TSV 1860 Rosenheim - FC Memmingen 0:3

1860: Erster Rückschlag im neuen Jahr!

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Korrekturbedarf! Tobias Strobel wird nach der Pleite an der Jahnstraße gegen Memmingen nicht zufrieden sein.

Rosenheim - Letzte Woche in Garching gelang Rosenheim der perfekte Start mit dem neuen Coach, jetzt muss Trainer Tobias Strobel die erste Niederlage einstecken. Gegen Memmingen war es zumindest auf dem Papier eine klare Sache, eingeleitet wurde die Pleite durch einen kapitalen Bock des Keepers:

Der TSV 1860 Rosenheim verliert die erste Begegnung nach der Winterpause auf heimischen Geläuf gegen den FC Memmingen deutlich mit 0:3 Toren. Im Vergleich zur Vorwoche musste Trainer Tobias Strobl auf Grund von Gelbsperren auf Kapitän Mathias Heiß und Philipp Maier verzichten. Dafür liefen von Beginn an Linor Shabani und Valentin Hauswirth auf, Michael Denz rückte auf die Innenverteidiger Position zurück. 


Die Partie war kaum angepfiffen, da stand es schon 1:0 für die Gäste. Nach einem Rückpass aus dem Mittelfeld zu Torhüter Dominik Süßmaier möchte dieser den angreifenden Daniel Eisenmann ausdribbeln. Sein Versuch scheitert jedoch kläglich, der Memminger kann den Ball erobern und läuft mit dem Spielgerät ins völlig verwaiste 60er Tor (4.). Ein wirklich kapitaler Bock vom Rosenheimer Keeper. 

Der frühe Treffer passte den routinierten Gästen genau ins Konzept. Mit einigen Fouls und gelegentlichem Zeitspiel versuchten die Allgäuer die Heimelf gar nicht ins Spiel kommen zu lassen. Dies gelang der Elf von Trainer Stefan Anderl in der ersten Hälfte vorzüglich. Es entwickelte sich daher eine äußerst zähe und zerfahrene Partie auf sehr tiefem und schwierig zu bespielendem Geläuf. Die Rosenheimer waren bemüht ein wenig Struktur in ihr Spiel zu bekommen, dies gelang ihnen jedoch bis dato nicht.


Engagiert, aber erfolglos!

Die Memminger hätten sogar nach etwa 30 Minuten Spielzeit durch einen Weitschuss von Branko Nikolic, der nur knapp über das 60er Gehäuse streifte sowie einen durch Spielmacher Muriz Salemovic abgeschlossenen Konter, der aus halbrechter Position das Leder an den Pfosten nagelte, die Führung erhöhen können. Von der Heimelf war bisher offensiv noch nichts zu sehen, dies änderte sich jedoch zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff. Nach einem Eckball kommt Danijel Majdancevic aus kurzer Distanz an den Ball und zwingt den Gäste-Torhüter Martin Gruber per Hacke zu einem tollen Reflex. 

Service:

Das wars dann auch schon von Halbzeit Eins, mit der nicht unverdienten 1:0-Führung für die Allgäuer gehen beide Teams in die Kabine. Nach Wiederanpfiff merkte man den Hausherren an, dass sie sich mehr und mehr ins Spiel kämpfen wollten. Doch bis auf Weiteres trugen die Bemühungen der Rothemden keine Früchte, die Gäste-Abwehr um Kapitän und Torwart Martin Gruber stand sattelfest, man konnte sich einfach nicht gefährlich in den 16er reinarbeiten. Die Angreifer der Heimelf hingen bis dato in der Luft und bekamen keine bzw. nur wenige Bälle, die sie verwerten konnten. 

Nach etwa einer Stunde Spielzeit jedoch hätte Danijel Majdancevic beinahe ausgleichen können. Eine flache Hereingabe von der rechten Seite wollte der Rosenheimer Stürmer per Hacke ins Tor bugsieren. Er traf aber den Ball nicht optimal, sodass dieser lediglich ins Toraus trudelte. Das war bisher die größte Chance der Strobl-Elf. Die Rosenheimer waren nun im Spiel und setzten die Allgäuer immer mehr unter Druck. Doch die routinierten und erfahrenen Kicker ließen die Angreifer der Heimelf immer mehr verzweifeln. Es war einfach kein Durchkommen möglich.

Memmingen macht alles klar - auch auf der Anzeigentafel

Stattdessen setzten die Anderl-Schützlinge in Persona von Muriz Salemovic den Hausherren fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit den Todesstoß. Aus halbrechter Position und etwa 12 Metern Torentfernung schließt der Top-Vorbereiter der Liga gekonnt ins lange Eck ab. Die 60er versuchten trotz zweifachem Rückstandes nochmal alles, jedoch bis auf eine Linner-Chance, die Torhüter Gruber stark entschärfte, konnten keine weiteren Torabschlüsse verzeichnet werden. Nach einem Konter fiel sogar noch das 0:3, Furkan Kircicek schloss unhaltbar für Keeper Süßmaier zum Endstand ab. 

Die Niederlage fiel sicherlich um ein oder zwei Tore zu hoch aus, aber die erfahrene Mannschaft aus dem Allgäu nahm unterm Strich verdient die drei Punkte mit. Der frühe Treffer spielte den Mannen von Trainer Stefan Anderl in die Karten, die junge Elf von 1860 Rosenheim fand hingegen an diesem Tag einfach kein probates Mittel, die gut organisierte Abwehr dauerhaft unter Druck zu setzen und Chancen zu kreieren. 

Der mit der Zeit immer schwerer zu bespielende Rasen erschwerte es den Mannen um Ersatz-Kapitän Georg Lenz zudem, den Rückstand aufzuholen. Das Spiel muss von Seiten des TSV 1860 Rosenheim einfach schnellstmöglich abgehackt werden, es gibt einfach solche Tage an denen nicht allzu viel klappt. Am folgenden Spieltag steht bereits die nächste Heimpartie an, es kommt die zweite Mannschaft des FC Bayern München in die Innstadt, da sind die Karten wieder neu gemischt.

Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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