Durchatmen bei 1860 - Relegation erreicht

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Riesenjubel bei 1860 nach dem Sieg über Schweinfurt

Der TSV 1860 Rosenheim hat den direkten Abstieg aus der Regionalliga Bayern mit einer starken Vorstellung gegen Schweinfurt verhindert.

Aus dem Jahnstadion berichtet Martin Weidner

Es war spannend, es war knapp, es war heiß umkämpft, doch am Ende hat es gereicht: Der TSV 1860 Rosenheim hat am vorletzten Regionalliga-Spieltag einen lebenswichtigen 2:1 (1:0)-Heimsieg gegen den 1. FC Schweinfurt 05 eingefahren und sich damit mindestens die Relegation gesichert.

Einen Spieltag vor Saisonende stehen die Innstädter mit 36 Punkten auf dem 15. Tabellenplatz und haben drei Punkte Luft auf den ersten direkten Abstiegsplatz, auf dem die SpVgg Bayern Hof rangiert. Da Rosenheim den direkten Vergleich, der in der Regionalliga ausschlaggebend ist, gegen Hof gewonnen hat, und zudem das klar bessere Torverhältnis im Vergleich zu Schweinfurt (33 Punkte) und Hof aufweist, ist der Relegationsplatz abgesichert.

Starke erste Hälfte legt den Grundstein

Die hoch motivierten Sechziger erwischten einen Start nach Maß. Es lief die 8. Minute, als Markus Einsiedler einem abgefälschten Ball hinterher hetzte und dabei unbeholfen von Schweinfurts Keeper Matthias Gumbrecht von den Beinen geholt wurde – klarer Fall, Elfmeter! Kapitän Michael Kokocinski erledigte diese Aufgabe souverän – 1:0 (9.).

Rosenheim hatte das sehr intensive Geschehen in der Folge recht gut im Griff und in der 31. Minute die Riesenchance zum 2:0. Einsiedler verlängerte einen hohen Ball, woraufhin Charly Kunze frei vor Gumbrecht stand. Sein feiner Heber landete allerdings am linken Pfosten. Die Unterfranken hatten bis zur Pause nur eine halbe Chance, bei der Direktabnahme von Max Schebak fehlten allerdings einige Meter (36.).

Dramatik nach dem Seitenwechsel

Nach dem Seitenwechsel änderten sich die Kräfteverhältnisse etwas. Schweinfurt ergriff nun gezwungenermaßen immer mehr die Initiative. Wirklich klare Gelegenheiten konnte man aber an einer Hand abzählen. Ein Flachschuss und ein Freistoß von Steffen Krautschneider (50./90.), ein Versuch von Marino Müller aus spitzem Winkel (75.) und ein Getümmel, bei dem der Ball im Sechziger-Gehäuse landete (85.).

Schiedsrichter Andreas Hartl hatte aber ein Foulspiel gesehen und abgepfiffen. Sekunden später erzielte Joker Besart Murtezi, ein U19-Spieler, mit einem Flachschuss aus 20 Metern die Vorentscheidung. Murtezi und Hartl standen auch in der Nachspielzeit noch einmal im Mittelpunkt, als der Referee ein Handspiel des Kosovaren ahndete, ihm Gelbrot zeigte und auf den Elfmeterpunkt zeigte. Krautschneider verwandelte sicher zum 2:1-Endstand (90.+2).

Smartphones laufen heiß - Jubel brandet auf

Mit einem Auge schielten Fans und Verantwortliche auf das Geschehen in Heimstetten, wo Bayern Hof zu Gast war. Als Hof wenige Minuten vor Spielende zum 2:2 ausglich, sah es so aus, als müsste 1860 bis zum letzten Spieltag um den Relegationsplatz kämpfen. Doch dann ging plötzlich lauter Jubel durchs Jahnstadion. Heimstetten erzielte in der Nachspielzeit das 3:2 und leistete somit wertvolle Schützenhilfe für Rosenheim..

„Rosenheim hat toll gefightet und deswegen verdient gewonnen. Der frühe Rückstand war bitter für uns, danach war es sehr schwer“, sagte Schnüdel-Trainer Gerd Klaus. Sein Kollege Thomas Siegmund durfte angesichts, dass der direkte Abstieg bereits sicher vermieden ist, erst einmal durchatmen: „Der Druck in dieser Woche war enorm. Unglaublich, was die Jungs heute geleistet haben. Unser Ziel waren heute die drei Punkte und sicher in der Relegation zu stehen. Das ist uns gelungen.“

 

Das Spiel in der Statistik:

TSV 1860 Rosenheim – 1. FC Schweinfurt 05 2:1 (1:0)

TSV 1860 Rosenheim: Mayer – C. Wallner, Kokocinski, Potenza, Achatz – Sari – Kunze (65. Masberg), Salifou, Köhler (89. Lenz), Einsiedler – Majdancevic (78. Murtezi) – Trainer: Siegmund/Peltram.

1. FC Schweinfurt 05: Gumbrecht – Messingschlager (7. Schebak), Hetzel, Janz, Lunz – Seufert (62. Häcker) – Mache, Kraus (49. Heyer), Krautschneider, Fery – Müller – Trainer: Klaus.

Schiedsrichter: Hartl (Aicha v. Wald/Ndb.).

Zuschauer: 600.

Gelb: Sari, Potenza, Murtezi / Lunz.

Gelbrot: Murtezi (90.+2, Unsportlichkeit und Handspiel).

Tore: 1:0 (9.) Kokocinski (Foulelfmeter), 2:0 (86.) Murtezi, 2:1 (90.+2) Krautschneider (Handelfmeter).

Bes. Vorkommnisse: keine.

Quelle: rosenheim24.de

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