Kein Kinderspiel am Familientag

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Rosenheim - Herrliches Oktoberwetter, Familientag und der zweite Sieg des Wochenendes obendrauf – für die Starbulls hätte der Sonntag ergebnismäßig kaum besser verlaufen können.

Video: Die Highlights des Spiels

Vor 2.170 Besuchern im Kathrein-Stadion setzten sich die Rosenheimer Eishockeyspieler mit 5:3 (2:0, 2:2, 1:1) gegen die Lausitzer Füchse durch und festigten damit zwei Tage nach dem knappen Erfolg beim SC Riessersee ihren zweiten Tabellenplatz. Zuvor hatten nach Starbulls-Angaben am Nachmittag bereits rund 900 Besucher den "Familientag" besucht. Dabei hatten sich vor allem die Kleinsten bei verschiedensten Attraktionen auf dem Stadionvorplatz ausgetobt.

Spannung trotz klarer Führung

Zu einem "Kinderspiel" wurde die Partie gegen die Gäste von der polnischen Grenze anschließend jedoch nicht: Obwohl die Starbulls früh mit 2:0 und später gar mit 3:0 bzw. 4:1 führten, wurde es am Ende noch einmal ziemlich eng, weil sich die Steer-Schützlinge zwischendurch immer wieder die eine oder andere Nachlässigkeit erlaubt und weil das eigene Powerplay - trotz einiger Umstellungen - wieder nicht so recht funktioniert hatte.

Ohne die verletzten Verteidiger Max Renner und Marcus Götz, die von Max Vollmayer und Tobias Thalhammer, der sein erstes Spiel in dieser Saison machte, gut vertreten wurden, erwischten die Hausherren einen "Blitzstart". Genau 55 Sekunden waren gespielt, als Max Hofbauer Gästekeeper Jonathan Boutin ein erstes Mal bezwang. Nur 124 Sekunden klingelte es erneut, als Robin Hanselko aus kurzer Entfernung zum 2:0 erfolgreich war. In der Folge hatten die Starbulls im ersten Drittel alles im Griff und hätten durch Mario Trabucco eigentlich das dritte Tor nachlegen müssen. Der Kanadier brachte jedoch das Kunststück fertig, den Puck aus kürzester Distanz an den Pfosten des leeren Tores zu setzen.

Familientag bei den Starbulls

Weißwasser kämpft sich zurück

Versäumtes schienen die Oberbayern gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts nachzuholen, als sich Micky Rohner stark durchsetzte und den am langen Pfosten freistehenden Andrej Strakhov sah, der die Scheibe aus kürzester Distanz zum 3:0 in die Maschen drosch (23.). Doch wer glaubte, die Partie wäre damit zumindest vorentschieden, sah sich getäuscht. Kevin Lavallee gelang per Schlagschuss im Powerplay das 3:1 (26.). Dann stellte zwar Sergio Somma mit einem überlegten Schlenzer aus zentraler Position den alten Abstand zunächst wieder her (31.), doch Weißwasser kam ein weiteres Mal in die Partie zurück, als Maxime Legault kurz vor der zweiten Sirene der zweite Treffer für die Gelb-Blauen gelang.

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Spielbericht der Lausitzer Füchse

Im Schlussabschnitt war es ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Im letzten Teil wurde es dann sogar noch einmal richtig spannend: Roberto Geiseler hatte sich nach einer unfairen Attacke gegen Fabian Zick, der danach auch nicht mehr weiterspielen konnte, bereits zum Duschen verabschiedet, was die Sachsen jedoch nicht davon abhielt, auf ein Tor heranzukommen. Nach einem Fehler im Starbulls-Aufbau bediente Scott King Lavallee, der frei vor Timo Herden auftauchte und mit der Rückhand eiskalt zum 4:3 vollstreckte (54.). Anschließend warfen die Gäste alles nach vorne, doch 58 Sekunden vor dem Ende fiel die Entscheidung, als Tyler McNeely die Ruhe bewahrte und die Scheibe im inzwischen verwaisten Füchse-Kasten zum 5:3-Endstand unterbrachte.

Starbulls vs. Lausitzer Füchse

Steer nur mit dem Ergebnis zufrieden

„Wir waren am Anfang einfach nicht bereit. Die 2:0-Führung nach dem ersten Drittel war ganz klar in Ordnung, weil Rosenheim hatte noch einen weiteren Hochkaräter. Nach dem 0:3 haben wir endlich besser gespielt und uns Chancen erarbeitet. Im letzten Drittel haben wir alles gegeben. Da waren wir hungrig und willig, doch so hätten wir 60 Minuten spielen müssen. Ansonsten ist es schwer, auswärts Punkte mitzunehmen“, konstatierte Weißwassers Trainer Dirk Rohrbach.

Kollege Franz Steer war mit dem Ergebnis, nicht aber mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden: „Ich werde das den Jungs auch auf Video zeigen. Wir sind zu wenig mit und ohne Scheibe gelaufen und hatten zu viele Abspielfehler. Das ärgert mich schon, obwohl wir als Tabellenzweiter jetzt natürlich auf hohem Niveau jammern.“ Zum "Verletzungsgrad" von Renner und Götz wollte der Coach - wie immer in solchen Fällen - nicht zuviel verraten. "Over Body and Under Body", so der Niederbayer augenzwinkernd, der aber einräumen musste: "Die beiden Ausfälle haben uns schon wehgetan, wobei man sagen muss, dass das die jungen Spieler in den letzten beiden Spielen schon gut gemacht haben.“

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – Lausitzer Füchse 5:3 (2:0, 2:2, 1:1) 

Tore: 1:0 (1.) Max Hofbauer (Tyler McNeely), 2:0 (3.) Robin Hanselko (Tim Kunes, Max Vollmayer), 3:0 (23.) Andrej Strakhov (Michael Rohner, Stephan Gottwald – sechster Feldspieler), 3:1 (26.) Kevin Lavallee (Andre Mücke, Greg Classen – Überzahl-Tor), 4:1 (31.) Sergio Somma (Tyler McNeely, Tim Kunes – Überzahl-Tor), 4:2 (38.) Maxime Legault (Kevin Lavallee, Andre Mücke), 4:3 (54.) Kevin Lavallee (Scott King – Unterzahl-Tor), 5:3 (60.) Tyler McNeely (Andrej Strakhov, Marinus Kritzenberger – ENG).

Schiedsrichter: Ralph Bidoul (Sonthofen).

Strafen: Rosenheim 16 – Lausitz 27 plus Spieldauerstrafe gegen Roberto Geiseler.

Zuschauer: 2.170.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

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