Herden und Strakhov sichern Zusatzpunkt

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Rosenheim - Steinig war der Weg für die Starbulls am Abend gegen Spitzenreiter Bietigheim. Doch die Grün-Weißen bissen sich durch und siegten letztlich im Penaltyschießen. *NEU: Videos*

Video: Die Highlights des Spiels

Mit einem denkbar knappen 4:3 (0:1, 2:0, 1:2, 1:0)-Erfolg nach Penaltyschießen haben die Rosenheimer Eishockeyspieler gegen die Bietigheim Steelers das erste Null-Punkte-Wochenende in dieser Saison verhindert. Zwei Tage nach der 4:5-Derbypleite in Landshut sahen die Fans im Kathrein-Stadion ein temporeiches Spiel, in dem die engagierten Hausherren zweimal einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Unübersehbar waren dabei die Schwächen bei der Chancenauswertung und im Powerplay. Lobend hervorzuheben wäre dagegen das „Penalty Killing“ und die starke Leistung von Keeper Timo Herden, der im letzten Drittel für den verletzten Patrick Ehelechner aufs Eis kam, Ruhe ausstrahlte und seinen Kasten bis zum Schluss sauber hielt.

Doch der Reihe nach: Rosenheim begann engagiert, doch geriet gleich mit dem ersten vernünftigen Gästeangriff in Rückstand. Nach einem schönen Spielzug stand ausgerechnet David Wrigley, der sich letzte Saison ein fieses Foul gegen Beppo Frank erlaubt hatte, sträflich frei und traf per Direktabnahme zum 0:1 (6.). Die Schwaben kontrollierten anschließend die Partie und Rosenheim hatte Glück, dass Robin Just in der 13. Minute nur den Querbalken traf. In dieser Phase hätte leicht ein zweiter Treffer für die Steelers fallen können.

Lange dem Rückstand hinterher gelaufen

Im Mittelabschnitt drehten die Starbulls auf – allerdings war die Chancenauswertung schlichtweg grauenhaft. Fabian Zick traf nur die Latte (27.), der „Slalom“ von Tim Kunes endete in der Fanghand von Keeper Sinisa Martinovic (32.) und Max Hofbauer sowie Stephan Gottwald (beide 34.) vergeigten jeweils im Powerplay große Möglichkeiten. Doch nach sechs Minuten erfolglosem Überzahlspiel schlugen die Hausherren doch noch zu: Erst drosch Mario Trabucco den Abpraller nach einem Versuch von Tyler McNeely in die Maschen (37.) und nur 52 Sekunden war es Robin Hanselko, der nach einem Drehschuss von Kunes aus kurzer Distanz zum 2:1 für Rosenheim abstaubte (38.).

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Doch die Freude darüber währte nicht lange im Starbulls-Lager. Genau 28 Sekunden waren im Schlussdrittel gespielt, als Max Prommersberger an der blauen Linie den „Hammer“ auspackte und zum 2:2 unter die Latte traf. Und es sollte noch viel schlimmer kommen für Rosenheim: Es lief die 46. Minute, als Jason Pinizzotto einen Schuss von Rene Schoofs abfälschte und Bietigheim damit erneut in Führung brachte. Dass der Bietigheimer Angreifer dabei im Starbulls-Torraum stand, Keeper Patrick Ehelechner über den Haufen fuhr und das Tor möglicherweise auch noch vor dem „Einschlag“ des Pucks verschoben war, interessierte Schiri Sascha Westrich herzlich wenig. Er schien sich seiner Sache ganz sicher und gab den Treffer. „Ich weiß nicht, ob der Bietigheimer Spieler reingeschoben worden oder gerade weitergefahren ist. Das muss ich so akzeptieren“, sagte Starbulls-Coach Franz Steer dazu hinterher nüchtern.

"Herden der Grund für den Zusatzpunkt!"

Für die Gastgeber war diese Szene nicht nur wegen des Gegentores bitter: Ehelechner verletzte sich in dieser Szene und musste fortan durch Timo Herden ersetzt werden. Der junge Goalie machte in einer hitzigen Schlussphase seine Sache aber ganz hervorragend. Hinzu kam die große Moral der Oberbayern, die sich in der 54. Minute durch ein Tor von Hofbauer in die Verlängerung retteten. Dort hatten beide Teams Chancen zum Sieg, doch letztlich musste das Penaltyschießen entscheiden, wo Andrej Strakhov als einziger von sechs Schützen traf und Rosenheim somit den Zusatzpunkt sicherte.

Video: Die Stimmen der Trainer

Hinterher lobten beide Trainer den jungen Rosenheimer Backup Herden. „Er hat das hervorragend gemacht. Er war der Grund für den Zusatzpunkt“, lobte Steelers-Trainer Kevin Gaudet, der zugab, dass seiner Mannschaft die sechs Minuten Unterzahl im zweiten Drittel „sehr weh getan“ hätten. „Timo hat das gut gemacht. Vor allem mit den Beinen ist er sehr schnell und dort kaum zu bezwingen“, meinte Steer, der noch keine Diagnose im Fall Ehelechner abgeben konnte: „Das muss untersucht werden!“ Ansonsten freute sich der Rosenheimer Chefanweiser vor allem über die gute Einstellung seiner Jungs: „Das Team hat hart gearbeitet und sich den Sieg verdient. Wir tun uns hart mit dem Toreschießen, haben es aber in Unterzahl gut gemacht. Das Überzahlspiel ist natürlich ausbaufähig!“

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – Bietigheim Steelers 4:3 n.P. (0:1, 2:0, 1:2, 1:0) 

Tore: 0:1 (6.) David Wrigley (Matt McKnight, Marcus Sommerfeld), 1:1 (37.) Mario Trabucco (Sergio Somma, Beppo Frank), 2:1 (38.) Robin Hanselko (Tim Kunes, Robert Schopf), 2:2 (41.) Max Prommersberger (Markus Gleich, David Wrigley), 2:3 (46.) Jason Pinizzotto (Rene Schoofs, Mark Heatley), 3:3 (54.) Max Hofbauer (Tyler McNeely, Benjamin Zientek), 4:3 (GWG) Andrej Strakhov.

Schiedsrichter: Sascha Westrich (Zweibrücken).

Strafen: Rosenheim 8 – Bietigheim 12.

Zuschauer: 2.050.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © A. Chuc

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