Starbulls stehen vor dem "Aus"

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Bietigheim - Jetzt wird es brutal schwer für die Starbulls: Nach der dritten Halbfinal-Pleite am Freitagabend in Bietigheim stehen die Innstädter nun enorm unter Zugzwang. *NEU: Videos*

Video: Die Höhepunkte des Spiels

Es war aus Sicht der Rosenheimer Eishockeyspieler ein Spiegelbild des ersten Auftritts im Ellental am vergangenen Sonntag: Ein starkes erstes Drittel, dann ein Leistungsabfall und daher am Ende eine (weitere) Niederlage im Playoff Halbfinale. Unter dem Strich unterlagen die Grün-Weißen vor 3.554 Besuchern in der EgeTrans-Arena diesmal mit 2:4 (1:1, 0:2, 1:1) bei den Bietigheim Steelers und stehen damit nach der dritten Pleite in der Best-of-Seven-Serie mit dem Rücken zur Wand: Die Bullen müssen das fünfte Spiel der Serie am Sonntag (18 Uhr, Kathrein-Stadion) zwingend gewinnen, ansonsten ist die Saison für sie beendet.

Starkes erstes SBR-Drittel

Dabei schienen die Oberbayern am Freitagabend zunächst unbedingt gewillt, das Bietigheimer „Break“ vom Mittwoch auszumerzen. Sie nahmen ihren Ex-Kollegen Frederic Cloutier im Steelers-Tor anfangs nahezu unter Dauerbeschuss und gingen in der 9. Minute verdient in Führung, als Norman Hauner einen Querpass von Dominic Auger unhaltbar in den Maschen versenkte. Doch die Antwort der Mannschaft von Kevin Gaudet, die zunächst überraschend abwartend agierte und auf Konter lauerte, folgte in der 12. Minute: Bei einem dieser Gegenstöße bediente Markus Gleich mit einem Querpass Chris St. Jacques, der die Scheibe hoch im Tor versenkte – 1:1.

Die Serie gegen Bietigheim:

Spiel 1: Bis acht Sekunden vor Schluss gezitttert

Spiel 2: Nach Blitzstart im letzten Drittel überrollt

Spiel 3: Aufholjagd endet in der Verlängerung

Im Mittelabschnitt überstanden die Rosenheimer zunächst einige Hinausstellungen – teilweise auch mit ein wenig Glück – unbeschadet, verloren aber anschließend immer mehr ihre konsequente spielerischer Linie. Den entscheidenden „Knacks“ gab es dann vermutlich in den Minuten 28 und 29: Erst zappelte die Scheibe bereits im Steelers-Kasten, doch nach längeren Beratungen annullierte das Schiedsrichter-Team den vermeintlichen Treffer von Kim Staal wegen angeblich zu hohen Stocks. Und quasi im Gegenzug klingelte es auf der anderen Seite, als sich Beppo Frank ein Frustfoul geleistet hatte. Im Powerplay ging es dann viel zu schnell für die Gäste und „Starbulls-Schreck“ Alexej Dmitriev brachte die Grün-Blauen erstmals in Führung.

Penalty sorgt für Vorentscheidung

Als die Gastgeber nach einer „Notbremse“ von Max Renner vier Zeigerumdrehungen später auch noch einen Penalty zugesprochen bekamen und Matt McKnight diesen eiskalt zum 3:1 versenkte (33.), da wussten die gut 200 mitgereisten Rosenheimer Anhänger, dass auf ihre Mannschaft in der verbleibenden Spielzeit eine Herkules-Aufgabe warten würde.

Das Bemühen konnte man den Steer-Schützlingen in der Folge zwar nie absprechen, doch die Bemühungen blieben seltsamerweise lange Zeit bemerkenswert harmlos. Es lief bereits die 52. Minute, als Shawn Weller endlich mal einen Tick Platz bekam. Der Amerikaner fackelte nicht lange und hämmerte die Scheibe fulminant in den rechten Winkel – der Anschlusstreffer!

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Die Freitagsspiele in der Statistik 

Diese Szene war der Auftakt zu einer heißen Schlussphase mit Chancen auf beiden Seiten, in denen den Starbulls – wie in den vergangenen Partien – aber wieder das Scheibenglück fehlte. So war es am Ende ausgerechnet dem anderen Ex-Rosenheimer vorbehalten, für die Entscheidung zu sorgen. 76 Sekunden vor Schluss schnappte sich Greg Squires den Puck, zog in bekannter Manier auf und davon und versenkte frei vor Häkkinen, der in der Folge noch eine Disziplinarstrafe erhielt, eiskalt zum 4:2-Endstand (59.).

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Bietigheim Steelers – Starbulls Rosenheim 4:2 (1:1, 2:0, 1:1)

Tore: 0:1 (9.) Norman Hauner (Dominic Auger, Shawn Weller – Überzahl-Tor), 1:1 (12.) Chris St. Jacques (Markus Gleich, Marcus Sommerfeld), 2:1 (29.) Alexej Dmitriev (Marcus Sommerfeld, Matt McKnight), 3:1 (33.) Matt McKnight (Penalty), 3:2 (52.) Shawn Weller (Norman Hauner), 4:2 (59.) Gregory Squires (Alexej Dmitriev, Chris St. Jacques).

Schiedsrichter: Steffen Klau (Iserlohn) und Carsten Lenhart (Kassel).

Strafen: Bietigheim 12 – Rosenheim 34.

Zuschauer: 3.554.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Ruprecht (Archiv)

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