Deftige Abreibung für die Starbulls

  • schließen
  • Weitere
    schließen
  • schließen

Rosenheim - Das war ein absolutes Trauerspiel, liebe Starbulls! Eklatante Fehler und fehlendes Durchsetzungsvermögen führten zu einer herben Heimniederlage.

Zwei Tage nach der ebenfalls keineswegs guten Leistung in Heilbronn, wo es hingegen wenigstens zum Sieg reichte, bezogen die Rosenheimer Eishockeyspieler gegen die Löwen Frankfurt eine herbe Abreibung und mussten sich völlig zurecht auch in der Höhe mit 0:5 (0:0, 0:3, 0:2) geschlagen geben. Vor 1.837 Besuchern im Kathrein-Stadion wirkten die Grün-Weißen nicht nur lauf- und zweikampfschwach, sondern offenbarten auch in der Offensive wieder die altbekannten Durchsetzungsprobleme. Damit bleibt es dabei: Gegen Gegner aus Hessen können die Innstädter in dieser Saison einfach nicht gewinnen!

Gegen Frankfurt, gegen das die Starbulls bereits in der ersten Partie im Oktober mit 1:5 unterlagen, war das erste Drittel noch das beste, was die Hausherren zu bieten hatten. Als Stephen Schultz in der 4. Minute den Pfosten traf, konnte man noch drauf hoffen, dass es ein erfolgreicher Abend für die Grün-Weißen werden würde. Doch die Gäste spielten kompakt und setzte in der Folge Rosenheim mit gutem Forechecking immer wieder unter Druck. Kurz vor der ersten Pause hatten die Löwen durch Top-Scorer Nick Mazzolini in Unterzahl eine dicke Chance zur Führung.

SERVICE:

Alle Sonntagsspiele in der Statistik

Doch Versäumtes holten die Hessen nach dem ersten Wechsel nach. Bis zur 30. Minute hielten die Gastgeber noch ein 0:0, dann schepperte es binnen 65 Sekunden gleich doppelt. Beim 0:1 durch Clarke Breitkreuz wurde dieser nur vors Tor eskortiert, anstatt angegriffen (30.) und beim 0:2 durch Ken Magowan hatte dieser bei seinem Abstauber viel zu viel Platz - Fehler, die in der DEL2 natürlich gnadenlos bestraft werden. Kurz vor dem zweiten Wechsel schwammen die Felle für die Starbulls endgültig davon, als Mazzolini im Slot nicht mehr entscheidend gestört werden konnte und zum 0:3 traf (39.).

Bis zum vierten Gegentreffer dauerte es dann im letzten Drittel nur 56 Sekunden, als Frankfurts Neuzugang Justin Kirsch energisch vors Tor zog und dem bemitleidenswerten Timo Herden, der sich nahezu als einziger Starbulls-Akteur in Normalform präsentierte, keine Abwehrchance ließ. Kirsch scheint der lebende Beweis dafür zu sein, dass Nachverpflichtungen auch "einschlagen" können, denn in seinem ersten zweiten Spiel für die Löwen verbuchte der Kanadier gleich drei Scorerpunkte.

Starbulls vs. Frankfurt

"Wir wollen Euch kämpfen sehen" riefen die Fans in der Kurve anschließend - davon zu sehen war jedoch nur wenig. Es lief einfach nichts zusammen für die Starbulls an diesem Abend, die knapp zweieinhalb Minuten vor Schluss durch den Ex-Herner Nils Liesegang noch einen fünften Gegentreffer hinnehmen mussten.

Starbulls-Coach Franz Steer fand deutliche Worte: "Es war ein Fehlpassfestival über die gesamte Spielzeit!" Der Coach zeigte sich aber auch selbstkritisch: "Ich hätte vor dem 0:1 eine Auszeit nehmen müssen. Das Gegentor hatte sich angebahnt!" Wie auch immer, die Starbulls müssen sich schleunigst steigern, um die jüngste Krise mit drei Niederlagen aus den letzten vier Partien und schwachen Leistungen zu überwinden.

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - Löwen Frankfurt 0:5 (0:0, 0:3, 0:2)

Tore: 0:1 (30.) Clarke Breitkreuz (Justin Kirsch, Marton Vas), 0:2 (31.) Ken Magowan (Richard Müller, Norman Martens), 0:3 (39.) Nick Mazzolini (Clarke Breitkreuz, Justin Kirsch), 0:4 (41.) Justin Kirsch (Henry Martens, Landon Gare), 0:5 (58.) Nils Liesegang (Clarke Breitkreuz, Ken Magowan - Überzahl-Tor).

Schiedsrichter: Jens Steinecke (Gotha).

Strafen: Rosenheim 12 - Frankfurt 14.

Zuschauer: 1.837.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Ruprecht

Zurück zur Übersicht: Starbulls Rosenheim

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser