Vorschau: TSV 1860 Rosenheim - FC Bayern II

"Ein Saison-Highlight": Obermair mit den Bayern zu Gast

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Raphael Obermair (links) im Bayern-Dress, früher trug er das Trikot des TSV 1860 Rosenheim - das sitzt jetzt bei Ludwig Räuber.

Rosenheim - Es ist wieder soweit: Es herrscht eine besondere Stimmung an der Rosenheimer Jahnstraße, denn nach dem Aufstieg in die Regionalliga gastiert der FC Bayern München wieder an der Mangfall: Die Sechziger geben sich keineswegs gleich vor der Partie geschlagen.

Wenn der FC Bayern zu Gast ist, dann ist er auch Favorit in Rosenheim - auch wenn es "nur" die kleinen Bayern sind. Daran ändert auch nichts, dass sich die Truppe von Noch-Trainer Heiko Vogel nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat in dieser Spielzeit. Klar, Unterhaching längst enteilt und kann schon für die Playoffs zur 3. Liga planen.


Doch der FCB musste sich erst am Sonntag geschlagen geben - ausgerechnet im Stadtderby mit den Münchner Löwen, die dadurch an der Zweitvertretung des Deutschen Rekord-Champions vorbeizogen. 39 Punkte, Augsburg und Burghausen nur mit einem Punkt dahinter auf den Rängen 4 und 5.

Zweiter Sieger im Derby


Die Ansprüche an der Säbener Straße sind traditionell hoch, auch in der Regionalliga Bayern. Deswegen wird der FC fast schon liefern müssen im Südosten. Dort, wo sich der TSV 1860 Rosenheim als Aufsteiger tapfer präsentiert. Nur die 0:3-Pleite am vergangenen Wochenende daheim gegen Memmingen sorgte für einen ersten, wenn auch noch kleinen Dämpfer im neuen Jahr: 

„Wir haben die Niederlage gegen Memmingen sorgfältig aufgearbeitet und wissen sehr wohl, dass wir konzentrierter und mit mehr Überzeugung auftreten müssen. Gegen die U23 von Bayern München zu spielen ist definitiv ein Saison-Highlight für den ganzen Verein. Wir haben, wie jeden Gegner auch die Bayern-Amateure genauestens analysiert, um die Jungs bestmöglich auf das bevorstehende Spiel einstellen zu können", so Robert Mayer, der Co-Trainer.

Obermair wieder in Rosenheim

Niederlage abgehackt, der Blick geht nach vorne zum FC Bayern. In dessen Reihen kickt seit geraumer Zeit Raphael Obermair, der im abgelaufenen Sommer vom Inn an die Isar wechselte. Dort ist er mittlerweile ein etablierter Spieler, in der Winterpause reiste er sogar mit den Profis nach Doha ins Trainingslager. Nun wieder an die Jahnstraße nach Rosenheim - wenn auch diesmal als Gast.

Coach Vogel erhöhte schon vor der Partie deutlich den Druck auf das Team aus der Landeshauptstadt: Im Interview auf der vereinseigenen Homepage forderte er "eine klare Reaktion in die richtige Richtung" seiner Truppe nach den durchwachsenen Leistungen in den zurückliegenden Partien. Auch warnte er vor den starken Offensivspielern der Rosenheimern.

Zwei Gesperrte wieder an Bord

Der Trainer des TSV 1860, Tobias Strobel, kann indes wieder auf Abwehrchef Heiß zurückgreifen, er hat ebenso wie Maier seine Gelbsperee abgesessen. Auch das Rahmenprogramm rund um die Partie, die am Sonntag um 14 Uhr angepfiffen wird, macht deutlich, dass es ein besonderes Spiel wird. Nicht nur für Rückkehrer Obermair.

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