Starbulls verspielen Führung gegen Füchse

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Soll nach seiner langwierigen Verletzung gegen Weißwasser wieder mitmachen: Shawn Weller.

Rosenheim - In einem dramatischen Spiel haben die Starbulls einen Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand gegeben. Gegen die Lausitzer Füchse handelte sich das Steer-Team eine Niederlage ein.

Bereits nach knapp dreieinhalb Minuten gingen die Starbulls Rosenheim mit 1:0 durch Weihager in Führung. Nach zehn Minuten erhöhte Weller sogar auf 2:0. Es schien ein Selbstläufer zu werden. Am Ende standen die Starbulls aber ohne Punkte da und mussten sich 3:4 geschlagen geben. "Wir waren selbst schuld", so das Fazit von Trainer Franz Steer.

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Vorbericht:

Mitwirken können werden dabei nach langem Ausfall wieder Shawn Weller und Kim Staal. Noch zwei Wochen verzichten müssen die Starbulls hingegen auf die Dienste von Fabian Zick. Dieser erhielt beim Heimspiel gegen Riessersee einen heftigen Check und zog sich einen Bluterguss am rechten Oberschenkel zu. Dieser wurde punktiert, muss jetzt allerdings noch verheilen. Ein zuerst befürchtetes Kompartment-Syndrom bewahrheitete sich aber Gott sei Dank nicht. Wahrscheinlich wieder mit an Bord wird auch Robin Hanselko sein. Nach überstandener Gehirnerschütterung und Schleudertrauma wird der junge Rosenheimer Angreifer voraussichtlich wieder spielen können. Ob es nochmals zu Komplikationen kommen wird, werden die nächsten Trainingseinheiten zeigen müssen. Ein Fragezeichen steht auch noch hinter dem Einsatz von Dominic Auger, der derzeit an einer Hüftprellung laboriert.

Wichtig ist besonders die Tatsache, dass alle Mittelstürmer wieder zur Verfügung stehen werden. Gerade deren Ausfall machte die Aufstellung der Sturmreihen zuletzt zum Drahtseilakt. Diese lange Verletztenliste in Verbindung mit den "englischen Wochen" im Vorfeld des Deutschland-Cups haben natürlich ihre Spuren hinterlassen. Kein Wunder, dass die aufopfernd kämpfenden Kufencracks am Ende haben ein wenig abreißen lassen müssen. Vor allem der letzte Auftritt in Dresden hat es deutlich gezeigt, wie geschlaucht die Spieler waren und am Ende einfach nicht mehr die Schritte gehen konnten, die zu einem positiven Ausgang des Spiels nötig gewesen wären.

Sieht man sich aber die Tabelle an, so reibt man sich verwundert die Augen. Verletzungsflut und kräftezehrenden Spielen zum Trotz, belegen Rosenheims Eishockeyspieler den zweiten Tabellenplatz - mit nur zwei Punkten Abstand zum Spitzenreiter. Zwischenzeitlich rangierten die Oberbayern sogar selber am Platz an der Sonne. Da stellt man sich unwillkürlich die Frage, wo denn die Mannschaft ohne diese ganzen Ausfälle stehen würde. Nicht jammern, sondern aus den Bedingungen das Beste machen! Genau nach diesem Motto agiert auch das Rosenheimer Trainergespann. Der Erfolg lässt sich an der Tabelle ablesen und die lügt bekanntlich nicht. Der Begriff Tabellenspitze ist dabei auch kein Fremdwort mehr im Terminus der Verantwortlichen und Spieler. Wo jahrelang eher auf "Understatement" gemacht wurde, spricht man jetzt ganz unverhohlen vom Titelkampf.

Weißwasser ein unangenehmer Gegner

Mit den Lausitzer Füchsen kommt jetzt allerdings ein Gegner an die Mangfall, der in der Vergangenheit zu den unangenehmsten Kontrahenten für die Starbulls gehörte. Von sechs Auftritten der Lausitzer in Rosenheim in Liga zwei konnten die Sachsen fünf gewinnen. Damit haben sie so oft im Kathrein-Stadion gewonnen wie kein anderes Team der Liga. Zwar gewannen Gottwald & Co. das erste Spiel in der Lausitz zuletzt mit 5:3 und drehten dabei ein fast schon verloren geglaubtes Match im letzten Drittel mit vier Toren in Folge, jedoch ist das Team gewarnt.

Auswärts präsentieren sich die Füchse nämlich äußerst destruktiv und versuchen vor allem einmal das Spiel des Gegners zu zerstören. Da ist eine hohe Laufbereitschaft gefragt und viel Geduld. Freilich kann der Tabellenvorletzte momentan nicht zufrieden sein mit seinem Abschneiden und hat seinerseits große Probleme. Erst jüngst verabschiedete sich der Deutsch-Amerikaner D.J. Jelitto nach Nordamerika. Ein Krankheitsfall in der Familie war ausschlaggebend für diesen überraschenden Schritt gewesen.

Dabei wollten die Ostdeutschen in dieser Saison aufgrund der Einweihung ihrer neuen Arena Euphorie verbreiten. Tristesse ist stattdessen angesagt. Mit nur 39 erzielten Treffen belegen die Lausitzer diesbezüglich den letzten Tabellenplatz und die Defensive ist nicht in der Lage, dieses Manko auszugleichen. Auch der Ausfall eines ihrer Besten, Torhüter Jonathan Boutin, der bisher ganze vier Spiele für sein Team bestreiten konnte, trug sicherlich zu dieser Situation bei. Auch scheint das Team um Kapitän Christoffer Kjärgaard sehr mit sich selber beschäftigt zu sein. Mit erst 17 eingefahrenen Punkten aus 18 Spielen ist der Rückstand auf Platz 8 bereits auf acht Punkte angewachsen. Füchse-Dompteur Dirk Rohrbach versprach in der Länderspielpause eine ganz harte Analyse der Lage. Besonders ärgerte den Übungsleiter, dass sich seine Mannschaft bisher nicht an seine ausgegebene Marschroute gehalten hatte. Kommt da das Auswärtsspiel beim Lieblingsgegner Rosenheim gerade recht? Die Starbulls wollen es in jedem Fall verhindern!

Olaf Lüeße/redro24

Quelle: rosenheim24.de

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