"Das Glück wird irgendwann zurückkommen!"

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Sah beim vierten Gegentor alles andere als gut aus: Starbulls-Keeper Patrick Ehelechner.
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Kaufbeuren - Man, das war ärgerlich: Trotz vieler Chancen mussten die Starbulls am Abend eine weitere Niederlage hinnehmen - und sind nun aus den Playoff-Plätzen gefallen.

Zwei Tage nach der guten Leistung und der 2:3-Heimniederlage gegen Spitzenreiter Bietigheim unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler am Sonntagabend mit 3:4 (2:1, 1:3, 0:0) beim Tabellenvorletzten ESV Kaufbeuren und sind damit vorübergehend auf den neunten Tabellenplatz in der DEL2 zurückgefallen. Vor 1.564 Besuchern in der Sparkassen-Arena war es aber eine vermeidbare Niederlage. Vor allem im ersten Teil des Spiels hatten die Gäste zahlreiche Gelegenheiten, das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. Doch letztlich führten die schwache Chancenverwertung, ein starker ESVK-Schlussmann Stefan Vajs und eigene individuelle Fehler zur insgesamt bereits zwölften Saisonniederlage für die Grün-Weißen.

Dabei hatten die Starbulls die Begegnung absolut dominant begonnen. In den ersten zehn Minuten hatten die Gäste sechs, sieben glasklare Torchancen, doch weder Benjamin Zientek (zweimal), Fabian Zick, Neuzugang Stephen Schultz oder Tyler McNeely mit einem Lattentreffer konnten die Scheibe im Kaufbeurer Kasten unterbringen. Dafür klingelte es gleich im ersten Powerplay auf der anderen Seite, als Max Schmidle den Schuss von Kapitän Daniel Menge entscheidend abfälschte. Der Stock des Torschützen dürfte sich dabei gerade noch auf regelkonformer Höhe befunden haben.

Die Rosenheimer antworteten mit wütenden Angriffen und glichen in der 16. Minute aus, als McNeely von hinter dem Tor in den Slot passte und Schultz ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub seinen ersten Treffer für die Starbulls erzielte - 1:1. Und es sollte noch besser kommen, als Andrej Strakhov in der 18. Minute im Fallen zum 1:2 traf. Das war mehr als verdient, doch angesichts des Chancenverhältnisses war die Führung zur ersten Pause eigentlich nicht hoch genug.

Doch gleich nach dem ersten Wechsel wendete sich das Blatt: In Unterzahl ließen sich die Starbulls überrumpeln und Michael Fröhlich netzte nur 45 Sekunden nach Wiederbeginn aus kürzester Distanz zum Ausgleich ein. Drei Minuten später wurde der Ex-Rosenheimer endgültig zum Starbulls-Schreck, als er zum zweiten Mal traf, nachdem die Gäste völlig unnötig in einen Konter gelaufen waren (24.). Rosenheim war nun angeschlagen - und hatte Glück, dass Patrick Ehelechner einen Penalty von Fröhlich erfolgreich entschärfte (34.). Wenig später sah der Rosenheimer Torhüter aber alles andere als gut aus, als er einen Schuss von Tim Richter durchrutschen ließ und die Scheibe zum 4:2 hinter die Linie kullerte (39.). Immerhin ließ Mario Trabucco die knapp 200 mitgereisten Starbulls-Anhänger nochmal hoffen, als er kurz vor der zweiten Sirene zum 4:3-Anschlusstreffer einnetzen konnte.

Im letzten Abschnitt konnte man den Starbulls das Bemühen zwar nicht absprechen, aber die Bemühungen waren viel zu bieder, so dass Kaufbeuren letztlich eine konsequente Defensivleistung genügte, um den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. Für die Innstädter war es nun schon die dritte Niederlage in Serie. "Ich wiederhole mich auf jeder Pressekonferenz. Wir hatten wieder jede Menge Chancen, das Spiel zu gewinnen. Torwart Vajs war überragend. Aber das Glück wird irgendwann zurückkommen", meinte Starbulls-Coach Franz Steer nach dem Spiel. Den jüngsten Negativlauf hat der Coach genau unter die Lupe genommen: "Ich habe alle Gegentore analysiert. Wir haben in dieser Saison bereits 15 abgefälschte Tore - so wie heute beim ersten Gegentor - reinbekommen und selbst genau ein solches geschossen!"

Das Spiel in der Statistik:

ESV Kaufbeuren - Starbulls Rosenheim 4:3 (1:2, 3:1, 0:0)

Tore: 1:0 (10.) Max Schmidle (Daniel Menge, Michael Fröhlich - Überzahl-Tor), 1:1 (16.) Stephen Schultz (Tyler McNeely, Max Hofbauer - Überzahl-Tor), 1:2 (18.) Andrej Strakhov (Stephan Gottwald, Mario Trabucco), 2:2 (21.) Michael Fröhlich (Daniel Menge, Max Schmidle - Überzahl-Tor), 3:2 (24.) Michael Fröhlich (Max Schmidle, Rob Kwiet), 4:2 (39.) Tim Richter (Manuel Wiederer, Maximilian Hadraschek), 4:3 (40.) Mario Trabucco (Stephen Schultz, Tyler McNeely).

Schiedsrichter: Marian Rohatsch (Lindau).

Strafen: Kaufbeuren 8 - Rosenheim 10.

Zuschauer: 1.564.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

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