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TSV Buchbach - SV Wacker Burghausen 3:1

Bärenstarke Buchbacher düpieren Wacker im Derby!

Buchbach obenauf! TSV-Kapitän Aleksandro Petrovic und Neuzugang Dusan Jevtic bejubeln einen der drei Treffer der Hausherren im Derby gegen Wacker Burghausen.
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Buchbach obenauf! TSV-Kapitän Aleksandro Petrovic und Neuzugang Dusan Jevtic bejubeln einen der drei Treffer der Hausherren im Derby gegen Wacker Burghausen.

Buchbach - Mit einer richtig starken Vorstellung ist dem TSV Buchbach gegen den favorisierten SV Wacker Burghausen tatsächlich der große Coup gelungen. Am Ende von neunzig heißen und umkämpften Minuten gingen die abstiegsbedrohten Gastgeber vor 1.500 Zuschauern verdientermaßen als Sieger vom Platz. Und sie hatten nicht nur irgendwie gewonnen - sondern vollends überzeugt. Durch das Mehr an Willensstärke und Mut, welches sie den Burghauser Gästen an diesem Abend voraus hatten.

Das brisante Regionalduell begann sofort furios. Und mit einem Tor. Für den Außenseiter! Die Buchbacher trauten sich vom Anpfiff weg gleich etwas zu, spielten ungeachtet ihres prekären Tabellenstandes und der Favoritenstellung des großen SV Wacker selbstbewusste Angriffe. Und gleich einer ihrer ersten Gegenstöße war erfolgreich: Patrick Walleth bediente mit Übersicht und einem feinen Flachpass aus etwa 30 Metern Torentfernung aus dem Zentrum heraus Patrick Drofa halbrechts im Strafraum. Der zog aus zwölf Metern entschlossen ab - und schon zappelte die Kugel im Netz (10.)! Was für ein Auftakt - einer nach Maß für die Hausherren.

Entschlossene Buchbacher mit furioser Anfangsphase

Doch es sollte noch besser kommen. Der TSV offenbar mit dem unbändigen Willen angetreten dieses Derby für sich zu entscheiden legte gleich noch einen nach! Die Angriffe, welche die Rot-Weißen spielten, waren aber auch wirklich brandgefährlich: Balleroberung Buchbach, Umschaltmoment - und dann ging sofort die Post ab:

Dusan Jevtic schickte aus der eigenen Hälfte heraus Merphi Kwatu die linke Linie entlang, Burghausens Abwehr war von dieser Zielstrebigkeit überrumpelt und Kwatu konnte seinen Außenverteidiger abschütteln. Wacker-Keeper Miha Tetickovic kam an die knifflige Hereingabe nicht mehr vollständig heran - und am langen Fünfereck war Drofa schneller als sein Verteidiger und schoss zum 2:0 ein (17.)! Das zweite Tor von Drofa - und eine wunderbare Vorarbeit der beiden Winter-Neuzugänge.

Temporeiches Regionalduell - Petrovic Kopfball an die Latte!

Das Spiel hier legte wirklich ein ungeheueres Tempo vor! Was für eine Anfangsphase, packend - absolut derbywürdig. Riesenjubel bei den Einheimischen - aber auch richtig tolle Stimmung der Wackerfans aus dem rappelvollen Gästeblock. Und es sollte so weiter gehen:

Service:

die Spielstatistik

zur Tabelle

Die erste Möglichkeit für Burghausen hatte Christoph Bann, der nach einem weiten Anspiel auf der linken Seite in Ballbesitz kam und sofort volley abzog. Seinen gefährlichen Aufsetzer konnte TSV-Goalie Alexander Strobel gerade noch zur Ecke abwehren (21.). Auf der Gegenseite sprang Buchbachs Kapitän Aleksandro Petrovic nach einer Ecke von links in der Mitte von allen am höchsten und erzielte per Kopf fast das nächste Tor für die Hausherren - Tetickovic brachte allerdings seine Hände noch an den Ball und lenkte ihn an die Latte (24.)! Das wäre aber auch der absolute Wahnsinn gewesen!

