Vorschau: FV Illertissen - SV Wacker Burghausen

Illertissen vor der Brust, den Pokal im Hinterkopf

Szene aus dem Hinspiel, das Fabian Rupp und seine Illertissener mit 2:1 gegen Juvhel Tsoumou und Co. gewinnen konnten.
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Szene aus dem Hinspiel, das Fabian Rupp und seine Illertissener (blau) mit 2:1 gegen Juvhel Tsoumou und Co. (weiß) gewinnen konnten.

Burghausen - Es ist das Spiel vor dem Pokalkracher nächsten Mittwoch zuhause gegen die SpVgg Unterhaching (19:00 Uhr). Wenn der SV Wacker Burghausen am Freitag um 18:30 Uhr beim FV Illertissen antritt, schwingt der Saison-Höhepunkt sicherlich schon ein wenig mit. „Wir wollen, wie in jedem Spiel, etwas mitnehmen - und zumindest den Abstand auf Illertissen wahren!“, steckt SVW-Trainer Stanley König das Ziel für den 25. Spieltag der Regionalliga Bayern ab.

Dass seine Jungs den Pokal irgendwo im Hinterkopf haben, ist für König nachvollziehbar, dennoch verlangt er in erster Linie volle Konzentration auf die Aufgabe beim zweifachen Amateurmeister, der aktuell mit drei Punkten Rückstand auf Burghausen den achten Platz einnimmt.


Illertissen hinten eine Macht - vorne harmlos

Imponierend beim Team von Trainer Ilja Aracic ist sicherlich die Defensivleistung: Jahresübergreifend haben die langen Kerls vor Keeper Janik Schilder vier Mal in Folge zu Null gespielt - und dabei zehn Punkte erobert. „Hohe und lange Bälle werden sicher nicht das Mittel sein, um Illertissen zu knacken.“, weiß König, der vielmehr auf „Geschwindigkeit“ setzt, um Enderle, Strahler, Krug und Co. auszuhebeln. „Ein kleiner Vorteil für uns könnte sein, dass Lukas Kling gesperrt ist und Illertissen damit ein Stück Spielkultur verliert.“, hofft König vom Fehlen des Spielmachers profitieren zu können.

Die Kehrseite der starken Defensivleistung ist allerdings auch die überschaubare Durchschlagskraft im Angriff: Erst zwei Treffer konnte Illertissen in den drei Spielen des Jahres 2017 erzielen, dagegen stehen acht Wacker-Treffer im gleichen Zeitraum.


König will dass die Null steht

Dass seine Mannschaft aber zuletzt drei Stück gegen Seligenporten kassiert hat, schmeckt König überhaupt nicht: „Unser Augenmerk muss sein, dass wir zu Null spielen! Das haben wir in diesem Jahr noch nicht geschafft. Gegen Seligenporten haben wir in einigen Szenen nicht geschlossen genug verteidigt. Die Gegentore waren einfach zu billig!“.

Service:

Dass auch Keeper Alex Eiban nicht den besten Tag hatte, passte dann eben dazu. König: „Alex hat uns schon so viele Punkte gerettet, so ein Spiel muss man jedem Torhüter auch mal zugestehen. Das ist Fußball.“.

Burghausen muss auf Rotsünder Hingerl verzichten

Verzichten muss der Burghauser Coach auf die Dienste von Kevin Hingerl, der nach seiner roten Karte gegen Seligenporten für zwei Ligaspiele gesperrt wurde. „Ansonsten sind alle Mann an Bord, wobei der eine oder andere Spieler noch leicht angeschlagen ist. Da muss man abwarten, ob es für das Spiel in Illertissen reicht.“, so König.

Insbesondere Benjamin Kindsvater, der einiges auf die Socken bekommen hat, war in der ersten Wochenhälfte nur in Behandlung und konnte erst am Mittwoch wieder mit der Mannschaft trainieren. Fragezeichen stehen auch hinter Juvhel Tsoumou und Philipp Knochner, insofern könnte sich in der Startaufstellung auch mehr als nur eine Position ändern.

Kindsvater, Tsoumou und Knochner angeschlagen - Chance für die Reservisten?

König: „Vielleicht bringen wir ja auch ein oder zwei frische Spieler, die bislang noch nicht so zum Zug gekommen sind. Jeder bietet sich im Training an und jeder wird auch seine Chance bekommen. Warum sollte ich nicht mal dem einen oder anderen das Vertrauen schenken, der in diesem Jahr noch nicht oder nur wenig dabei war.“.

Direkt schonen will König seine Spieler hinsichtlich des Pokalauftritts am Mittwoch aber nicht: „Zwischen den beiden Spielen liegen fünf Tage - da ist genug Zeit zum Regenerieren!“. Denkbar wäre auf jeden Fall, dass Muhamed Subasic ins Team rückt, dann könnte Stefan Wächter den Part von Hingerl im defensiven Mittelfeld übernehmen. Ein möglicher Ausfall von Kindsvater würde Christoph Bann oder Marco Fritscher Chancen eröffnen - und sollte Tsoumou passen müssen, wäre dies wohl die Gelegenheit für Christoph Popp.

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Michael Buchholz

Quelle: rosenheim24.de

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