Starbulls verlieren in Heilbronn 6:3

Heilbronn/Rosenheim -  Die Starbulls Rosenheim traten gegen einen "Nachbarn" in der Tabelle der zweiten Bundesliga an: Die Heilbronner Falken. Obwohl die Starbulls zwischenzeitlich überlegen waren - das Spiel endete 6:3 für die Falken. *Live-Ticker zum Nachlesen*

Kein guter Start für die Starbulls: Bereits in der 2. Minute das erste Gegentor durch Michel Léveillé von den Falken. Und die Falken legen nach: Zweites Tor in der 21. Minute durch Fabian Krull. Und der Lauf der Falken reisst nicht ab: Das dritte Tor ist drin, Torschütze Toni Ritter. Justin Cox hält drauf und trifft - viertes Tor für Heilbronn.


Doch jetzt kommt Stephen Werner - und prompt fällt das erste Tor für die Starbulls. Und gleich nochmal - es steht 4:2! Torschütze: Thomas Schenkel. Es geht Schlag auf Schlag! Drittes Tor für die Starbulls durch Marius Möchel.

Torsten Fendt hält drauf - und trifft: 5:3 für die Falken. Michel Léveillé kommt noch einmal zum Zug - 6:3.


Lesen Sie hier den Vorbericht aus dem Oberbayerischen Volksblatt:

Starbulls zweimal gegen Traumpaare

Mit Traumpaaren wie Kühnhackl/Schloder oder Truntschka/Hegen können sich die beiden Paare, auf die Rosenheims Eishockeyspieler an diesem Wochenende treffen, allerdings noch nicht mithalten. Aber...

Am Freitag, 20 Uhr, geht es in Heilbronn gegen das Duo Keith Johnson (vier Tore, neun Assists) und Michel Leveille (2/8), am Sonntag, 18 Uhr, im Heimspiel kommt Freiburg mit Dustin Sylvester (8 Tore/1 Assist) und Christopher Capraro (2/8).

Die Trainer der beiden Traumpaare schwärmen jedenfalls von ihren Topspielern. Rico Rossi, Coach des heutigen Gegners Heilbronn, der in der Tabelle mit elf Punkten einen Punkt hinter den Starbulls liegt, sagt über seine beiden kongenialen Kontingentspieler (zusammen 23 Skorerpunkte): „Sie skoren mit der Präzision einer Schweizer Taschenuhr und mischen die gegnerischen Abwehrreihen auf“. Freiburgs Coach Markus Berwanger sieht bei Dustin Sylvester sogar Fähigkeiten eines NHL-Spielers, schränkt aber gleichzeitig ein. „Für diese Liga ist er zu klein“.

Stimmt, denn Sylvester, der schon zweimal an einem NHL-Trainingscamp bei der Colorado Avalanche (2008) und im September 2009 bei den Anaheim Ducks teilnahm, ist nur 1,68 Meter groß.

"Er ist aufgrund seiner geringen Körpergröße sehr quirlig und zudem technisch versiert", sagt Starbulls-Coach Franz Steer, der natürlich um die Stärke der gegnerischen Stürmer weiß, aber schlaflose Nächte bereiten ihm Sylvester und Co. nicht. "Sie können auch nur so gut spielen, wie es der Gegner zulässt und gerade im Defensivverhalten haben wir bis jetzt sehr gut gespielt", ist Steer zuversichtlich, dass er das richtige Mittel findet, um die Kreise der gegnerischen Topskorer empfindlich zu stören. "Die ganze Liga spricht über den sogenannten Wundersturm von Dresden mit Patrick Jarrett, Sami Kaartinen und Jan Zurek. Die sind gegen unsere vierte Reihe kaum aus dem Drittel rausgekommen", erinnert sich Steer und außerdem weist er darauf hin, dass Heilbronn nicht nur aus Keith Johnson/Michel Leveille und Freiburg aus Christopher Capraro und Dustin Sylvester bestehen. "Gerade Heilbronn hat in der Offensive noch einige Waffen und Freiburg besitzt das beste Überzahlspiel der Liga", warnt Steer vor zu großer Konzentration auf einzelne Spieler. So stehen beispielsweise unter den ersten zehn der "Eishockey News"-Statistik "Überzahl-Tore" fünf Freiburger Spieler: Dustin Sylvester Christian Billich, Mark Heatley, Kevin Lavallee und Barry Noe. Da hat der Rosenheimer Markus Berwanger, Chef hinter der Freiburger Bande, im Vorfeld der Saison bei der Zusammenstellung der Mannschaft und im Training ganze Arbeit geleistet.

Genauso wie sein Trainerkollege auf Rosenheimer Seite, Franz Steer, der sich auf die eigenen Stärken und nicht die der Gegner verlassen will: "Und da haben wir einiges zu bieten", geht Steer selbstbewusst an die beiden Aufgaben in Heilbronn und Freiburg heran. Rosenheim hat sogar so viel zu bieten, dass bislang noch keine Mannschaft "spielerisch oder läuferisch besser war als wir", ist Steer zu Recht stolz auf das bisher Erreichte. Die Tabelle hat aber noch keinerlei Aussagekraft und deshalb wischt Steer Spekulationen, es könne sich um zwei Spiele gegen Konkurrenten um die direkten Play-off-Plätze (die ersten sechs der Tabelle) handeln, vom Tisch: "Wir haben gerade mal ein Siebtel der Spiele bis zum Play-off-Start absolviert. Momentan ist alles möglich. Zwei Niederlagen, dann steht man ganz hinten drin, zwei Siege, dann könnten wir Zweiter sein."

Damit es mit zwei Siegen klappt ("Das ist unser Ziel", O-Ton Steer), sollte auch die erste Reihe mit Konrad Reeder, Mitch Stephens und Alan Reader ihre zurück gewonnene Torgefährlichkeit aus dem Bremerhavener Spiel wieder unter Beweis stellen. Dann könnten die Starbulls am Sonntag endlich ihren ersten Heimsieg gegen ein Freiburger Team einfahren, denn bislang setzte es in den vier Aufeinandertreffen in den Spielzeiten 2006/2007 und 2007/2008 vier Niederlagen (1:1/4:6/1:2/1:4).

Übrigens nicht nur die beiden Wochenend-Gegner haben zwei Spieler, die sich auf dem Eis glänzend ergänzen - auch Rosenheim kann in der noch jungen Saison mit einem Traumpaar aufwarten: Kapitän Stephan Gottwald (5 Tore/2 Assists) und Stephen Werner (zwei Tore/sechs Assists) haben bisher voll überzeugt. Mal sehen, wer nach diesem Wochenende die Bezeichnung "Traumpaar der 2. Liga" tatsächlich verdient. Oder sind vielleicht doch die "Normalos" diejenigen, die das Spiel entscheiden?

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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