Wacker schlägt zurück - Traumtor von Fritscher zum Anschluss

Fast im direkten Gegenzug dann der nun endlich wütende und aufgewachte SV Wacker eiskalt mit dem Anschlusstreffer: Jetzt fackelte auch der SVW hier nicht lange bei seinen Angriffen - war genau so geradlinig bei seinem Amgriff. Mit einem hohen Ball aus dem zentralen Mittelfeld heraus wurde Marco Fritscher am rechten Strafraumeck gesucht. Der nahm, nachdem Juvhel Tsoumou in seinen Gegenspieler gerumpelt war und diesen aus dem Spiel genommen hatte, das Leder nur ganz kurz an - und drosch es dann aus der Bewegung heraus mit vollem Risiko sensationell ins linke Kreuzeck (25.)! Was für ein Brett - vollkommen unhaltbar! Der Lattentreffer hatte die Gäste wohl endgültig wachgerüttelt.

Buchbach - Burghausen

TSV Buchbach - SV Wacker Burghausen
TSV Buchbach - SV Wacker Burghausen © Michael Buchholz
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TSV Buchbach - SV Wacker Burghausen
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TSV Buchbach - SV Wacker Burghausen
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TSV Buchbach - SV Wacker Burghausen
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TSV Buchbach - SV Wacker Burghausen
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TSV Buchbach - SV Wacker Burghausen
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TSV Buchbach - SV Wacker Burghausen
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TSV Buchbach - SV Wacker Burghausen
TSV Buchbach - SV Wacker Burghausen © Michael Buchholz
TSV Buchbach - SV Wacker Burghausen
TSV Buchbach - SV Wacker Burghausen © Michael Buchholz
TSV Buchbach - SV Wacker Burghausen
TSV Buchbach - SV Wacker Burghausen © Michael Buchholz

Danach beruhigte sich das Geschehen zumindest etwas. Burghausen reklamierte ein wenig mehr Ballbesitz für sich, gewann so mehr Kontrolle. Aber es blieb ein jeder Zeit abwechslungsreiches Match. Beide Mannschaften zeigten Kampf und Leidenschaft - die Zuschauer waren begeistert. Lediglich der neue Wacker-Trainer Patrick Mölzl - erst zu Wochenbeginn quasi über Nacht zu den Burghausern gestoßen - dürfte, ob des Abwehrverhaltens seiner Schützlinge in doch zu vielen Situationen, innerlich das ein oder andere Mal die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen haben.

Buchbach spielt es geschickt - und schlägt vor der Pause nochmals zu

Die Buchbacher hatten das aber auch - instruiert von ihrem Coach Anton Bobenstetter - einfach geschickt gemacht bisher. Sie überluden oft die linke Seite, drängten verstärkt auf diese - und eröffneten so Drofa auf rechts den notwendigen Raum den dieser brauchte, um in den Laufduellen mit seinem Bewacher Muhamed seine Schnelligkeitsvorteile ausspielen zu können. Und das hatte aus Sicht der Gastgeber exzellent funktioniert.

Dass die Hausherren hier letztlich sogar mit einem 3:1 in die wohlverdiente Halbzeitunterbrechung gehen konnten, lag allerdings daran, dass die Gäste nur Momente vor dem Pausenpfiff in einem entscheidenden Augenblick pennten - und bei einer Standardsituation desorientiert wirkten: So konnte nach einer überflüssigen Ecke die Hereingabe von rechts von Buchbachs Florian Pflügler entlang des Fünfmeterraums auf Kwatu verlängert werden - der am langen Pfosten keine Mühe hatte mit links den Zwei-Tore-Abstand wiederherzustellen (45.).

Verdiente Halbzeitführung für die Hausherren

Somit ging der TSV Buchbach mit einer ebenso soliden wie verdienten Führung in die Halbzeit. Nach der Pause kam der SV Wacker energisch aus der Kabine. Klar - die Gäste hatten hier gehörig etwas gutzumachen, wollten sich in diesem Prestigeduell nicht vom Underdog narren lassen. Die ersten Minuten nach Wiederbeginn gehörten so den Burghausern.

