Sieg in der Verlängerung

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Nach dem kräftezehrenden Derby hat sich Franz Steer schon auf der Pressekonferenz direkt nach dem Match gegen Landshut festgelegt: Das Starbulls-Tor wird heute Frederic Cloutier anstelle von Pasi Häkkinen hüten.

Rosenheim - In der Verlängerung schoss Andrej Strakhov den erlösenden Sieg-Treffer: Die Starbulls Rosenheim fahren in Heilbronn einen 3:2-Sieg nach Hause.

Der Live-Ticker zum Nachlesen.

Vorbericht

Spielbeginn gegen den Tabellenvorletzten ist um 18.30 Uhr in der Kolbenschmidt-Arena. Geht es nach der Tabelle, könnte man von einer leichten Aufgabe für die Oberbayern sprechen, aber SBR-Trainer Franz Steer zeigte sich vorsichtig. Das Spiel gegen den Erzrivalen aus Landshut habe enorm viel Kraft gefordert, auch würden der Mannschaft, aufgrund der vielen Ausfälle der letzten Wochen, die englischen Wochen in den Knochen stecken. Da werde jedes Spiel zu einer Tortur.

Und die Starbulls sollten gewarnt sein: Die vor Saisonbeginn als Titelkandidat gehandelten Falken aus Heilbronn sind mit Sicherheit stärker, als es die Tabelle aussagt. So Recht mag niemand genau zu verstehen, warum dieses Team, welches über ein immenses Maß an Qualität verfügt, derzeit am Tabellenende zu finden ist. Noch im Vorfeld der Saison meinte man in Heilbronn an den richtigen Stellschrauben gedreht zu haben. Denn man beendete die "Ära Rico Rossi" und verpflichtete mit Ken Latta aus Kaufbeuren einen neuen Trainer. Dieser sollte aus dem hochwertigen Kader der Falken endlich das Optimum herausholen - eine Aufgabe, an der Vorgänger Rico Rossi jahrelang gescheitert war. 

Latta gleich wieder gefeuert

Doch das Experiment Latta (Trainer)/Rossi (Sportdirektor) funktionierte nicht! Nach nur wenigen Spielen wurde Latta kurzerhand wieder entlassen und es begann ein schmutziges Wäschewaschen in aller Öffentlichkeit. Einer schob dem anderen den "Schwarzen Peter" zu, Sponsoren drohten mit Rückzug. Dieser Diskussion zum Opfer fiel letztlich auch noch Falken-Macher Ernst Rupp. Und da ein Unglück selten alleine kommt, bat Ende September auch noch Gallionsfigur Michael Hackert um eine Vertragsauflösung. Dieser sah sich psychisch und physisch nicht mehr in der Lage, seinen Beruf weiterhin auszuüben. Außerdem gab es noch "Hick Hack" um den Ex-Landshuter Frantisek Mrazek, der erst für nicht gut genug befunden und weggeschickt wurde, um dann letztlich doch unter Vertrag genommen zu werden.

Posse um Mrazek und Hackert

Neuer Trainer ist nun seit kurzem übrigens Gerd Wittmann aus Sonthofen. Ihm soll nun endlich gelingen, das schlingernde Falken-Schiff wieder auf Kurs zu bringen. Ein wahrhaft schwieriges Unterfangen bei all diesen Vorgeschichten, zumal mit Brady Leisenring und David Danner zwei Leistungsträger auch noch langfristig ausfallen.

In dieser Situation wäre ein Erfolg gegen den frisch gekürten Tabellenführer aus Rosenheim natürlich Balsam auf die geschundenen Seelen. Nur allzu gerne würde man Revanche nehmen für die 2:5-Niederlage in Rosenheim am zweiten Spieltag, als sich die Starbulls drückend überlegen zeigten. Eishockey ist aber ein Tagesgeschäft und in dieser Liga kann jeder jeden schlagen, egal ob auswärts oder zuhause. Dass gilt natürlich auch für die Falken, die man nach wie vor auf dem Zettel haben sollte. Ist einmal der berühmte Groschen gefallen, kann sich das Blatt auch ganz schnell wieder wenden. Geht es nach dem Willen der Starbulls, darf diese Wende auch gerne erst nach ihrem Auftritt in der Kätchenstadt eintreten.

Cloutier für Häkkinen im Tor

Personell ändert sich bei Rosenheim übrigens so gut wie gar nichts: Lediglich im Tor hat Franz Steer bereits auf der PK am Freitag einen Wechsel angekündigt: Frederic Cloutier wird für Pasi Häkkinen spielen, den die beiden tollen Spiele in Bietigheim und gegen Landshut nach seiner Verletzung sicherlich viel Kraft gekostet haben dürften.

Olaf Lüeße/redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

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