"Maracle die Seele des Starbulls-Spiels"

Rosenheim - Ein temporeiches und gutes Eishockeyspiel zeigten die Starbulls Rosenheim und die Towerstars Ravensburg in der 2. Bundesliga. **NEU: VIDEO**Live-Ticker zum Nachlesen**Radio Charivari: O-Töne PK**

Am Ende siegten die Starbulls nicht unverdient mit 3:1, weil die Hausherren insgesamt die besseren Gelegenheiten aufweisen konnten. Auch die Towerstars hatten im Spielverlauf ihre Chancen, der Rosenheimer Star-Goalie Norm Maracle war letztlich nur einmal zu bezwingen.


"Es war schade, dass kurz vor Schluss noch so ein Ding reingekullert ist. Norm hätte sich den Shutout verdient gehabt", lobte Trainer Franz Steer seinen Torhüter. "Der ist heute wieder überragend dringestanden, war die Seele unseres Spiel", sagte Steer, der ansonsten von einer geschlossenen Leistung sprach und keinen Spieler hervorheben wollte. "Die Mannschaft hat überragend gekämpft, alle haben hart gearbeitet - das ist unser Weg."

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Die ersten Minuten verliefen flott, aber ohne große Höhepunkte, ehe zunächst Floppo Zeller und Marius Möchel eine Doppelchance hatten und die Hausherren nur kurze Zeit später in Führung gingen - Rosenheim war in Unterzahl, Stephen Werner erlief sich einen Befreiungsschlag und düpierte Towerstars-Goalie Christian Rohde abgezockt mit einem feinen Trick. Die besten Möglichkeiten für die Gäste hatten Christopher Oravec und Peter Boon, die aber bereits in Maracle ihren Meister fanden. Im zweiten Abschnitt hatte der Rosenheimer Torwart zunächst Glück, nach einem Schuss von Ben Thomson fiel die Scheibe hinter seinem Rücken vom Pfosten nach unten, blieb aber klar vor der Linie liegen. Dann baute Maracle die Mauer auf, als die Starbulls mehr als eine Minute lang mit zwei Mann in Unterzahl waren - Alex Leavitt und Thomson hatten dicke Chancen, es fiel aber kein Tor. "In solchen Situationen hätte das Spiel kippen können", befand Gäste-Trainer Peter Draisaitl zurecht. Auf der anderen Seite lag der zweite Rosenheimer Treffer aber auch schon mehrmals in der Luft und fiel dann nach einem Schuss von Stephan Gottwald in der 38. Minute, der noch abgefälscht wurde.

Dann lag die Scheibe im letzten Abschnitt doch hinter Maracle im Tor, der vermeintliche Treffer von Cabana wurde aber zurecht nicht anerkannt. Die Starbulls verpassten zunächst die endgültige Entscheidung, ehe Draisaitl alles riskierte und seinen Tormann vom Eis nahm: Marius Möchel traf ins verwaiste Gehäuse - 3:0. Und dann gab es doch noch einen schwarzen Fleck auf der Maracle-Weste, denn in der 59. Minute fälschte Max Schmidle einen Schuss in Überzahl zum Ravensburger Ehrentor ab. "Wir haben unglückliche Gegentore kassiert: Eines in Unterzahl, ein abgefälschtes, als wir gerade eine Strafe überstanden hatten und eines ins leere Tor", meinte Draisaitl, der aber insgesamt von einem "guten Spiel" und "starken Rosenheimern" sprach. Kollege Steer beschwörte neben dem Kampfgeist und Maracle auch das Glück, das man in gewissen Situationen braucht: "Das Momentum war diesmal auf unserer Seite." Mit diesem Sieg im Rücken könne man auch selbstbewusster am Sonntag zum schweren Gastspiel nach Schwenningen fahren, so Steer.

Statistik: Starbulls Rosenheim - Towerstars Ravensburg 3:1 (1:0, 1:0, 1:1). Tore: 1:0 (12.) Werner, 2:0 (38.) Gottwald (Zeller, Werner), 3:0 (59.) Möchel, 3:1 (59.) Schmidle (Kinch); Strafminuten: Rosenheim 14, Ravensburg 14; Zuschauer: 2055.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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