Starbulls müssen in die Pre-Playoffs

Umstrittener Siegtreffer nach tollem Fight

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Da sah es noch gut aus für die Starbulls: In dieser Szene gelang Dominik Daxlberger (Nr. 17) das 2:1 für Rosenheim.
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Rosenheim - Trotz vieler umstrittener Schiri-Entscheidungen Moral gezeigt, kurz vor Schluss ausgeglichen und ein toller Fight von McNeely - zu einem Sieg reichte dies für die Starbulls jedoch nicht! *NEU: Fotos & Videos*

Die Starbulls können gegen die Kassel Huskies einfach nicht gewinnen. Gegen ihren Angstgegner setzte es für die Rosenheimer Eishockeyspieler am Sonntagabend beim 3:4 (1:0, 1:2, 1:1, 0:1) nach Verlängerung die achte Niederlage im achten Vergleich seit dem Wiederaufstieg der Hessen vor knapp zwei Jahren. Und diesmal hatte das Ganze auch tabellarisch Folgen: Unabhängig vom Ausgang des Dienstag-Spiels in Bremerhaven (19.30 Uhr) können die Grün-Weißen nun definitiv nicht mehr Platz sechs und damit direkt die Playoffs erreichen. Es steht somit fest, dass Rosenheim am Freitag mit einem Heimspiel entweder gegen den SC Riessersee oder die Eispiraten Crimmitschau in die Pre-Playoffs starten wird.

Dabei hatten die Gastgeber sehr druckvoll begonnen und nach gut zwei Minuten Pech, als Max Vollmayer einen Schuss von Christoph Gottwald abfälschte. Kassels Keeper Markus Keller war bereits geschlagen, doch die Scheibe klatschte an den Pfosten. In der 6. Minute war es aber so weit: Manuel Edfelder prüfte Keller, der Abpraller landete bei Fabian Zick, der eiskalt zum 1:0 verwandelte (6.).

Video: Die Highlights der Partie

McNeely entscheidet Fight für sich

CJ Stretch und Tyler McNeely hatten anschließend weitere ansehnliche Gelegenheiten für die Starbulls, auf der Gegenseite war es Sören Sturm, der anscheinend schon zuviel Zeit und Platz zum Überlegen hatte und so den an sich sicheren Ausgleich für Kassel verpasste (12.). Sehenswert war zum Abschluss dann die Faustkampf-Einlage zwischen McNeely und Thomas Merl, die der Kanadier unter dem Jubel des Publikums eindeutig für sich entschied. Warum McNeely allerdings zehn Strafminuten mehr als sein Kontrahent aufgebrummt bekam, blieb eines von vielen Geheimnissen der Schiedsrichter.

Tyler McNeely There's only one McNeely, one McNeely, walking along, singing a song, walking in a Tyler Wonderland

Posted by Sportbund Rosenheim Fans und die Freunde on Sonntag, 28. Februar 2016

Der Mittelabschnitt begann denkbar ungünstig. Kassel agierte zwar in Überzahl, aber von Powerplay-Spiel hatte der Ausgleichstreffer nichts an sich, als Timo Herden den Handgelenksschuss von Carter Proft durch die "Hosenträger" rutschen ließ - ein klarer Torwartfehler, nur 28 Sekunden nach Wiederbeginn. Rosenheim fand jedoch prompt eine Antwort und "arbeitete" die Scheibe beim 2:1 regelrecht ins Tor. Peter Lindlbauer hatte geschossen, Stretch vor dem Tor hart gefightet und Dominik Daxlberger schließlich im Fallen verwandelt (27.).

Starbulls vs. Kassel

Viele Starbulls-Chancen

Rund um diese Phase hätten die Steer-Schützlinge die Führung in Person von Stretch oder zweimal Wade MacLeod eigentlich ausbauen müssen, doch es kam anders. In Überzahl lief der Puck bei Kassel klasse und landete bei Jean-Michel Daoust genau in der Mitte der "Starbulls-Box". Dieser nützte den Platz und traf rechts oben zum neuerlichen Ausgleich (31.). Bis zur zweiten Pause gab es dann weitere Starbulls-Chancen, bei denen die Gäste aus Nordhessen einige Male ordentlich Dusel hatten.

Das letzte Drittel war offener. Die Huskies wirkten nun wieder präsenter und hatten durch Daoust zwei gute Gelegenheiten. Auf der Gegenseite hätten es MacLeod und Zick richten können, ehe Kassel denkbar glücklich erstmal in Führung ging. Ein Pass von Daxlberger war nicht ideal und sprang vom Schlittschuh von Beppo Frank genau in den Slot, wo Lennart Palausch total "blank" war und sich die Chance alleine vor Herden nicht entgehen ließ - 2:3 (53.). Rosenheim antwortete mit wütenden Angriffen und wurde in der hektischen Schlussphase schließlich 24 Sekunden vor Schluss belohnt, als Lindlbauer die Scheibe nach einem Tumult aus etwa fünf Metern ins Tor stocherte (60.).

Siegtreffer sehr umstritten

In der Verlängerung hatten Micky Rohner und McNeely, der sich wenig später seinen zweiten "Zehner" abholte und damit in die Kabine musste, dicke Chancen, um den Zusatzpunkt für Rosenheim zu sichern. Auf der Gegenseite probierte es Jamie MacQueen erst einmal vergeblich, ehe er 48 Sekunden vor Schluss aber die Scheibe zum Siegtreffer für die Gäste über die Linie bugsierte.

Der war allerdings reichlich umstritten, denn Herden schien bereits zweimal den Fanghandschuh auf der Scheibe gehabt zu haben. Der Top-Scorer durfte aber vehement nachstochern und nachdem die sehr schwachen Referees trotz heftiger Proteste der Starbulls-Akteure keine Regelwidrigkeit sahen, zählte der "Game Winner" des Kanadiers. Es war das dritte Siegtor von MacQueen gegen die Starbulls in den letzten drei Spielen.

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - Kassel Huskies 3:4 n.V. (1:0, 1:2, 1:1, 0:1)

Tore: 1:0 (6.) Fabian Zick (Manuel Edfelder, Stefan Loibl), 1:1 (21.) Carter Proft (Mike Little, Taylor Carnevale - Überzahl-Tor), 2:1 (27.) Dominik Daxlberger (CJ Stretch, Peter Lindlbauer), 2:2 (31.) Jean-Michel Daoust (Adriano Carciola, Sören Sturm - Überzahl-Tor), 2:3 (53.) Lennart Palausch (Adriano Carciola, Carter Proft), 3:3 (60.) Peter Lindlbauer (ohne Assist - Überzahl-Tor, sechster Feldspieler), 3:4 (65.) Jamie MacQueen (Jean-Michel Daoust, Mike Little - GWG).

Schiedsrichter: Elvis Melia (Grefrath) und Andre Schrader (Köln).

Strafen: Rosenheim 22 plus Spieldauerstrafe gegen Tyler McNeely - Kassel 12.

Zuschauer: 2.703.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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