Vorschau: SV Schalding-Heining - TSV Buchbach

"Messen Schalding nicht am Tabellenplatz!"

In der Vorrunde hatten die Buchbacher um Gordon Büch (rot), der sich in dieser Szene gegen Stefan Rockinger durchsetzen konnte, Oberwasser. Am Samstag werden die Karten neu gemischt.
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In der Vorrunde hatten die Buchbacher um Gordon Büch (rot), der sich in dieser Szene gegen Stefan Rockinger durchsetzen konnte, Oberwasser. Am Samstag werden die Karten neu gemischt.

Buchbach - Verlieren verboten heißt's vor dem Kellerduell der Fußball-Regionalliga Bayern zum Start in die Frühjahrsrunde: Sowohl der SV Schalding-Heining als auch der TSV Buchbach würden am Samstag um 14:00 Uhr am liebsten mit einem Sieg in die Restsaison starten, um im Kampf um den Klassenerhalt gleich kräftigen Rückenwind zu bekommen. Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter weiß vor dem Kellerduell um die Stärken der Gastgeber.

Buchbachs Coach hat die Schaldinger letzte Woche beim 5:0 gegen den Bayernligisten Ammerthal noch einmal unter die Lupe genommen und war beeindruckt: „Wir messen Schalding sicher nicht am Tabellenstand. Das war eine ganze andere Mannschaft als im Sommer.“ Damals hatten die Rot-Weißen einen klaren 4:0-Sieg gefeiert und den bis dato ungeschlagenen Niederbayern die erste Saisonniederlage beigebracht. Der Anfang der Schaldinger Talfahrt, die Bobenstetter-Spezi Anton Autengruber dazu bewegte, kurz nach Vorbereitungsstart seinen Rückzug anzutreten. 


Schalding ganz anderes Team als im Sommer

Jetzt haben Stefan Köck und Philipp Zacher das Sagen, die mit den beiden USA-Rückkehrern Benedikt Buchinger und Adam Gahabka sowie dem lange verletzten Ex-Profi Robert Zillner in den Augen von Bobenstetter neben Angreifer Christian Seidl (FC Künzing) gleich vier „Neuzugänge“ haben. „Seidl, der immer für ein Tor gut ist, wollte ich auch haben. Das ist kein Geheimnis“, so der Coach.

19:3 Tore haben die Schaldinger in den vier Winter-Vorbereitungsspielen erzielt und sind dabei die letzten drei Tests ohne Gegentor geblieben. Das imponiert Bobenstetter besonders: „Das haben wir fast nie geschafft. Die vielen Gegentreffer waren im Verlauf der bisherigen Saison unser größtes Manko.“ 46 Mal hat es in 21 Spielen im Buchbacher Kasten eingeschlagen, damit haben die Rot-Weißen von allen 91 Regionalligisten die sechstmeisten Gegentreffer kassiert.


Buchbach will Traum von der Regionalliga weiterleben

Auch in den Vorbereitungsspielen kam das Gründungsmitglied der Regionalliga Bayern nur zwei Mal ohne Gegentreffer davon, wobei der 1:0-Erfolg über Spitzenreiter SpVgg Unterhaching im Trainingslager in Spanien Hoffnung gemacht hat, dass Buchbach auch im Ligabetrieb wieder häufiger zu Null kann. Bei den vergangenen beiden Liga-Gastspielen in Schalding gab es jeweils ein 0:0, der letzte Buchbacher Sieg am Reuthinger Weg datiert aber noch aus gemeinsamen Bayernligazeiten.

Service:

„Ich bin optimistisch, hoffe auf ein super Spiel und eine starke Rückrunde . Wir haben gut trainiert, die Mannschaft ist konzentriert und fokussiert. Die Spieler wissen genau, um was es geht“, so Bobenstetter, der auf viel Unterstützung seitens der Buchbacher Fans hofft: „Wir haben in dieser Saison nur ein Auswärtsspiel gewonnen. Und das war in Ingolstadt, als wir unsere Fans mit dem Sonderzug dabei hatten. Deswegen brauchen wir auch in Schalding alle Unterstützung, die wir bekommen können. Um unseren Traum von der Regionalliga weiter leben zu können, müssen der ganze Ort und die Mannschaft an einem Strang ziehen.“ Der Buchbacher Fanbus fährt übrigens um 11:15 Uhr am Sportheim ab.

Bobenstetter lässt sich nicht in die Karten blicken

Bis auf den gesperrten Maxi Drum sowie die Langzeitverletzten Stefan Denk und Thomas Leberfinger können die Oberbayern in bester Besetzung anreisen. „Wir haben in der Vorbereitung mit 18 Mann und zwei Torhütern trainiert, davon können 17 und die beiden Keeper in Schalding spielen. Das ist gut. Die Jungs haben mein vollstes Vertrauen, viele sind ja auch gleichstark“, will sich der Coach bezüglich der Startaufstellung nicht in die Karten blicken lassen.

Vor dem Direktvergleich liegen die Oberbayern fünf Punkte vor den Gastgebern, die noch ein Spiel mehr in der Hinterhand haben, in Sachen Infrastruktur hat Schalding die Buchbacher nach Ansicht von Bobenstetter längst überholt: „Wo vor einigen Jahren noch grüne Wiese war, steht jetzt ein schmuckes Stadion. Die Schaldinger haben sogar einen VIP-Raum und haben binnen sechs Wochen einen Kunstrasen gebaut, der wie ein echter Rasenplatz aussieht. Davon können wir nur träumen.“

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Michael Buchholz

Quelle: rosenheim24.de

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