Trotz harten Kampfes verloren

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Spielen nicht schlecht, haben aber das Tor (noch) nicht getroffen: Die beiden Kanadier Konrad Reeder (im Bild), Mitch Stephens und der Deutsche Alan Reader wollen heute ihre Torsperre beenden.

Rosenheim - Schade, Starbulls: Hart gekämpft und dann unglücklich verloren. Nach einem spannenden Schlussdrittel, in dem die Rosenheimer ausgeglichen haben, trafen die Füchse kurz vor Schluss zum 5:3. *Live-Ticker zum Nachlesen*

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Lesen Sie hier den Vorbericht aus dem Oberbayerischen Volksblatt vom Freitag:

Mittelstürmer-Tausch soll Tore bringen


Fünf Spiele, neun Punkte, einstelliger Tabellenplatz, gute Leistungen, Platz eins in der Zuschauertabelle - der Aufstakt für den Aufsteiger Starbulls Rosenheim in die zweite Eishockey-Bundesliga ist durchaus gelungen. Vor dem Auswärtsspiel am Freitag, 19.30 Uhr bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser und dem Heimspiel am Sonntag, 18 Uhr, gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven hat Trainer Franz Steer eigentlich nur ein Problem: Seine erste Sturmreihe mit den beiden Ausländern Mitch Stephens und Konrad Reeder sowie mit Alan Reader hat bislang Ladehemmung. Die drei Stürmer haben trotz bester Chancen in fünf Spielen noch kein Tor erzielt und auch erst einen Skorerpunkt (Mitch Stephens) auf ihrem Konto.

Solange wir gewinnen ist das kein Problem, aber wenn wir verlieren müssen wir reden", sagte Steer noch vor Wochenfrist vor den Spielen gegen Landshut und Crimmitschau. Nachdem diese beiden Partien verloren gingen, gab es unter der Woche auch Einzelgespräche, wobei der Starbulls-Coach nicht alles in Frage stellen wollte, denn: "Es ist ja nicht so, dass die drei schlecht spielen. Sie erarbeiten sich Chancen, treffen aber das Tor nicht", sagt Steer.

Mitch Stephens wechselt zu Stephan Gottwald und Thomas Schenkel in den zweiten Sturm

Er will deshalb auch nicht die Sturmreihen durcheinanderwirbeln, eine kleine Änderung nimmt Steer aber voraussichtlich für die beiden Wochenendspiele trotzdem vor. Mitch Stephens wechselt zu Stephan Gottwald und Thomas Schenkel in den zweiten Sturm, Stephen Werner spielt mit Reader/Reeder zusammen. "Ich glaube, mit Werner und den beiden schnellen Außenstürmern passt das ganz gut. Stephens und Gottwald haben schon letzte Saison zusammengespielt, die kennen sich", sieht Steer keine großen Umstellungsprobleme. Vielleicht bringt ja dieses Wechselspiel den gewünschten Erfolg, sprich Tore. Die fehlten den Starbulls zweifelsohne am letzten Wochenende, denn mit mageren zwei Treffern in zwei Spielen gibt es in der zweiten Liga nichts zu gewinnen. "Wenn wir dann auch noch Fehler, beziehungsweise unnötige Scheibenverluste wie in Crimmitschau fabrizieren, sind die Punkte in der zweiten Liga ganz schnell weg", weiß Steer.

An diesem Wochenende soll aber wieder gepunktet werden, am besten schon heute in Weißwasser. "Das ist ein Gegner, den wir schlagen wollen", geht der Starbulls-Coach selbstbewusst in die heutige Partie, ohne dabei den Gegner zu unterschätzen. Dazu gibt es auch keinen Grund, denn die Starbulls dürfen keinen Widersacher in dieser Liga auf die leichte Schulter nehmen. Können die Starbulls allerdings ihr Potenzial abrufen, ist ein Sieg möglich - gegen jeden Gegner. Vor allem dann, wenn die Defensivabteilung um Torhüter Norm Maracle so konzentriert arbeitet wie in den ersten Spielen. Zehn Gegentore bedeuten bislang zusammen mit Spitzenreiter Schwenningen die Bestmarke. "Wenn wir in Weißwasser hinten gut stehen und unsere Torchancen besser nutzen, können wir gewinnen", ist sich Steer sicher.

Auf ihn und sein Team wartet am Sonntag ein ganz anderes Kaliber als Weißwasser. Bremerhaven gehört allein von den Spielernamen zu den Topteams der Liga. "Die haben eine Bombenmannschaft und jetzt fordern sie für Sonntag auch noch alle Förderlizenzspieler aus Köln an. Ich glaube, die haben gehörigen Respekt vor uns", glaubt Steer. Dazu passt auch, dass die Pinguine bereis am Samstag nach Rosenheim anreisen.

Alan Reader

Dass die Sonntag-Gäste zu packen sind, machte Landshut am letzten Wochenende vor - zumindest zwei Drittel lang. Da führten die Landshuter mit 5:3, um dann noch mit 5:6 diese "Hurra-Partie" zu verlieren. "Ich habe bereits mit Landshuts Trainer Tobi Abstreiter über Bremerhaven gesprochen. Gefährlich wird es, wenn wir im Mitteldrittel die Scheibe verlieren. Dann haben die Bremerhavener pfeilschnelle Spieler, die auch noch das Tor treffen". So wie zum Beispiel die Kanadier Brad Self (letztes Jahr Riessersee), Chris Stanley (Riessersee und Heilbronn) sowie die ehemaligen DEL-Spieler Sergej und Alexander Janzen, Marian Dejdar und Carsten Dosdeck (letzte Saison 36 Tore für Weißwasser).

Dazu gesellen sich noch zwei Scharfschützen in der Verteidigung mit Justin Kurtz und dem Ex-Rosenheimer Patrick Hucko. Der erhielt in seiner DEL-Saison in Rosenheim (1999/2000) aufgrund seiner harten Schüsse den Beinamen "Bum-Bum". Mittlerweile ist der 1,91 Meter große Hucko 37 Jahre alt und etwas langsamer geworden - genauso wie seine Verteidigerkollegen Janke und Kurtz (beide 33 Jahre). Da könnten sich durchaus für die schnellen Rosenheimer Stürmer Reeder und Reader Gelegenheiten bieten, ihre Torsperren zu durchbrechen. Gute Pässe von Stephen Werner werden sie definitiv bekommen, und dann ist auch ein Topteam wie Bremerhaven zu schlagen.

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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