Starbulls: Der wichtige erste Treffer

Rosenheim - Es wurde ja auch Zeit für den Umschwung! Nach dem fantastischen Start in die Zweite Bundesliga befanden sich die Starbulls zwischendurch in einem kleinen Tief mit nur einem Punkt aus drei Begegnungen.

Dies nicht zuletzt deswegen, weil man mit einem Tor pro Spiel im Normalfall nicht gewinnen kann. Und nun also fünf Tore in einem einzigen Match, obwohl die Starbulls auch nicht viel anders spielten als bisher, nur, dass sie diesmal endlich ihre Torchancen konsequent ausnutzten.


"Federführend" war dabei (wie berichtet) der erste Sturm, der in den Spielen zuvor zwar viele Chancen erspielt, aber dabei nur vorbei gezielt oder Metall getroffen hatte. Aber nun... Bereits am Freitag in Weißwasser konnte Mitch Stephens endlich sein erstes Saisontor bejubeln, nur legte er gegen Bremerhaven zwei weitere nach und lieferte (nach Thomas Schenkel in Dresden) als zweiter Starbull ein Drei-Punkte-Spiel. Konrad Reeder holte mit zwei Vorlagen seine ersten Scorerpunkte, und Alan Reader gelang im Powerplay auch sein erstes Tor. Zur Erinnerung: Im Vorjahr brauchte der Spätstarter sogar elf Spiele, bis ihm gegen Passau dann gleich ein Doppelpack gelang.

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Zum ersten Mal in dieser Liga ließ man es auch in Überzahl so richtig krachen. Nach nur drei Treffern in 48.21 Minuten Powerplay in den ersten sechs Spielen schlugen Gottwald & Co. gegen Bremerhaven in 12.09 Überzahl-Minuten gleich dreimal zu, fast eine Vervierfachung der Effektivität. Bei eigener Unterzahl kassierte man in den letzten drei Matches zwar jeweils ein Tor (nach vier Spielen mit perfektem Penalty-Killing), mit 90 Prozent Erfolg liegt man aber hinter Weißwasser nach wie vor an der Spitze der Liga in dieser Rubrik.

Ein erster großer Schritt zum Erfolg war sicher der Führungstreffer nach 57 Sekunden, nachdem die Starbulls in den letzten drei verlorenen Spielen überhaupt nie in den Genuss eines Vorsprungs gekommen waren. Am Freitag war es in der Lausitz noch andersherum gelaufen: Da lag man schon nach 33 Sekunden in Rückstand, den man zwar im Laufe des Spiels egalisieren konnte, aber durch den gegnerischen Doppelschlag in der letzten Minute (binnen 49 Sekunden) wieder null und nichtig machte. Den Starbulls ist ein solcher Doppelschlag bisher noch nie gelungen, aber immerhin lagen am Sonntag zwischen dem 1:0 und dem 2:0 nur gut drei Minuten und zwischen dem vierten und fünften als Antwort auf den ersten Gegentreffer nur 2:17 Minuten. Danach hatte Pinguine-Keeper Dustin Haloschan genug und überließ der etatmäßigen Nummer Eins Marko Suvelo seinen Platz. Mit Suvelo hatten die Starbulls zu Oberligazeiten eher schlechte Erfahrungen gemacht. In sechs Spielen für Bad Tölz und die Berlin Capitals lag seine Erfolgsbilanz gegen Rosenheim zwar nur bei 50 Prozent, der Finne mit deutschem Spielerpass kassierte aber im Schnitt dabei nur zwei Tore und war neben dem Riesserseer Mark McArthur der einzige Oberliga-Torhüter, der gegen die Starbulls zwei Shutouts feiern konnte. Und auch diesmal konnte er in seinen 32 Minuten Eiszeit seinen Kasten sauberhalten.

Starbulls - Bremerhaven

Konrad Reeder bejubelt einen Rosenheimer Treffer. © Ziegler
Norm Maracle vereitelt ein Chance der Pinguins. © Ziegler
Thomas Rohner trifft zum 2:0. © Ziegler
Stephan Gottwald erzielt das 3:0. © Ziegler
Mitch Stephens auf dem Weg zum 4:1. © Ziegler
Alan Reader trifft zum 5:1. © Ziegler
Steers Stiefsohn: Bremerhavens Förderlizenz-Spieler Gerrit Fauser. © Ziegler

Überhaupt scheint der erste Treffer heuer sehr wichtig zu sein. In sechs der sieben bisherigen Rosenheimer Begegnungen gewann die Mannschaft, die mit 1:0 in Führung ging. Lediglich zum Saisonauftakt eröffnete Bietigheim den Torreigen, und die Starbulls gewannen trotzdem (3:2 nach Penalty-Schießen). Dass es diesmal gleich drei Treffer im ersten Abschnitt sein würden, damit konnte man nicht rechnen, hatten die Starbulls doch in sechs Anfangsdritteln zuvor erst zwei Tore erzielt.

Doppeltorschützen gab es satt an diesem Wochenende: Stephan Gottwald traf am Freitag zweimal, Mitch Stephens am Sonntag. Ebenso auf der Gegenseite: Beide Bremerhavener Treffer schoss Chris Leinweber, und für Weißwasser war Ervin Masek zweimal erfolgreich. Vielleicht hätten die Starbulls dem sächsischen Gamewinner Mondi Hilger entgegensetzen sollen, denn mit 43 Jahren ist Masek ältester Spieler der Liga.

Kleines Detail am Rande: Gegen Bremerhaven war es das erste Spiel überhaupt. Der einzige Kontakt zwischen Rosenheim und dem nördlichsten Ligakontrahenten war der Wechsel von Stürmer Reemt Pyka 1988 zum Sportbund, für den er vier Jahre lang stürmte.

Live-Ticker zum Nachlesen

Stimmen zum Spiel (Radio Charivari)

Statistik:

Starbulls Rosenheim – Fischtown Pinguins Bremerhaven 5:2 (3:0, 2:1, 0:1)

Tore: 1:0 (1.) Stephens/Reeder, Kunes, 2:0 (5.) Rohner/Hanselko, Stephens, 3:0 (12.) Gottwald/Werner, Paderhuber, 3:1 (25.) Leinweber/Stanley, Garten, 4:1 (26.) Stephens/Paderhber, Auger, 5:1 (28.) Reader/Reeder, Kunes, 5:2 (51.) Leinweber/Stanley, Kurtz

Strafminuten: Rosenheim 10, Bremerhaven 20 plus 10 Disziplinar für Alexander Janzen

Zuschauer: 2017

Rubriklistenbild: © Ziegler

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