Pressemitteilung SV Wacker Burghausen (MB)

Wacker Burghausen zieht positive Jahresbilanz

+
Auch im neuen Jahr wollen die Burghauser Regionalligafußballer wieder gemeinsam jubeln.

Burghausen - Vor einem Jahr überwinterte der SV Wacker Burghausen als Tabellenzehnter mit 29 Punkten, zwölf Monate später sind es 35 Zähler und Platz vier. Eine spürbare Steigerung, dabei könnte das Team von Wolfgang Schellenberg sogar deutlich näher am Spitzenduo FC Bayern II und VFB Eichstätt dran sein.

Warum Wacker zum Jahreswechsel neun Punkte von den beiden führenden Teams weg ist, hat in erster Linie etwas mit der Chancenverwertung zu tun – zu viele glasklare Möglichkeiten wurden nach dem Traumstart mit fünf Siegen aus den ersten fünf Spielen liegen gelassen. Darüber hinaus gingen auch einige Punkte aufgrund unglücklicher Schiedsrichterentscheidung verloren. Trotzdem sagt Geschäftsführer Andreas Huber: „Wir sind mit dem bislang Erreichten zufrieden, dank der bisherigen Ausbeute haben wir schon jetzt eine hohe Planungssicherheit und können frühzeitig die weiteren Weichen stellen.“

Wacker hat nochmal nachjustiert

Nicht weniger als 15 Spieler haben den Verein von der Sommerpause bis zum jetzigen Zeitpunkt verlassen, mit dem eben erst verpflichteten Stürmertalent Christoph Maier (19) von der SpVgg Landshut sind im gleichen Zeitraum elf neue Spieler gekommen, wobei Valentin Micheli nur ein Kurzgastspiel gab und Keeper Robert Mayer nach dem Abgang von Rafael Zbinden sowie der Nachverpflichtung von Nico Merz als Backup von Franco Flückiger keine Minute zum Einsatz gekommen ist. Insgesamt wurde aber nach der Umstellung vom reinen Profi-Fußball auf das duale System im Sommer 2017 noch einmal deutlich nachjustiert.

Flückiger und Subasic als Leitwölfe

Einen nicht unerheblichen Anteil am bisherigen Erfolg der Mannschaft hat Routinier Muhamed Subasic, der in der letztjährigen Herbstserie nach vielen Profijahren damit zu kämpfen hatte, Fußball, Familie und Arbeit unter einen Hut zu bringen. Mittlerweile hat der 30-jähriger Bosnier alles im Griff, ist Taktgeber im Mittelfeld, hat schon sechs Mal getroffen und leitet die vielen Jungspunde souverän an. Auch Flückiger hatte im Herbst 2017 nach seinem Berufsstart einige problematische Spiele zu überstehen, in der Zwischenzeit ist der 27-jährige Keeper aber wieder die Konstanz in Person und zählt mit zu den besten Torhütern der Liga, der Wacker schon zahlreiche Punkte gerettet hat.

Schellenbergs Arbeit wird hoch gelobt

Umgekehrt hatte Löwen-Neuzugang Felix Bachschmid nach verheißungsvollem Saisonbeginn seit dem Start seiner kaufmännischen Ausbildung im Herbst noch Schwierigkeiten den Rhythmus zu finden, zumal der 22-Jährige eben wegen des Berufseinstiegs phasenweise auch nur eingeschränkt trainieren konnte. „Das ist ganz normal, wir hoffen jetzt natürlich, dass sich Felix in der Frühjahrsvorbereitung an die Doppelbelastung gewöhnt hat und wieder voll angreifen wird“, so Huber, der die akribische Arbeit von Trainer Wolfgang Schellenberg in hohem Maße wertschätzt: „Wir haben sehr viele verschiedene Systeme drauf, sind sehr variabel. Das ist ungemein wichtig. Zum einen können sich die Gegner nicht so gut auf unser Spiel einstellen, zum anderen können wir schnell reagieren und umstellen, wenn es mal nicht so passt. Wir sind für den Gegner unberechenbarer geworden.“

Richter als größtes Wacker-Talent

Dazu braucht es natürlich auch Spieler, die das flexibel ausfüllen können: Musterbeispiel Stefan Wächter, der mit seinen gerade mal 21 Jahren schon 80 Regionalligaspiele bestritten hat und vom linken Verteidiger bis hin zu allen Positionen in Mittelfeld und Angriff einsetzbar ist. Und in dieser Saison hat Wächter nicht nur seine Torquote auf immerhin fünf Treffer enorm verbessert, sondern hat vor allem meist ganz entscheidende Tore erzielt. Ebenfalls fünf Treffer auf dem Konto hat Julien Richter, der in den letzten Wochen vor der Winterpause trotz guter Abschlüsse einfach Pech hatte. Der 19-Jährige Angreifer, der schon 50 Mal in der Regionalliga Bayern aufgelaufen ist, zählt sicherlich zu den größten Wacker-Talenten der letzten Jahre, wenn er nach der Winterpause den nächsten Schritt starten kann.

Stingl und Coskun schlugen ebenfalls ein

Den Positionswechsel vom zentralen Mittelfeld in die Innenverteidigung hat auch Kevin Hingerl (25) bis zu seiner Knöchelverletzung sehr gut interpretiert, bezeichnend auch, dass U19-Spieler Alexander Mankowski den Platz neben Christoph Buchner in der Abwehrzentrale in fünf Spielen so souverän übernommen hat. Huber: „Das spricht für seine Qualität, aber auch für die Mannschaft, die es ihm gegen starke Stürmer so leicht wie möglich gemacht hat.“ Positiv auch, dass die später zum Team gestoßenen Matthias Stingl und Can Coskun sofort eingeschlagen haben, Can verdrängte auf der Position des linken Außenverteidigers Thorsten Nicklas, der aber trotzdem dranblieb und seine Einsatzzeiten auf der linken Seite weiter vorne bekam.

Rückkehr in den Profi-Fußball steht nicht auf dem Plan

Absoluter Dauerbrenner unter den jungen Spielen und vor allem unter den Eigengewächsen ist Rechtsverteidiger Christoph Schulz, der sich mit 22 Jahren bei 100 Regionalligaeinsätzen schon zu einer echten Größe auf dieser Position gemausert hat. „Die Entwicklung insgesamt ist positiv, wir wollen das nicht an einzelnen Spielern festmachen, weil wir uns als Mannschaft entwickelt haben. Rückschläge wegen Verletzung oder anderer Dinge gehören da natürlich auch dazu“, bilanziert Huber zufrieden und will den eingeschlagenen Weg weiter fortgehen. Eine Rückkehr in den Profi-Fußball steht aber erst einmal nicht auf der Agenda, zumal im Sommer einige Vereine gewaltig aufrüsten werden, wenn in der Saison 2019/20 der Regionalliga Bayern ein fixer Aufstiegsplatz für den Meister garantiert ist.

Pressemitteilung SV Wacker Burghausen (MB)

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Regionalliga Bayern

Auch interessant

Kommentare