Starbulls klebt das Pech am Schläger

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Rosenheim - Das war richtig bitter: Lange Zeit boten die Starbulls am Abend eine mehr als ordentliche Leistung - am Ende gingen sie dennoch wieder (fast) komplett leer aus. *NEU: Videos*

Video: Die Spiel-Highlights

Vor 2.254 Besuchern zum Familientag im Kathrein-Stadion zeigte sich, dass den Rosenheimer Eishockeyspielern derzeit wahrlich das Pech am Schläger klebt. Gegen die Lausitzer Füchse hatten die Grün-Weißen zahlreiche Möglichkeiten, die Begegnung vorzeitig zu entscheiden. Doch kurz vor Schluss kamen die Gäste von der polnischen Grenze noch einmal zurück und nahmen beim 2:3 (1:1, 1:0, 0:1, 0:1) nach Penaltyschießen am Ende sogar den Zusatzpunkt mit. Damit sind die Innstädter in der DEL2-Tabelle vorübergehend auf den elften Platz zurückgefallen.

Früher Rückstand für Starbulls

Das Spiel begann denkbar ungünstig für die Starbulls. 31 Sekunden waren erst gespielt, als der nicht immer souveräne Schiedsrichter Cori Müns eine komische Strafzeit gegen Beppo Frank aussprach. Nach genau 80 Sekunden nützten dies die Füchse gleich zur Führung. Top-Scorer Jonas Johannsson hatte an der blauen Linie Position bezogen und überwand Patrick Ehelechner mit einem ansatzlosen Schlenzer in den Winkel – 0:1 (2.).

Rosenheim antwortete mit dicken Chancen von Sergio Somma, Fabian Zick oder Max Hofbauer. Für den Ausgleich zeichnete jedoch Tyler McNeely in der 15. Minute verantwortlich, als er aus zentraler Position auf Weißwassers Keeper Jonathan Boutin zustürmte und diesen schließlich im zweiten Versuch überwand.

"Zwei Drittel hervorragend gespielt"

Nach der ersten Unterbrechung wurde die Überlegenheit der Gastgeber noch deutlicher. Zick und Mario Trabucco hatten weitere erstklassige Gelegenheiten, aber es war ein abgefälschter „Kullerschuss“ von Somma im Powerplay, der die Rosenheimer erstmals in Front brachte (30.). Die Führung nach 40 Minuten war hochverdient – aber zu niedrig! Das war auch das einzige, was man den Starbulls vorwerfen konnte. Das sahen beide Trainer ähnlich. „Wir haben zwei Drittel hervorragend gespielt“, so Starbulls-Coach Franz Steer. Und sein Kollege Dirk Rohrbach war „froh, dass es nach 40 Minuten nur 2:1 stand“ und seine Mannschaft somit noch eine Chance hatte.

Starbulls vs. Weißwasser

Diese nützten die Gelb-Blauen dann auch im letzten Abschnitt, wo sich eine offene Partie zweier nun gleichwertiger Mannschaften entwickelte. Trabucco und Hofbauer hatten neuerlich die Entscheidung auf dem Schläger, auf der Gegenseite hielt Ehelechner klasse gegen Scott King. Knapp vier Minuten vor Schluss wurde es dann aber bitter. Ein Rosenheimer Stürmer arbeitete nicht konsequent genug mit nach hinten, so dass sich Danny Albrecht in den Slot „schleichen“ konnte, wo er dann völlig freistehend aus kurzer Distanz zum 2:2-Ausgleich einschießen konnte (57.). Wie "toll" Steer dieses Gegentor fand, zeigte sich an seiner Reaktion: Aus Frust drosch er mit den Händen gegen das Plexiglas auf der Spielerbank.

Video: Die Stimmen der Trainer

In der anschließenden Verlängerung fiel kein Tor, so dass das Penaltyschießen über die Vergabe des Zusatzpunktes entscheiden musste. Dort führte Rosenheim durch ein Tor von Andrej Strakhov, doch am Ende verwandelte Weißwassers Kevin Lavallee zwei Penalties in Folge und brachte somit den hauchdünnen Auswärtssieg für seine Mannschaft unter Dach und Fach.

"Wir werden das hinkriegen!"

"Wenn man sich den Spielverlauf ansieht, bin ich mit dem Ergebnis natürlich zufrieden. Wir hatten außerdem einen starken Torwart", konstatierte Rohrbach, während Steer offenbar ein mentales Problem bei seiner Mannschaft ausgemacht hat: "Wir scheitern momentan an uns selbst! So etwas nagt an den Spielern!" Aber der Coach strahlte auch weiter Zuversicht aus: "Die Jungs waren voll motiviert und haben alles gegeben. Wir werden das hinkriegen!"

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - Lausitzer Füchse 2:3 n.P. (1:1, 1:0, 0:1, 0:1)

Tore: 0:1 (2.) Jonas Johannsson (Greg Classen, Thomas Götz - Überzahl-Tor), 1:1 (15.) Tyler McNeely (Tim Kunes, Benjamin Zientek), 2:1 (30.) Sergio Somma (Mario Trabucco, Tim Kunes - Überzahl-Tor), 2:2 (57.) Danny Albrecht (Thomas Götz, Jörg Wartenberg), 2:3 Kevin Lavallee (GWG).

Schiedsrichter: Cori Müns (EHC Klostersee).

Strafen: Rosenheim 8 - Weißwasser 12.

Zuschauer: 2.254.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Ludwig Schirmer

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