Zum Auftakt keine Punkte für die Sechziger

Den Start in die neu gegründete Regionalliga Bayern hat sich der TSV 1860 Rosenheim wohl anders vorgestellt. Die Sechziger mussten sich den Gästen aus Memmingen mit 0:2 geschlagen geben. Der FCM glänzte besonders durch eine tadellose Defensivarbeit und ließ die 1860-Stürmer auf Granit beißen. Dabei merkte das gut besuchte Kathrein-Stadion, dass der Weggang von Jungstürmer Andreas Voglsamer für den TSV nicht so einfach zu kompensieren ist. Zu Beginn der Partie tasteten sich beide Mannschaften erst einmal ab. Fehler und Gegentore mit allen Mitteln vermeiden war die Devise in den ersten 20 Minuten. Es lief die 24. Minute als die bis dahin erste Torszene zum Erfolg führte: Nach einem Freistoß von Marvin brachten die Hausherren den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Sebastian Bonfert nutzten den entscheidenden Patzer von Michael Kokocinski eiskalt aus und beförderte die Kugel vom linken Fünfereck zum 0:1 unter die Querlatte. Diese Szene sollte das einzige Highlight in den ersten 45 Minuten bleiben, wobei gesagt werden muss, dass Memmingen in dieser Zeit die überlegene Mannschaft war.


 

Dieses Bild wollte 1860-Coach Dirk Teschke durch seine Pausenansprache ändern: „Ich habe der Mannschaft in der Pause klipp und klar gesagt, dass ich jetzt ihr anderes Gesicht sehen will. Das haben wir anschließend auch ganz ordentlich umgesetzt. Man hat gesehen, dass wir dem Ausgleich näher waren als memmingen dem 0:2.“ Dass die Pausenansprache gefruchtet hatte merkte man dem TSV vor allem in den ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte an. Die Mannschaft versuchte mit allen Mitteln den Druck zu erhöhen. Doch es blieb beim Versuch. Trotzdem war 1860 in der zweiten Halbzeit die agilere Mannschaft. Es blieb aber beim optischen Vorteil. Ein Schuss von Dominik Haas nach Ablage von Freddy Schramme ging über den Kasten von Gästekeeper Kirchenmaier - das wars. Ansonsten standen die Gäste auch in den zweiten 45 Minuten in der Abwehr sehr sicher und ließen durch das Zentrum so gut wie gar nichts durch.


 

Den letztendlichen Grund für die Pleite sah Teschke allerdings neben der mangelnden Offensive woanders: „Das ist die vierte Liga. Da werden kleine Fehler knallhart bestraft. Memmingen hatte die nötige Routine für diesen Sieg.“ Diese Ansicht des Trainers traf beim zweiten Gegentor zu. Der schnelle FC-Youngster Florian Makoru setzte nach einem langen Ball mehrfach gegen die 1860-Abwehr durch, gab nicht auf und staubte letztendlich zum Endstand ab, als eine eigentliche Glanzparade von TSV-Keeper Mayer in der 72. Minute vor seinen Füßen landete. Memmingens Co-Trainer Thomas Reinhardt kommentierte das Spiel so: „Es war ein hochverdienter Sieg füruns, wir sind gut gestanden. Rosenheim hatte anfangs vermutlich zu viel Respekt.“

Quelle: rosenheim24.de

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