Trotzdem wären es beinahe die Gastgeber gewesen, die weiter erhöht hätten. Wieder war eine Standardsituation Ausgangspunkt der Gefahr: Ein aus dem rechten Halbfeld herein geschlagener Freistoß wurde von Drofa per Kopf in Richtung lange Ecke verlängert - und dadurch ganz gefährlich. Doch Tetickovic war zur Stelle - und fischte den Ball mit einer tollen Parade aus dem Eck (54.). Fast wäre das der nächste Streich des Goalgetters gewesen!

Wacker versucht Dampf zu machen - aber Buchbach ist gefährlicher

In der Folge drängte Wacker Burghausen weiter auf den Anschluss - es blieb den Gästen ja auch nichts anderes übrig. Die Unterstützung aus dem Fanblock der Weiß-Schwarzen blieb weiterhin hervorragend. Verloren gegeben hatten die Salzachstädter dieses umkämpfte Regionalduell noch lange nicht. Doch entscheidend durchsetzen konnten sie sich eben auch nicht. Zu sicher standen die Gastgeber dazu in der Defensive. Die Buchbacher hatten sich mittlerweile längst clever auf konzentriert verteidigen und kontern verlegt - und wirkten dabei unter dem Strich gefährlicher als die bemühten Burghauser.

Nach 72 gespielten Minuten kam Kwatu halbrechts vor dem Strafraum der Gäste aus etwas 20 Metern frei zum Schuss. Er visierte die rechte untere Ecke an und hätte um ein Haar erneut eingenetzt - doch Tetickovic war da und konnte das Leder um den Pfosten lenken. Eine von mehreren guten Rettungstaten des Torhüters an diesem Tag.

Buchbach spielt clever - und macht die Überraschung perfekt

Je länger das Spielgeschehen andauerte, umso mehr konnte sich der TSV Buchbach wieder emanzipieren - und das Spiel nicht nur ausgeglichen, sondern sogar mit leichten eigenen Vorteilen gestalten. Die Burghauser wirkten jetzt sichtlich angeschlagen, verloren angesichts des Rückstands wohl etwas den Glauben - auch wenn sie es weiter versuchten. Aber es fiel ihnen jetzt einfach nicht mehr genug ein, um die Rot-Weißen ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Gelungene vorgetragene Offensivspielzüge wurden zur Seltenheit, die Fehlpässe und überhasteten Aktionen häuften sich.

Buchbach hingehen spielte das hier ganz routiniert herunter. Bemerkenswert souverän für ein Team in Abstiegsgefahr. Das war eine von vorne bis hinten mutige Vorstellung der Gastgeber - und sie wurde belohnt: Auch in den Schlussminuten ließen die emsigen TSV-Akteure nichts mehr zu - und so stand am Ende ein völlig verdienter Heim- und Derbysieg des Außenseiters. In Anbetracht der schwierigen Tabellensituation der Buchbacher und der bisher starken Bilanz des SV Wacker unter Interimscoach Stanley König in diesem Jahr eine ganz starke Leistung! Und ein Signal von dem Aufbruchstimmung ausgehen könnte.

Buchbacher Fauxpas in der Nachspielzeit - Rot für Keeper Strobl

Einen Wermutstropfen gab es aus Sicht der Einheimischen allerdings noch zu vermelden: In der Nachspielzeit fand ein eher verzweifelt nach vorne geschlagener Ball der Burghauser ihre Sturmspitze Tsoumou zentral vor dem Strafraum. Doch was machte Buchbachs ansonsten sicher agierender Keeper Strobl da? Er war weit aus seinem Gehäuse und auch aus dem Sechzehner geeilt - und wehrte dort Tsoumous Heberversuch mit der Hand ab! Und so holte er sich völlig unnötig in der 93. Minute noch die Rote Karte ab. Ein Fauxpas, der eine Sperre der Stammkraft zwischen den Buchbacher Pfosten nach sich ziehen wird.

Für den Moment wird es Mannschaft und Verantwortlichen des TSV egal sein: Durch den Heimsieg schließen die Rot-Weißen bis auf einen Punkt auf den TSV 1860 Rosenheim auf - und legen vorerst sechs beziehungsweise sieben Punkte zwischen sich und die SpVgg Fürth II und den SV Schalding-Heining auf den Abstiegs-Relegationsplätzen, die erst am Samstag spielen.

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