Eine Anerkennung für die Starbulls

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Traf zuletzt im Pokal zweimal: Starbulls-Stürmer Alan Reader.

Rosenheim - „Ich finde das super. Für den Verein, für die Jungs und für die Zukunft“, erklärte Starbulls-Trainer Franz Steer zu den Einsätzen von Robert Schopf und Marius Möchel in der DEL beim EHC München.

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Am Donnerstag waren die beiden Rosenheimer Eigengewächse zusammen mit Philipp Quinlan beim 7:4-Sieg der Münchner gegen die Hamburg Freezers pro Drittel drei bis vier Einsätze. Dass Möchel und Schopf von den Starbulls als Förderlizenzspieler freigestellt wurden war nur möglich, weil Rosenheim am gestrigen Freitag in der 2. Liga spielfrei war und erst morgen, Sonntag, 18 Uhr, zu Hause gegen Bietigheim spielen. Deshalb werden Schopf und Möchel am Samstag beim nächsten DEL-Spiel der Münchner nicht dabei sein, denn da ist den Starbulls-Verantwortlichen das Hemd näher als die Hose, "so gerne wir auch helfen würden", sagt Steer. Die Münchner hätten beide Stürmer gerne wieder spielen lassen: "Sie haben sich sehr gut präsentiert, sind läuferisch stark und körperlich fit", hörte man aus München. Das ist nicht nur für die Spieler sondern auch für die Arbeit der Starbulls eine große Anerkennung und kann nur positiv für die Zukunft sein. Das sieht auch Trainer Franz Steer so: "Damit machen wir uns bei vielen talentierten deutschen Spielern einen guten Namen und unsere eigenen Nachwuchsspieler sehen wie schnell man über die 2. Bundesliga und guten Leistungen zu Einsätzen in der DEL kommen kann."

Bei Scheibenverlust alle Mann zurück


Mit Schopf und Möchel und wahrscheinlich auch mit Quinlan, der heute noch für München spielt und am Sonntag nach Rosenheim kommt (Steer: "Er spielt sehr gerne für uns") geht es für die Rosenheimer mit dem Heimspiel gegen Bietigheim in das zweite Viertel der Saison. Kurios, denn am Sonntag spielen die Starbulls bereits das zweite Mal gegen die Steelers, waren schon zweimal spielfrei haben aber bis dato noch nicht einmal gegen Kaufbeuren gespielt.

Gegen Bietigheim sind die Rosenheimer erstmals in dieser Saison in einer leichten Favoritenrolle, was Trainer Steer gar nicht in den Kram passt: "Tabellarisch gesehen leicht favorisiert, doch von der Erfahrung und vom Potential der einzelnen Spieler sicher nicht", hält Steer nichts von dem Spielchen "Favorit und Außenseiter". Der Starbulls-Coach weiß wie Bietigheim spielt und das ist ziemlich unangenehm für jeden Gegner: "Bei Scheibenverlust alle Mann zurück an die eigene blaue Linie und dann auf Fehler des Gegners warten". Bietigheims Trainer Christian Brittig hat nach dem letzten Wochenende und aufgrund der aktuell indiskutablen Tabellensituation (Tabellenelfter mit zehn Punkten Rückstand auf die Starbulls) seine Torhüter hart kritisiert. "Momentan liegt unsere Misere ganz klar an den Torhütern. Das muss man auch einmal ansprechen. Das sind Profis, da geht es um Leistung und Geld", wettert Brittig gegen Martin Cinibulk und Martin Morczinietz, die vor der Saison als das bestes Torhüter-Duo der Liga galten.

Wer den Top-Keeper der 2. Liga live erleben will, muss sich Spiele mit Beteiligung der Starbulls Rosenheim anschauen, denn was Norm Maracle alles hält treibt den gegnerischen Stürmern die Tränen in die Augen. "Er hat sicher einen großen Anteil an unserem bisherigen Erfolg, aber auch unsere Teamleistung ist optimal. Wenn jetzt noch einige Spieler ihr volles Potential abrufen, können wir noch stärker werden", glaubt Steer. Der hätte übrigens noch besten Gewissens gerne einen weiteren Spieler nach München geschickt: "Wenn sie in der Abwehr Probleme haben, empfehle ich ihnen Niko Senger. Der spielt bisher eine tolle Saison."

bz/Oberbayerisches Volksblatt

rosenheim24.de ist am Sonntag natürlich wieder mit dem Liveticker dabei.

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