Überlebenskampf in Rosenheim - Ein Derby wird zum Abstiegskrimi

Es ist angerichtet. Am Sonntag treffen um 10:30 Uhr der TSV 1860 und der Sportbund-DJK Rosenheim aufeinander. Das Spiel im Jahnstadion ist weit mehr als ein Stadtderby, es geht auf beiden Seiten ums nackte Überleben.

Als der TSV 1860 Rosenheim Mitte Juli des Jahres den Sportbund-Campus als Sieger verließ, rechneten wohl selbst die kühnsten Pessimisten nicht damit, dass man sich knapp vier Monate später im tiefen Abstiegskampf der Bayernliga Süd wiedersehen würde.

Die Realität aber findet die Sechziger und Sportbündler in den Niederrungen der fünfthöchsten deutschen Spielklasse wieder, 1860 steht auf einem direkten Abstiegsplatz, der Sportbudn-DJk nimmt einen relegationsrang ein.

Vier Punkte liegen beide Rosenheimer Mannschaft voneinander entfernt, die Situation ist in beiden Lagern mehr als bedrohlich. "Die Lage ist brandgefährlich. Wir müssen dringend punkten, immer nur gut mitspielen reicht nicht mehr aus", sagte Günter Güttler im Gespräch mit beinschuss.de.

"Leidenschaft, Emotion und Zweikämpfe"

Dem Sportbund-Coach machten die zwei Niederlagen gegen Bad Kötzting und Wolfratshausen noch sichtlich zu schafffen. Das kann man dem ehemaligen Bundesligaspieler auch nicht verdenken, denn aus beiden Spielen hätten die Grün-Weißen eigentlich sechs Punkte holen müssen, am Ende standen aber deren null.

Gegen Kötzting kassierte man innerhalb von zwei Minuten zwei Gegentore, gegen Wolfratshausen waren es satte drei Gegentreffer innerhalb von vier Minuten. "Das kannst du als Trainer machen, was du willst. Wir waren stark genug, die Punkte einzufahren und bringen uns dann mit solch unkonzentriertem Verhalten um den Lohn der Arbeit."

Für das Derby, dass zum echten Abstiegskrimi geworden ist, erwartet Güttler ein Spiel auf Augenhöhe, das sich über "Leidenschaft, Emotion und Zweikämpfe" definieren wird.

Volle Vorfreude auf ein hochwertiges Spiel

Auch sein Trainerkollege Patrick Peltram geht von einem umkämpften Spiel aus, dem es an Brisanz nicht mangeln wird. "Man muss ja nur auf die Tabelle schauen. Das sagt schon alles über das Spiel am Sonntag aus", sagte der 60-Coach gegenüber beisnchuss.de.

Wie Güttler hat auch  Peltram drei Punkte als erklärtes Ziel ausgegeben, seine Mannschaft "hat gut trainiert und ist voller Vorfreude auf ein sicher hochwertiges Derby".

Denn beide Rosenheimer Bayernligisten sind spielerisch zu mehr im Stande, als es die Tabelle auf den ersten Blick suggerieren mag. Die Bayernliga ist eine extrem physisch-geprägte Spielklasse, in der nicht immer der feinere Fußball die Oberhand behält.

Diese Erfahrung musste unlängst der Sportbund machen und ist TSV bereits im ersten Saisondrittel mehrfach wiederfahren. 

Quelle: rosenheim24.de

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