TSV 1860 Rosenheim - FC Bayern München II 2:1

Traumtor in der 92.! Rosenheim bezwingt die Bayern!

Brilliant in Szene gesetzt von seinen Teamkollegen Sascha Marinkovic und Ludwig Räuber avancierte Sechzigs Linor Shabani zum Matchwinner in letzter Minute!
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Brilliant in Szene gesetzt von seinen Teamkollegen Sascha Marinkovic und Ludwig Räuber avancierte Sechzigs Linor Shabani zum Matchwinner in letzter Minute!

Rosenheim - Bei bestem Fußballwetter wurden 1.000 Zuschauer im Rosenheimer Jahnstadion Zeuge einer ganz starken Vorstellung des TSV 1860 Rosenheim gegen die Zweitvertretung des FC Bayern München. Mit Elan und Courage waren die Sechziger gegen die Bayern das bessere Team - hatten nur eine etwa zwanzigminütige Schwächeperiode zu überstehen. Am Ende holten sie sich mit einem Last-Minute-Traumtor den erträumten Heimsieg.

Die Rosenheimer begannen das Spiel gegen die kleinen Bayern mit jeder Menge Dampf. Und dem dementsprechenden Selbstvertrauen. Von Beginn an versuchten sie die in der Krise (kein Sieg in drei Partien nach der Winterpause) befindliche Zweitvertretung des Rekordmeisters aus der Landeshauptstadt unter Druck zu setzen. Die mutige Spielphilosophie des Neu-Trainers der Sechziger Tobias Strobl zeigte Wirkung. Rosenheim, auch selbst mit viel Ballbesitz, schlug immer wieder auch den Weg nach vorne ein. Das sah richtig gut aus.


Die Zweite des FC Bayern hingegen tat sich schwer hier ins Spiel zu kommen. Bereits auf der kurzen Anreise hatten die Münchner Probleme mit einem Busschaden, das Kracher-Spiel begann daraufhin mit zwanzigminütiger Verspätung, die Fans skandierten aufgrund der 0:2 Niederlage gegen die Junglöwen "Derby-Versager" - und die Rosenheimer standen ihnen auch noch auf den Füßen und erwiesen sich als äußerst unangenehmer, konsequenter und in jedem Zweikampf präsenter Gegner.

Mayerl belohnt engagierten Beginn mit der Führung

Schon nach neun Minuten belohnten sich die Rothemden für ihren engagierten Beginn. Freistoß für den TSV 1860 aus zentraler Position etwa 28 Meter vor dem von Leo Weinkauf gehüteten Gehäuse der Gäste. Der emsige Maximilian Mayerl nahm sich der Aufgabe an - sein satter Schuss wurde von der Mauer abgefälscht, die daraus entstehende Bogenlampe schlug unhaltbar für den auf dem Weg in die andere Ecke befindlichen Weinkauf im Tor der Münchner ein! 1:0 - ein Auftakt nach Maß.


Service:

Nach einer knappen Viertelstunde dann die erste Torannäherung der behäbigen Bayern. Raphael Obermair, der Ex-Rosenheimer der mittlerweile auf der rechten Seite der Münchner unterwegs ist, schlug einen Freistoß in den Strafraum, dort kam im Gewühl einer seiner Mitspieler zum Kopfball - doch Sechziger-Keeper Dominik Süßmaier war da und parierte klasse.

Rosenheim gut im Spiel - Strobl mit taktischen Kniffen

Rosenheim war gut drin in diesem Spiel, zeigte sich und immer wieder auch gelungene Ansätze. Überraschender Weise mit Rückkehrer Valentin Hauswirth in vorderster Front - Daniel Majdancevic fehlte gelb-gesperrt, hier hatte Strobl in die Trickkiste gegriffen. Das wirkte jederzeit gefährlich - auch wenn bis auf zwei, drei Halbchancen offensiv nichts weiteres dabei heraussprang. Variable Spielanlage und Einstellung passten, gegen den Ball wurde konzentriert gearbeitet - dementsprechend wenig brachten die Bayern ihrerseits offensiv zustande. Die Sechziger mit eindeutig mehr Zugriff auf das Spielgeschehen.

1860 Rosenheim - Bayern II

TSV 1860 Rosenheim - FC Bayern München II
TSV 1860 Rosenheim - FC Bayern München II © Beinschuss
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Dennoch kassierten sie den Ausgleich. Doch die Münchner brauchten für diesen ebenfalls einen Standard - und die Hilfe des Schiedsrichters. In einer unübersichtlichen Situation zentral vor dem Strafraum der Einheimischen entschied Andreas Hummel auf Handspiel - doch der Rosenheimer war mit an den Körper angelegten Armen aus weniger als zwei Metern angeschossen worden. Eine zumindest umstrittene Entscheidung. Bayerns Tim Häußler war das egal - er zirkelte den Freistoß aus zwanzig Metern herrlich und unhaltbar über die Mauer ins rechte Kreuzeck (27.)!

Nach dem Ausgleich bekommen die Sechziger Probleme

In der anschließenden Viertelstunde bis zur Pause hatten die Bayern dann ihre stärkste Phase in diesem Spiel. Ein regelrechtes Zwischenhoch. Die Rosenheimer wurden durch den Ausgleich erheblich durcheinander gebracht, verloren ihren Faden, wirkten kurzzeitig etwas aus der Bahn geworfen. Jetzt hatte plötzlich Bayern das Spiel im Griff - und Sechziger hatten Mühe sich gegen immer stärker aufdrehende Gäste zu behaupten. Aber sie konnten sich ja auch noch auf ihren an diesem Tag bärenstarken Torhüter Süßmaier verlassen.

