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"Man kann Spiele nicht immer drehen"

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Das 0:2 durch Sikora.

Rosenheim - Trainer Franz Steer war trotz der 1:3-Heimniederlage seiner Starbulls Rosenheim gegen den ESV Kaufbeuren versöhnlich.

"Es geht halt nicht immer, dass man Spiele dreht", meinte der Rosenheimer Coach nach dem Punktspiel in der 2. Eishockey-Bundesliga. "Wir hatten zwar mehr Spielanteile, haben aber das Tor nicht schießen können, das die Wende bringt", so Steer weiter.

Einmal mehr hatte sein Team in einem Heimspiel ein frühes Gegentor kassiert. Nach 28 Sekunden lag die Scheibe im Rosenheimer Tor, nachdem Daniel Menge aus kurzer Distanz relativ unbehelligt einschießen konnte. Und zumindest da war es dann mit Steers Versöhnlichkeit vorbei. In der Pressekonferenz angesprochen auf die wachsende Anzahl der frühen Gegentore meinte der Rosenheimer Coach vielsagend: "Ich glaube nicht an Zufälle. Das hat seine Gründe und ich werde das den entsprechenden Leuten schon noch mitteilen."

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So musste man dem frühen Rückstand hinterher laufen - gegen eine Mannschaft, die sehr aggressiv spielte, früh drauf ging und so die Rosenheimer kaum ins Spiel kommen ließ. Zwar besaßen die Starbulls in der dritten Minute gleich die große Chance bei einem Lattentreffer von Robert Schopf, eine große Drangphase blieb zunächst allerdings aus. Zudem hatten die Gäste mit Stefan Vajs einen bärenstarken Goalie zwischen den Holmen: "Ich bin heilfroh, dass er auch heute so stark gespielt hat", lobte Kaufbeurens Trainer Ken Latta seinen jungen Torhüter. Auch die Starbulls hatten mit Timon Ewert einen jungen Mann im Tor - und auch er machte seine Sache gut. Bei den Gegentoren war Ewert machtlos. "Er hat sehr gut gehalten", meinte Steer und kündigte an, dass der 20-Jährige auch am Sonntag in Ravensburg zum Einsatz kommen wird.

Eine Chance von Zeller.

Ewert hielt, was zu halten war - nichts machen konnte er beim zweiten Gegentor, als sich Petr Sikora mit einem Geniestreich durch die Rosenheimer Defensive schlängelte, den diesmal unglücklich agierenden Verteidiger Dominic Auger stehen ließ, dann auch noch Ewert ausspielte und einschoss; das ganze geschah 40 Sekunden vor der zweiten Drittelpause. Zuvor ließen die Starbulls eine Fünf-gegen-Drei-Überzahlsituation verstreichen. "Das war sicherlich eine Schlüsselszene. Hätte Rosenheim hier das Tor geschossen, dann wäre das Spiel bestimmt anders ausgegangen", bekannte Latta.

Zu Beginn des letzten Drittels schossen die Starbulls dann doch ihr Tor: Stephen Werner konnte Vajs doch einmal überwinden und es keimte 18 Minuten vor dem Ende noch einmal Hoffnung auf. Die große Ausgleichsmöglichkeit gab es dann aber nicht. Und dann mischte auch noch Schiedsrichter Lenhart mit, der das Spiel nach einem Zweikampf von Werner mit Sikora zuerst weiterlaufen ließ und dann doch eine Strafe aussprach. Nur kurze Zeit später wanderte Auger zum wiederholten Male auf die Strafbank und drei Rosenheimer sahen sich fünf Gäste-Spielern gegenüber. Die Kaufbeurer ließen diese Möglichkeit nicht ungenutzt, Jakub Körner setzte die Scheibe hoch ins linke Eck - das 1:3, die Vorentscheidung. Und auch hier war Steer dann doch nicht versöhnlich: "Es war eine dumme Strafzeit", ärgerte er sich über Augers Aussetzer, "in Unterzahl darf einem so etwas nicht passieren". Am Ende versuchten die Starbulls noch einmal alles, nahmen auch Ewert vom Eis, es reichte allerdings nicht mehr.

Statistik:

Starbulls Rosenheim - ESV Kaufbeuren 1:3 (0:1, 0:1, 1:1).

Tore: 0:1 (1.) Menge/Körner, McFeeters, 0:2 (40.) Sikora/Körner, Ebner, 1:2 (42.) Werner/Hannus, Gottwald, 1:3 (52.) Körner/Sikora;

Schiedsrichter: Lenhart;

Strafminuten: Rosenheim 12, Kaufbeuren 12;

Zuschauer: 3335.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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