Starbulls verlieren gegen Bietigheim Steelers

Gut gespielt, aber Bietigheim effizient

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Immer wieder gab es, wie hier für CJ Stretch (re.) und Tyler McNeely, Diskussionsbedarf mit Schiedsrichter Elvis Melia.
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Bietigheim - Baden-Württemberg bleibt ein schlechtes Pflaster für die Starbulls. Bei den Steelers gab es für die Innstädter am Freitagabend ein weiteres Mal nichts zu holen. *NEU: Fotos & Video*

Vor über 4.000 Besuchern verloren die Rosenheimer Eishockeyspieler das von den Gastgebern als "Emotionsduell" ausgerufene Spiel in der EgeTrans-Arena mit 0:4 (0:2, 0:1, 0:1). Die Leistung der Grün-Weißen gegen den Tabellenzweiten war dabei über weite Strecken sehr ordentlich, doch in den entscheidenden Situationen in Powerplay setzte sich die individuelle Klasse der Steelers durch. Zudem traf der Schiedsrichter einige fragwürdige Entscheidungen, die ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Starbulls ausfielen.

Fehlentscheidung des Referees

Das erste Drittel konnte man ganz leicht in zwei Hälften aufteilen: Nach anfänglichem Abtasten bestimmten zunächst die Oberbayern das Geschehen und hatten durch Christian Neuert und vor allem Förderlizenzspieler Stefan Loibl, der alleine vor Steelers-Keeper Andreas Mechel vergab, dicke Gelegenheiten, um selbst in Front zu gehen.

Eine Fehlentscheidung des Referees brachte dann die Wende: An der Berechtigung der Strafe für Micky Rohner wegen Bandenchecks gab es zwar nichts zu deuteln, doch warum Referee Elvis Melia anschließend, als der sechste Steelers-Feldspieler auf dem Eis war, den hohen Stock gegen Wade MacLeod nicht ahndete, blieb dessen Geheimnis. Die Folge war Powerplay für Bietigheim, das die Grün-Blauen eiskalt nützten und durch Jason Pinizzotto in Front gingen (9.). "Wir haben zwei Spieler mit Gesichtsverletzungen. So was kann ich nicht akzeptieren und das werden wir auch verfolgen", wetterte Starbulls-Coach nach dem Spiel. Neben MacLeod erwischte es später auch Mondo Hilger mit einem Check gegen den Kopf, den Melia ungeahndet ließ.

Video: Die Höhepunkte der Partie

In der Folge hatten die Schwaben durch einen Lattenschuss des Ex-Rosenheimers Shawn Weller, Frederik Cabana oder Pinizzotto weitere gute Gelegenheiten, was sich in der 17. Minute schließlich auch auf der Anzeigetafel niederschlug: Justin Kelly hatte hinter dem Tor alle Zeit der Welt und "chipte" die Scheibe in den Slot zu Marcus Sommerfeld, der sich die Chance frei vor Lukas Steinhauer nicht entgehen ließ.

Anschlusstreffer war möglich

Im Mittelabschnitt hielten die Rosenheimer eigentlich gut mit - und CJ Stretch sowie Wade MacLeod hatten den Anschlusstreffer auf dem Schläger. Zwar hatte auch Bietigheim Chancen, doch das dritte Tor fiel erst, als David Vallorani - wiederum zweifelhaft - auf die Strafbank musste: Kelly lieferte nach gewonnenem Bully seinen dritten Assist und Sommerfeld brachte die Scheibe im Fallen im Kasten von Steinhauer unter (37.). Anschließend hatten Matt McKnight und Dennis Palka sogar noch das vierte Heimtor auf dem Schläger, was des Guten dann jedoch deutlich zu viel gewesen wäre.

Rosenheim ließ sich auch im letzten Abschnitt nicht entmutigen. Sie waren optisch besser, aber Bietigheim schlug in der 52. Minute durch den Ex-Schwenninger Pinizzotto ein viertes Mal zu. Danach war die Partie natürlich gelaufen. Da half es auch nichts mehr, dass Beppo Frank per Schlagschuss noch den Pfosten und David Vallorani die Latte trafen.

Bietigheim Steelers vs. Starbulls Rosenheim

"Rosenheim hat sehr gut begonnen. Nach zehn Minuten sind wir besser ins Spiel gekommen und waren sehr effizient. Nach dem 3:0 hoffte ich eigentlich, dass wir den Druck aufrechterhalten würden, aber dem war nicht so. Aber das Puckglück war heute auf unserer Seite", resümierte Steelers-Coach Kevin Gaudet. Steer sah unter dem Strich eine verdiente Niederlage für sein Team: "Wir haben eigentlich ganz gut begonnen, aber da das Tor nicht schießen können. Im zweiten Drittel haben wir vor dem dritten Gegentor zum Teil dumme Strafen genommen."

Das Spiel in der Statistik:

Bietigheim Steelers - Starbulls Rosenheim 4:0 (2:0, 1:0, 1:0)

Tore: 1:0 (9.) Jason Pinizzotto (Justin Kelly, Marcus Sommerfeld - Überzahl-Tor), 2:0 (17.) Marcus Sommerfeld (Justin Kelly, David Wrigley), 3:0 (37.) Marcus Sommerfeld (Justin Kelly, David Wrigley - Überzahl-Tor), 4:0 (52.) Jason Pinizzotto (Matt McKnight, Dominic Auger).

Schiedsrichter: Elvis Melia (Neuss).

Strafen: Bietigheim 14 - Rosenheim 10.

Zuschauer: 4.012.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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