sie besser im Spiel drin waren. Wir hatten gute Möglichkeiten, ich bin mit dem Auftritt wirklich zufrieden. Die Jungs haben sich reingehauen. Wir müssen den Kopf oben behalten, die Bereitschaft, alles zu geben, war heute auf jeden Fall gegeben. Die Rote Karte kann ich jetzt nicht genau beurteilen, ich glaube schon, dass es eine war.“

Nicolas Feldhahn (FC Bayern): „Die Partie ist schwer einzuordnen. Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht und waren auf Augenhöhe. Man kann schon Rot geben, es war aber keine Absicht. Für uns wird es dann schwer, wir haben bei den Toren zweimal nicht aufgepasst.“

Die Daten zum Spiel

Bayern München II: Hoffmann - Lawrence (82. Jastremski), Feldhahn, Richards - Stanisic, Vita - Dantas (69. Scott), Stiller - Kern - Arp (68. Dajaku), Zirkzee

TSV 1860 München: Hiller - Willsch, Belkahia (73. Wein), Salger, P. Steinhart - Moll, Tallig - Greilinger (46. Dressel), Neudecker, Biankadi (90.+3 Gresler) - Mölders

Tore: 0:1 Kern (44./Eigentor), 0:2 Biankadi (90.+2)

Gelbe Karten: Stiller (2), Stanisic (4) / Belkahia (1), Greilinger (5), Biankadi (1)

Rote Karte: Zirkzee (27./grobes Foulspiel) / -

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)

Zuschauer: keine

ma

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