Weller als Penaltyschütze eiskalt

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Bietigheim – Die richtige Antwort auf die 1:5-Schmach im Heimspiel gegen Weißwasser haben die Starbulls am Abend bei ihrem Gastspiel in Baden-Württemberg gefunden.

Vor 3.004 Besuchern in der EgeTrans-Arena setzten sich die Rosenheimer Eishockeyspieler mit 3:2 (0:1, 2:0, 0:1, 1:0) nach Penaltyschießen bei den Bietigheim Steelers durch und bleiben damit Spitzenreiter EV Landshut auf den Fersen. Eiskalt zeigte sich dabei Shawn Weller, der im Penaltyschießen gleich zweimal für die Innstädter traf und damit den Zusatzpunkt sicherstellte. Die Starbulls mussten dabei im Ellental weiterhin auf Max Renner (Reha), Tobias Thalhammer (Gehirnerschütterung) und Kim Staal (verletzt) verzichten. Micky Rohner, Tyler McNeely und besagter Weller konnten dagegen mitwirken.

Das Auftaktdrittel verlief relativ ausgeglichen. Nach anfänglichem Druck der Gastgeber und zweier Chancen der Ex-Rosenheimer Greg Squires und Patrick Asselin antworteten die Grün-Weißen mit einer guten Gelegenheit des agilen Marcus Marsall und einem Lattenschuss von Kapitän Stephan Gottwald. In der 10. Minute war allerdings die Führung für die Württemberger fällig, als Robin Just von der blauen Linie abzog und zum 1:0 einnetzen konnte. Die Gäste waren allerdings nur kurz geschockt und antworteten mit einem vermeintlichen Gottwald-Treffer. Die Annullierung durch Schiri Ralph Bidoul wegen Abseits war in dieser Szene – entgegen manch anderer Situation – allerdings korrekt (14.).

Die zweiten 20 Minuten begannen mit einer neuerlichen Squires-Gelegenheit, ehe die Partie kurzzeitig zerfahrener wurde. Rosenheim besann sich dann aber wieder auf seine Stärken und drehte das Spiel. In Minute 28 war es McNeely, der einen Schuss des diesmal wieder starken Robin Weihagers eiskalt zum Ausgleich abfälschte. Ex-Starbulls-Goalie Frederic Cloutier war chancenlos. Und fünf Sekunden vor der Sirene belohnten sich die Oberbayern für ihre harte Arbeit mit der Führung: Weihager spielte den Puck in die Rundung, wo ihn sich Norman Hauner erkämpfte und sofort Weller bediente, der Cloutier aussteigen ließ und mit der Rückhand ins Kreuzeck abschloss – 1:2 (40.).

Im dritten Spielabschnitt waren nur Sekunden abgelaufen, da wäre fast schon eine kleine Vorentscheidung gefallen, als Hauner zum zweiten Mal an diesem Abend das Steelers-Gebälk anvisierte. Ansonsten verteidigte Rosenheim sehr kompakt – bis auf eine Szene in der 54. Minute: Da sah Just auf links den in der Mitte lauernden Alexej Dmitriev. Der ließ sich nicht zweimal bitten und lenkte die Scheibe zum 2:2-Ausgleich in die Maschen – Pasi Häkkinen war chancenlos. Beinahe hätte die Starbulls aber dennoch drei Punkte mitgenommen, denn acht Sekunden vor Schluss hatte Andrej Strakhov die Riesenchance zum 3:2. Doch frei vor Cloutier fehlten mit der Rückhand Zentimeter.

In der anschließenden Overtime passierte zunächst nicht viel, ehe es nach einer Bietigheimer Strafe noch zwei, drei dicke Möglichkeiten für die Oberbayern gab. Doch alles half nichts, das Penaltyschießen musste letztlich entscheiden. Dort hatten die Starbulls die besseren Nerven. Während Weller seinen Ex-Kollegen Cloutier gleich zweimal verlud, gelang Bietigheim durch Squires hier nur ein Treffer.

Das Spiel in der Statistik

Bietigheim Steelers – Starbulls Rosenheim 2:3 n.P. (1:0, 0:2, 1:0, 0:1)

Tore: 1:0 (10.) Robin Just (Greg Squires – Überzahl-Tor), 1:1 (28.) Tyler McNeely (Robin Weihager), 1:2 (40.) Shawn Weller (Norman Hauner, Robin Weihager), 2:2 (54.) Alexej Dmitriev (Robin Just), 2:3 Shawn Weller (GWG).

Schiedsrichter: Ralph Bidoul (Sonthofen).

Strafen: Bietigheim 10 – Rosenheim 12.

Zuschauer: 3.004.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Franz Ruprecht

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