Nur zwei Minuten nach dem Treffer der Münchner flankte Obermair von rechts herein, in der Mitte köpfte Torsten Oehrl aus zwölf Metern - Süßmaier rettete mit der nächsten Riesenparade (29.)! Gleich darauf der nächste Hochkaräter für die Bayern: Wieder bereitete Obermair über rechts vor - Marco Hingerl verpasste seine scharfe Flanke im Zentrum nur um Haaresbreite, der von links hereingesprintete Oehrl setzte den Ball bei seiner Direktabnahme am rechten Pfosten vorbei (31.). Die Rosenheimer jetzt im Glück - aber sie retteten sich und das Unentschieden in die Halbzeitpause.

In Halbzeit Zwei übernehmen wieder die Hausherren

Nachdem sie sich in dieser regenerieren konnten, kamen sie wieder stärker zurück auf das Feld. Nicht mehr ganz so dynamisch wie in den ersten 25 Minuten - aber in jedem Fall stärker als ihr Münchner Gegenüber. Von den Bayern war insgesamt erstaunlich wenig zu sehen - bedenkt man die hohen Ansprüche des Rekordmeisters muss man konstatieren: zu wenig. Ganz anders hingegen die Hausherren: Forsch, zielstrebig und sogar einer Portion Abgeklärtheit machten sie sich daran, die kleinen Bayern zu bearbeiten. Und zu bespielen.

In der Abwehr machte Kapitän Matthias Heiß das gewohnt starke Spiel - agierte mit eine Ruhe in jeder Situation, die bemerkenswert ist. Heiß war der absolute Chef im Ring der Rosenheimer Defensive, die so gut organisiert kaum etwas anbrennen ließ - und das merkte man wohltuend in jeder Minute dieses Aufeinandertreffens. Daneben lieferten vor allem Torschütze Mayerl, Räuber und Hauswirth eine beachtliche Partie. Und wenn doch einmal etwas durchkam, war da wie gesagt Süßmaier.

Sechziger mit ganz starker Mannschaftsleistung

Doch der bekam nicht mehr allzuviel zu tun im zweiten Durchgang. Das Spiel verlief insgesamt etwas ruhiger als die ersten 45 Minuten - aber das dominantere Team und das einzige, welches hier zu Torchancen kam, waren die Sechziger. Sie verdienten sich ihre Vorteile vor allem in der letzten halben Stunde: Jetzt waren sie wieder genau so aggressiv, kampfstark und zielstrebig wie in ihrer starken Anfangsphase. Die Bayern dagegen wirkten uninspiriert, fast lustlos - und vor allem mit der Gangart der Gastgeber überfordert. So hatten sie der Tatsache, dass die Rosenheimer hier das Spiel machten wenig entgegenzusetzen.

Nach 56 Minuten die Großchance für Sascha Marinkovic: Philipp Maier setzte sich auf rechts durch, passte in die Mitte - wo Marinovics Versuch aus etwa zwölf Metern knapp am linken Pfosten vorbeistrich. Einige Minuten später die nächste gefährliche Szene der Hausherren: Marinkovic steckte den Ball schön durch auf den durchgestarteten Hauswirth - doch der konnte das Leder am Ende nicht kontrollieren (68.). Danach probierte sich Maier an einem Gewaltschuss, als sich ihm in zentraler Position aus 26 Metern die Abschlussgelegenheit bot: Der Ball kam mittig, Weinkauf musste prallen lassen - aber schnappte sich das Leder im Nachfassen.

Was für ein Finish! Shabani jagt die Kugel in die Maschen!

Als sich nach und nach alle auf ein Unentschieden einstellten, zeigte der Schiedsrichter eine Minute Nachspielzeit an. Und die Rosenheimer machten unbeirrt weiter. Die Zusatzminute sollte ihnen reichen: Marnkovic setzte sich über links durch, drang in den Strafraum ein, konnte geblockt nicht abschließen - und legte zurück auf Räuber. Der schüttelte einen exakt getimeten Diagonalball aus dem Fuß - der ging genau über die Köpfe von Bayerns Abwehrspielern hinweg und wurde zur perfekten Vorlage für den eingewechselten Linor Shabani. Shabani ging volles Risiko, nahm das Ding mit dem Vollspann volley - und donnerte es von rechts absolut unhaltbar ins lange Eck (92.)!

Ein Traumtor! Ein Wahnsinn! Und die Krönung für eine außerordentlich starke Leistung der Sechziger an diesem Tag. An dessen Ende ein glücklicher aber verdienter Heimerfolg stand. Riesenjubel im Jahnstadion. Die zahlreichen Zuschauer, die den Weg hierhin gefunden hatten, bereuten ihn nicht. Das war Werbung für den Rosenheimer Fußball. Und bekam das entsprechende Bilderbuchfinish.

Verdienter Last-Minute-Erfolg - Rosenheim sieben Punkte über dem Strich

1860 jetzt auf Rang Zwölf - knackt die 30-Punkte-Marke und hat jetzt beruhigende sieben Zähler Vorsprung auf den TSV Buchbach und den ersten Relegationsplatz. Wer die Sechziger und vor allem ihr Auftreten an diesem Tag erlebt hatte, kann am Klassenerhalt kaum zweifeln.

Quelle: rosenheim24.de

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