SV Wacker Burghausen - FC Pipinsried 2:2

Burghausen nach Rückstand mit Moral zum 2:2

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Kurz vor Schluss schafften es die Wackerianer, sich einen Punkt zu ergattern.

Burghausen - Der SV Wacker Burghausen hat sein Heimspiel-Triple in der Fußball-Regionalliga Bayern gerade noch so einigermaßen gerettet: Nach einem 0:0 gegen Schweinfurt und einem 0:1 gegen Eichstätt sah es am Freitagabend bei einem 0:2-Rückstand gegen den FC Pipinsried nach einer neuerlichen Pleite aus, ehe Christoph Bann und Tim Sulmer in einer turbulenten Schlussphase noch für den Ausgleich sorgten.

Mit der Leistung seines Teams war Trainer Patrick Mölzl allerdings überhaupt nicht einverstanden: „Wir haben 75 Minuten lang grausam Fußball gespielt - das war nicht zum Anschauen. Wir haben nichts umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“ Der Coach bemängelte sowohl das Spiel gegen den Ball als auch die Bemühungen seiner Truppe im eigenen Aufbau. „Das war gar nichts.“

Mit fünf Offensivspielern in der Startelf machte Burghausen in der ersten Viertelstunde Druck und hatte auch gleich drei aussichtsreiche Chancen zum Führungstreffer: Erst zielte Sascha Marinkovic aus 13 Metern am langen Eck vorbei (8.), dann wurde ein Schuss von Martin Holek aus kurzer Distanz noch geblockt (10.), kurz darauf knallte Marinkovic das Leder aus fünf Metern ans Außennetz (13.).

Ex-Wacker-Kapitän Burkhard verwandelt zum 0:2

Der spielerisch starke Aufsteiger meldete sich nach einer halben Stunde mit einem Schuss von Ex-Wacker-Kapitän Christoph Burkhard zu Wort, der jedoch zu einer sicheren Beute für Franco Flückiger (35.) wurde. Kurz vor dem Seitenwechsel annullierte Schiedsrichter Eduard Beitinger einen Treffer von Daniel Hofstetter wegen Foulspiels. Nach Wiederbeginn dann aber die kalte Dusche für die Gastgeber, als Luis Grassow, Sohn von Unterhaching-Legende Dennis Grassow, eine Freistoßflanke per Kopfballaufsetzer ins lange Ecke zum 0:1 (47.) verwandelte.

Plötzlich war's vorbei mit der Souveränität der Lässigkeit - jetzt ging den Wackerianern auf einmal der Reis: Was vorher nicht passte, klappte jetzt erst recht nimmer und als Kevin Hingerl an der Strafraumgrenze am Ball vorbei grätschte, ging Andreas Schuster zu Boden. Strafstoß - und wer trat zur Exekution an? Mit einem platzierten Flachschuss ins untere linke Eck erhöhte „Burki“ gegen seine ehemalige Mannschaft auf 2:0 für Pipinsried.

Bann und Sulmer treffen für Wacker

Service:

Mit dem Mut der Verzweiflung rappelten sich die Wacker-Kicker wieder auf und hätten in einigen kritischen Situationen auch ihrerseits einen Strafstoß bekommen können. In der 82. Minute war es dann der eingewechselte Christoph Bann, der den Ball aus 18 Metern ins lange Eck zirkelte 1:2 (82.). Nur drei Minuten später hämmerte Sulmer einen Freistoß zum Ausgleich in die Maschen und wenn noch der spektakuläre Fallrückzieher von Sascha Marinkovic gesessen hätte (90.), wäre sogar noch der Dreier für Wacker möglich gewesen.

Damit hätte dann FCP-Spielertrainer Fabian Hürzeler massive Probleme gehabt: „Nach dem Spielverlauf ist es ein Punktgewinn für Burghausen. Wir haben 80 Minuten sehr guten Fußball gespielt, am Ende sind wir eingebrochen, so kam Wacker mit der zweiten Luft noch zum 2:2-Ausgleich.“

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Michael Buchholz

Quelle: rosenheim24.de

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