Starbulls besiegen Favorit Ravensburg 3:1

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Auf ihn kommt es in den Spielen gegen die Spitzenteams ganz besonders an: Rosenheims Top-Keeper Norm Maracle, der seinen Fanghandschuh meistens schon dort hat, wohin der Puck fliegt.

Rosenheim - Top-Favorit Ravensburg hatte keine Chance gegen die Starbulls. Die Towerstars fahren ohne Punkte, dafür mit einer 3:1-Niederlage im Gepäck nach Hause. *Live-Ticker zum Nachlesen*NEU: O-Töne aus der PK*

Tore:


1:0 - Stephen Werner, 12. Minute

2:0 - Stephan Gottwald (Werner/Zeller), 38. Minute


3:0 - Marius Möchel (Zeller), 58. Minute

3:1 - Max Schmidle (Kinch/Maloney), 59. Minute

O-Töne aus der PK auf Radio Charivari

Lesen Sie hier den Vorbericht aus dem Oberbayerischen Volksblatt:

Ein Hammer-Wochenende steht der Steer-Truppe bevor. Ravensburg und Schwenningen, die Topteams der Liga, werden den Starbulls alles abverlangen. Los geht´s heute gegen Ravensburg.

Wer die Eishockey-Experten vor der Saison zu den Favoriten der 2. Bundesliga befragte erhielt immer die gleichen Antwort: Topfavorit Schwenningen und schärfster Widersacher Ravensburg. Und genau gegen diese beiden Topteams der Liga spielen die Starbulls Rosenheim an diesem Wochenende -  Freitag, 19.30 Uhr zu Hause gegen Ravensburg, am Sonntag, 18 Uhr, gegen und in Schwenningen.

Live-Ticker zum Nachlesen

Das Erfreuliche an dieser Konstellation: Man muss sich nicht fürchten um die Starbulls, denn die Rosenheimer Eishockeycracks sind punktgleich mit den Towerstars (aktuell Tabellenfünfter) und auch Spitzenreiter Wild Wings Schwenningen ist mit sechs Punkten in Reichweite.

Ravensburgs "böser Bube" Brian Maloney geriet im Vorbereitungsspiel mit Niko Senger aneinander.

Und trotzdem sind beide Teams nicht mit der Rosenheimer Mannschaft zu vergleichen. Das weiß auch Starbulls-Coach Franz Steer: "Ravensburg hat ganz klar die besseren Einzelspieler. Das gilt auch für Schwenningen, nur die Wild Wings sind dazu auch mannschaftlich geschlossen. Gegen die haben wir nur eine Chance, wenn wir einen Sahnetag erwischen, leidenschaftlich kämpfen und Norm Maracle überragend hält". Solche Tage soll es geben und deshalb fahren die Rosenheimer sicher nicht chancenlos zum Spitzenreiter, der im zweiten Jahr sehr erfolgreich von Tölzer Axel Kammerer gecoacht wird.

Special:

Starbulls

Zunächst zählt aber nur das Heimspiel heute gegen Ravensburg. Viele Fans denken mit Grauen an die Saison 2005/2006 zurück, als die Starbulls, damals unter Trainer Ron Chyzowski, in der Oberliga-Meisterrunde gegen Ravensburg mit 2:10 verloren und dabei vorgeführt wurden. Es war eine der höchsten Niederlagen, die eine Rosenheimer Eishockeymannschaft jemals auf eigenem Eis kassiert hat. Heute treffen sich beide Teams in der 2. Liga wieder. Bereits in der Vorbereitung trafen die Starbulls und die Towerstars aufeinander. In Rosenheim siegten die Starbulls mit 6:1 Toren in Ravensburg unterlag man 2:4. "Ganz schnell vergessen, vor allem das Heimspiel", fordert Trainer Franz Steer, denn mittlerweile haben sich die Ravensburger nach anfänglichen Schwierigkeiten zu einem Topteam entwickelt. Wenn noch ein Beweis nötig war, dann haben die Schützlinge von Trainer Peter Draisaitl den vor einer Woche mit dem 4:1-Sieg gegen Schwenningen eindrucksvoll abgeliefert. Zwei Tage später kam der Tag von Alex Leavitt, der mit seinen drei Toren in Bietigheim (5:4-Sieg nach Verlängerung) endlich seine Klasse aufblitzen ließ. Der letztjährige DEL-Spieler aus Kassel bildet zusammen mit Brian Maloney (letztes Jahr DEL in Straubing und einer der "bösen Buben" der Liga) und Ben Thomson (im Vorjahr 72 Punkte für Ravensburg) eine brandgefährliche Reihe.

Zu lange Eiszeiten der einzelnen Reihen

"Ich sage Ja. Sehr gute Einzelspieler, aber als Mannschaft können wir mithalten", ist sich Steer sicher, "wenn wir diszipliniert spielen", schiebt der Landshuter gleich hinten nach. Ihm gefallen in den letzten Spielen einige Kleinigkeiten nicht und "die werde ich ganz deutlich ansprechen, auch wenn wir mit unserer bisherigen Punktausbeute sehr zufrieden sein können", sagt Steer, der nicht warten will bis sich die Kleinigkeiten summieren und daraus vermeidbare Niederlagen entstehen. Steer meint damit vor allem die viel zu langen Eiszeiten der einzelnen Reihen und die fehlende Abstimmung im Forechecking. Das zeichnete die Starbulls in den ersten Spielen aus und ließ sofort den Funken auf das Publikum überspringen. Jetzt, wo die Nächte wieder kälter und länger werden, jetzt kommt die Eishockey-Zeit: Mütze, Fanschal, warm anziehen, trotzdem ein bisschen frieren, einen Glühwein im Stadion, ein Spiel, das einen packt, das schnell ist, das begeistert, viele junge und hungrige einheimische Spieler - all das wurde und wird in dieser Saison im Rosenheimer Eisstadion geboten. Und gerade gegen Teams der "Preisklasse Ravensburg" braucht die Rosenheimer Mannschaft die Unterstützung ihrer Fans.

Lob für die jungen Spieler

Die Starbulls werden wieder versuchen mit vier Sturmreihen den Gegner kräftemäßig "auszupressen", um dann im letzten Drittel die Partie zu entscheiden. "Ich kann mich auf meine jungen Spieler verlassen. Sie geben alles, spielen gut und schießen auch Tore", lobt Steer. So haben im letzten Spiel gegen Freiburg Robin Hanselko und Philipp Quinlan (Steer: "Ihm gefällt es bei uns und er spielt gut") ihre Mannschaft mit ihren Toren in Unterzahl in die Partie zurückgebracht, ehe die Routiniers Stephan Gottwald, Alan Reader und Andreas Paderhuber die Partie entschieden haben.

Sollte den Starbulls heute ein Heimsieg gegen Ravensburg gelingen, kann man ruhig und entspannt nach Schwenningen fahren - zum Spitzenspiel der 2. Liga...

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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