Starbulls zahlen Lehrgeld

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Duell an der bande zwischen Beppo Frank und Crimmitschaus Michael Christ.

Rosenheim - Jetzt ist es doch passiert: Die Starbulls Rosenheim haben in der 2. Eishockey-Bundesliga ihre erste Niederlage nach 60 Minuten erlitten.

Bei den Eispiraten aus Crimmitschau blieben die Rosenheimer ohne Beute und mussten mit einer 1:3-Niederlage die Heimfahrt wieder antreten. Damit bleibt aus dem Wochenende mit dem Heimspiel gegen Landshut und der Auswärtspartie im Osten Deutschlands ein Pünktchen auf dem Konto. „Wir haben alles probiert und gut gekämpft, letztlich hat uns aber die Cleverness gefehlt“, bilanzierte Rosenheims Trainer Franz Steer – und fügte hinzu: „Hier muss man ganz anders spielen.“ Was Steer meinte war, dass die Hausherren den Starbulls früh die Schneid abkauften. „Die haben sehr viel Druck gemacht und uns zu Fehlern und Strafzeiten gezwungen“, meinte Steer.


Bei den Starbulls konnte Stephen Werner trotz Verletzung auflaufen, hingegen war Philipp Quinlan nicht mit von der Partie, sondern weilte im Rahmen der Förderlizenzregelung beim EHC München. Für ihn stürmte Fabian Zick.

Crimmitschau trat körperlich und läuferisch stark auf und Rosenheim hatte Glück, nicht schon im ersten Durchgang in Rückstand zu geraten. Aber vor allem in Unterzahl zeigten die Starbulls eine couragierte Leistung und machte den Hausherren vor über 2000 begeisterten Zuschauern im Sahnpark das Leben schwer.


Konrad Reeder angelt vor Crimmitschaus Elia Ostwald nach der Scheibe

In der 25. Minute musste der abermals starke Norm Maracle hinter sich greifen, als Stephen Werner an der Bande den Kürzeren zog und Garret Bembridge letztlich die Führung erzielte. Doch die Starbulls fanden die passende Antwort durch Floppo Zeller, der in der 33. Minute den Ausgleich erzielte. Danach traf Robert Schopf nur die Latte und die in dieser Phase sehr selbstbewusst auftretenden Rosenheimer überstanden auch eine fünfminütige Unterzahl, nachdem Alan Reader eine Spieldauerstrafe erhielt.

„Da haben wir eine gute Phase gehabt, in der wir das Spiel drehen hätten können“, meinte Steer. Aber es kam anders, weil die Starbulls zu Beginn des letzten Drittels erneut in Unterzahl waren und Patrick Pohl mit einem Schuss die neuerliche Führung für Crimmitschau erzielte – Maracle war dabei die Sicht verdeckt. Die endgültige Entscheidung fiel dann in der 50. Minute durch Georg Albrecht, der einen Scheibenverlust von Konrad Reeder letztlich mit dem 3:1 vollendete.

Bereits am kommenden Freitag müssen die Starbulls Rosenheim wieder eine Reise in den Osten der Republik antreten. Dann geht es nach Weißwasser zu den Lausitzer Füchsen. Das nächste Heimspiel bestreiten die Rosenheimer am Sonntag gegen die Fishtown Pinguins aus Bremerhaven.

Statistik: Eispiraten Crimmitschau – Starbulls Rosenheim 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)

Tore: 1:0 (25.) Bembridge/Pohl, Saurette, 1:1 (33.) Zeller/Möchel, Rohner, 2:1 (43.) Pohl/Andress, Horneber, 3:1 (50.) Albrecht/McElroy, Hein

Strafminuten: Crimmitschau 8, Rosenheim 19 plus Spieldauer für Alan Reader

Zuschauer: 2068

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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