Sieg in Ravensburg

Video: Starbulls drehen Rückstand zweimal um und siegen! 

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Ravensburg - Kurz vorm Jahreswechsel arbeiten die Starbulls ernsthaft an der Beseitigung ihrer bis dato chronischen Auswärtsschwäche. In Oberschwaben gab es den zweiten Erfolg in der Fremde in Serie.

Der 5:3 (1:2, 3:1, 1:0)-Erfolg bei den Ravensburg Towerstars war überhaupt erst der zweite Auswärtsdreier der laufenden Saison. Nur in Freiburg hatten die Starbulls im November bisher alle drei Zähler entführen können. Und der Erfolg gegen die Puzzlestädter, zwei Tage nach dem 2:1 nach Verlängerung in Weißwasser, war verdient, da Rosenheim vor fast 3.500 Besuchern in der prall gefüllten Eissporthalle trotz zweimaligem Rückstand nie aufsteckte, zweimal eine Drei-gegen-Fünf-Unterzahl überstand und im Finish aufgrund der größeren Breite im Kader dann den längeren Atem hatten.

Die Rosenheimer begannen gegen den besten Sturm der Liga forsch, checkten früh vor und ließen anfangs nur eine Towerstars-Chance durch Konstantin Schmidt zu (3.). Wade MacLeod visierte im Powerplay die Latte an (6.), ehe der enorm stark aufspielende Stefan Loibl wenig später nicht angegriffen wurde und aus dem rechten Bullykreis zum 0:1 ins linke Kreuzeck traf (8.).

Die Grün-Weißen kontrollierten in der Folge die Partie ziemlich klug und hatten gar das zweite Tor auf dem Schläger. Doch MacLeod „zockte“ bei einem (berechtigten) Penalty zu lange und scheiterte an Ravensburgs Keeper Matthias Nemec (17.). Die Strafe folgte auf dem Fuß: Nur rund eine halbe Minute später schnappte sich Austin Smith einen Abpraller von Starbulls-Schlussmann Timo Herden und schob den Puck zum Ausgleich in die Maschen (17.). Und 64 Sekunden vor der Sirene kam es noch schlimmer, als die Starbulls hinten eingeschnürt wurden und Smith das Spielgerät aus kurzer Distanz zum 2:1 unter die Querlatte bugsierte (19.).

In einem hochintensiven zweiten Abschnitt blieb Spielern und Zuschauern kaum Zeit zum Durchschnaufen. Top-Scorer Brian Roloff und Stephan Langwieder hätten die Ravensburger Führung ausbauen können, ehe die Gastgeber bei einer angezeigten Strafe unsortiert waren und Peter Lindlbauer einen herrlichen Starbulls-Angriff mit dem 2:2 abschloss (28.). Doch nur 110 Sekunden später klingelte es wieder auf der anderen Seite: Und das 3:2 für Ravensburg durch Andreas Farny war nicht nur von der Entstehung her glücklich, sondern eigentlich auch vermeidbar (30.).

Es ging nun rauf und runter, es gab Strafen auf beiden Seiten - und die Starbulls schlugen eiskalt zurück: Über Loibl und Micky Rohner gelangte die Scheibe im Powerplay zu Max Renner, der mit Urgewalt draufhielt und den Puck zum 3:3 in den rechten Winkel zimmerte (36.). Es kam sogar noch besser, als Simon Fischhaber 49 Sekunden vor der zweiten Pause einen Torwartfehler von Nemec nützte und das Spielobjekt zum 3:4 unter die Latte schaufelte (40.). Und beinahe wäre im Finish sogar noch der fünfte Rosenheimer Treffer gefallen, als MacLeod aus spitzem Winkel den linken Pfosten anvisierte.

Auch im Schlussdrittel blieb es extrem spannend. Das lag auch daran, weil die Starbulls durch einen Break von MacLeod und bei guten Gelegenheiten von McNeely und Andrej Strahkov in Überzahl die vorzeitige Entscheidung verpassten. So blieb Ravensburg, das zuletzt dreimal in Folge gewonnen hatte, im Spiel. Allerdings ließen die Oberschwaben zwei längere Drei-gegen-Fünf-Überzahlsituation ungenützt verstreichen. „Untypisch für mein Team! Wir haben unsere Chancen, auch im Powerplay, heute nicht genützt, waren am Ende undiszipliniert und haben deswegen zurecht verloren“, musste Towerstars-Coach Danny Naud hinterher konstatieren.

Bis der Sieg für Rosenheim allerdings endgültig unter Dach und Fach war, dauerte es bis eineinhalb Minuten vor Schluss. Ravensburg hatte den Torwart vom Eis genommen, McNeely die Scheibe an der eigenen blauen Linie abgefangen und Vallorani dann keine Mühe mehr (59.).

Starbulls-Trainer Franz Steer war mit der Leistung seines Teams im letzten Spiel des Jahres 2015 sehr zufrieden: „Wir haben versucht, mit vier Reihen Druck zu machen, was gut gelungen ist. Insgesamt ist unser Sieg mehr als verdient, weil wir hatten noch zwei Pfostenschüsse, einen vergebenen Penalty und drei Alleingänge.“ Zudem sah der Übungsleiter ansteigende Formkurven bei den zuletzt verletzten Spielern und lobte auch die Defensive: „Wir haben das in Unterzahl richtig gut gemacht. Zudem hat Timo Herden stark gehalten!“ In der DEL2-Tabelle sind die Starbulls nun übrigens an den bayerischen Rivalen Riessersee und Kaufbeuren vorbeigezogen und gehen als Tabellensiebter ins neue Jahr.

Das Spiel in der Statistik: 

Ravensburg Towerstars - Starbulls Rosenheim 3:5 (2:1, 1:3, 0:1) 

Tore: 0:1 (8.) Stefan Loibl (David Vallorani, Tyler McNeely), 1:1 (17.) Austin Smith (Alexander Dück, Konstantin Schmidt), 2:1 (19.) Austin Smith (Konstantin Schmidt, Alexander Dück), 2:2 (28.) Peter Lindlbauer (Stefan Loibl, Andrej Strahkov - sechster Feldspieler), 3:2 (30.) Andreas Farny (Mathieu Tousignant, Brandon MacLean), 3:3 (36.) Max Renner (Michael Rohner, Stefan Loibl - Überzahl-Tor), 3:4 (40.) Simon Fischhaber (Fabian Zick, Beppo Frank), 3:5 (59.) David Vallorani (Tyler McNeely - ENG). 

Schiedsrichter: Robert Paule (Bad Aibling)

Strafen: Ravensburg 12 - Rosenheim 14

Zuschauer: 3.418 (ausverkauft)

mw

Quelle: rosenheim24.de

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