Stark gespielt und Charakter bewiesen

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Um jeden Zentimeter wurde erbittert gefightet.
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Landshut - Am Ende hüpften sie freudig über das Eis und feierten ausgelassen mit ihren Fans: Trotz zweimaligen Rückstandes haben die Starbulls das Derby in Niederbayern gewonnen.

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Starbulls drehen Spiel im letzten Drittel

Diesen Abend darf man gerne in Erinnerung behalten: Die Rosenheimer Eishockeyspieler gewannen vor 5.000 Zuschauern und elektrisierender Atmosphäre im ausverkauften Stadion am Gutenbergweg mit 4:2 (0:1, 1:0, 3:1) bei ihrem Erzrivalen EV Landshut. Dabei holten die Innstädter nicht nur ein 0:1 und 1:2 auf, sondern gaben nach den deutlichen Worten, die ihr Trainer Franz Steer nach der Niederlage am Freitag gegen Dresden vom Stapel gelassen hatte („Einige Spieler beschäftigen sich momentan mehr mit Christkindlmarkt oder Spielervermittlern!“), auch die passende Antwort auf dem Eis! Charaktertest bestanden, kann man da nur sagen!

Rosenheim in der Tabelle wieder dran

Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Die Liga ist wieder spannend! Die Rosenheimer behaupteten damit nicht nur den zweiten Tabellenplatz, sondern sind durch den Dreier wieder bis auf vier Zähler an den Spitzenreiter herangekommen! Bei einer Pleite wäre Landshut hingegen auf zehn Punkte davongezogen.

Landshut vs. Starbulls (1)

Kurzzusammenfassung bei Radio Charivari:

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Zunächst waren allerdings die Hausherren die bessere Mannschaft, wobei auf beiden Seiten lange Zeit konsequente Abwehrarbeit im Vordergrund stand. Daran änderte auch die frühe Führung für Landshut nichts, die sich Stephan Daschner mit einer tollen Einzelleistung verdiente. Klug schirmte er mit Körper und Stock die Scheibe ab, umkurvte die halbe SBR-Abwehr und schlenzte diese schließlich aus der Drehung unter die Latte – klasse gemacht, 1:0 (7.). In der Folge blieben die Hausherren in einer zunächst sehr fairen Begegnung tonangebend, ein zweiter Treffer wollte den Niederbayern aber nicht gelingen.

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Nach der ersten Pause konnte sich Rosenheim mehr Spielanteile erarbeiten. Und als die Nickligkeiten auf beiden Seiten zunahmen, gelang der Ausgleich. In doppelter Überzahl kullerte der Puck nach einem Schuss von Shawn Weller durch den Landshuter Torraum, wo Norman Hauner sich artig bedankte und die Scheibe aus kürzester Distanz ins Netz schob (27.). Anschließend hatte Martin Davidek Glück, dass er nur eine kleine Strafe aufgebrummt bekam, als er Kim Staal mit dem Schläger im Gesicht getroffen hatte – das sah böse aus! Chancen gab es nun auf beiden Seiten: Tyler McNeely und Robin Hanselko scheiterten für die Starbulls, auf der Gegenseite vergab der EVL eine Chance in Unterzahl und Cody Thornton jagte den Puck aus drei Metern ins Fangnetz.

Letztes Drittel hatte es in sich

Norman Hauner und Josh Godfrey "klären" eine Meinungsverschiedenheit.

Das Schlussdrittel hatte es dann gehörig in sich: Anfangs hatten wieder die Rot-Weißen leichte Vorteile, doch das Starbulls-Bollwerk hielt – bis zur 46. Minute: Da bediente Peter Abstreiter in Überzahl den lauernden Davidek, der den Puck aus spitzem Winkel über die Schulter von Pasi Häkkinen unter die Latte hob. Doch angetrieben von den mitgereisten 800 Anhängern gab sich Rosenheim noch nicht geschlagen. Ebenfalls im Powerplay gelang Kim Staal in Minute 52 der jetzt verdiente Ausgleich und als Hauner knapp drei Zeigerumdrehungen später nach einem „Gewurschtel“ zur erstmaligen Gästeführung einschoss (55.), kannte der Jubel im Rosenheimer Fanblock keine Grenzen mehr.

Landshut vs. Starbulls (2)

Die Gäste mussten anschließend nur noch kurz bei einem Lattenschuss von Thornton zittern, ehe EVL-Topscorer Riley Armstrong drei Minuten vor Schluss eine Disziplinarstrafe kassierte und seinem Team damit einen „Bärendienst“ erwies. So war es schließlich einem gebürtigen Landshuter vorbehalten, das Spiel 26 Sekunden vor Schluss zu entscheiden: Nach einem Puckverlust im Aufbau war es Max Hofbauer, der sein erstes Tor im grün-weißen Dress erzielte, indem er von der blauen Linie die Scheibe in den inzwischen verwaisten EVL-Kasten schoss (60.).

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

EV Landshut – Starbulls Rosenheim 2:4 (1:0, 0:1, 1:3) 

Tore: 1:0 (7.) Stephan Daschner (Max Forster, Bill Trew), 1:1 (27.) Norman Hauner (Shawn Weller, Robin Weihager – Überzahl-Tor 2), 2:1 (46.) Martin Davidek (Peter Abstreiter, Stephan Kronthaler – Überzahl-Tor), 2:2 (52.) Kim Staal (Andrej Strakhov, Max Renner – Überzahl-Tor), 2:3 (55.) Norman Hauner (Tyler McNeely, Shawn Weller), 2:4 (60.) Max Hofbauer (Andrej Strakhov, Kim Staal – ENG).

Schiedsrichter: Steffen Klau (Iserlohn).

Strafen: Landshut 38 – Rosenheim 14.

Zuschauer: 4.996 (ausverkauft).

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

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