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SpVgg Bayreuth veröffentlichte offenen Brief

"Skandalöses Vorgehen" - Regionalligist kritisiert Vorhaben des BFV deutlich

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Bayreuth - Deutliche Kritik übt der Regionalligist SpVgg Oberfranken Bayreuth an dem Vorhaben des BFV, die Saison bis zum 31. August ruhen zu lassen und dann zu Ende zu spielen. Deshalb veröffentlichte die SpVgg einen offenen Brief.

Der Bayerische Fußball-Verband veröffentlicht am Montagnachmittag, den 20. April, das Ergebnis der Umfrage unter den Vereinen, ob die Saison 2019/20 am 1. September fortgeführt werden soll. Der Regionalligist SpVgg Oberfranken Bayreuth wandte sich mit einem offenen Brief an den Verband. Darin machen die Oberfranken deutlich, dass sie mit dem Lösungsvorschlag des BFV nicht einverstanden sind und fordern einen Abbruch der Saison und eine Planung eines Neubeginns im Sommer. Zwar gilt das BFV-Modell vorerst nur bis zur Bayernliga, doch die BFV-Verantwortlichen kündeten an, dass auch in der Regionalliga ein ähnliches Szenario geplant sei. "Wir erhoffen aus der Regionalliga Bayern Zuspruch zu erhalten und dadurch ein Umdenken beim BFV auszulösen", schreibt die SpVgg in ihrem Brief.

"Können Arbeitsrecht nicht außer Kraft setzten"

Aus Sicht der Oberfranken ergeben sich Probleme im Bereich Arbeitsrecht, Wirtschaftlichkeit und Spielbetrieb. Außerdem würde sich dadurch eine sportliche Wettbewerbsverzerrung ergeben. Beim Arbeitsrecht macht der Regionalligist darauf aufmerksam, dass die Vertäge mit Spielern nur bis zum 30. Juni gelten. "Kein Spieler kann nach bundesdeutschen Arbeitsrecht dazu gezwungen werden, über den 30. Juni hinaus bei einem Verein zu spielen und kein Verein kann gezwungen werden, einen Spieler länger als diese Vertragsfrist zu beschäftigen", so die SpVgg. Zwar betonte BFV-Geschäftsführer Igelspacher zuletzt, dass der Ablauf von Verträgen angepasst werden soll, doch die Bayreuther weisen darauf hin: "Die FIFA, der DFB und der BFV mögen mächtige Organisationen sein, aber sie können deutsches Arbeitsrecht nicht außer Kraft setzen." Deshalb geht der Regionalligist davon aus, dass durch diese Empfehlung den Vereinen "kostspieligen Rechtsstreitigken vor den Arbeitsgerichten" drohen.

"BFV scheint sich weit von den Vereinen entfernt zu haben"

Das Fortsetzungs-Modell des BFV würde außerdem die Wirtschaftlichkeit der Vereine bedrohen. Der größte Teil zur Finanzierung stamme von Sponsorengeldern. Auch hier gelten die Verträge nur bis 30. Juni und danach müssten neue gewonnen werden. "Keinem Sponsor kann glaubhaft vermittelt werden, wo der Werbe- und Kommunikationswert eine Alt-Saison liegen soll", so der Regionalligist weiter. "Der BFV scheint sich weit von seinen Vereinen entfernt zu haben, wenn er glaubt, dass eine solche Entscheidung wirtschaftlich von den Vereinen in der Mehrzahl getragen wird." 

Die Regionalliga ist eine Schnittstelle zur 3. Liga und damit zum Profi-Fußball ist. Die oberen drei Ligen wollen nach aktuellen Stand die Saison ohne Zuschauer zu Ende spielen und damit in ihrem Spielrhythmus bleiben. Ein Aufsteiger könnte nach dem BFV-Modell aber erst im November ermittelt werden. "Bei einem Abbruch der Saison wäre die SpVgg Bayreuth dagegen bereit, aktuelle Tabellenstände für einen Aufstieg zu akzeptieren. Der Verband könnte regeln, keine Mannschaft absteigen zu lassen oder eine Relegationsrunde mit den Bayernligisten der 5. Liga zu spielen. Alles wäre leicht regelbar und gut zu entscheiden", teilen die Oberfranken mit.

SpVgg Bayrreuth kündigt rechtliche Schritte an

"Die SpVgg Bayreuth kündigt mit Entschlossenheit an, sich gegen das Vorhaben des Bayerischen Fußball-Verbandes, die Spielzeit sinnlos, aber kostenintensiv, gegen zahlreiche Rechtsverpflichtungen verstoßend zu verlängern, auch gegebenenfalls unter Einlage von Rechtsmitteln zu stellen", schließt der Regionalligist seine Stellungnahme. "Sorgen Sie sich nicht um den bloßen Erhalt von Spielplänen, sondern sorgen Sie sich um das Wohl Ihrer Vereine!"

ma

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