Die Rückkehr der ersten Sturmreihe

Rosenheim - Mitch Stephens, Alan Reader und Konrad Reeder haben wieder gepunktet - und die Starbulls ihr Heimspiel gegen die Fishtown Pinguins Bremerhaven mit 5:2 gewonnen. **Neues Video von der PK**

Oftmals ist der erste Gedanke doch der beste: Seit Saisonbeginn hat Trainer Franz Steer seine erste Sturmreihe in der gleichen Formation auflaufen lassen – relativ erfolglos, denn Alan Reader, Mitch Stephens und Konrad Reeder hatten die Seuche am Schläger und sechs Spiele lang für die Starbulls Rosenheim in der 2. Eishockey-Bundesliga nicht getroffen.


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„Da wirst du als Trainer auch mal ungeduldig“, meinte Steer und wechselte die Formation am Freitag in Weißwasser: Stephan Gottwald zu Reader und Reeder, Stephens in den zweiten Sturm. Doch: „Dieser Tausch war in Weißwasser nach dem ersten Drittel schon wieder erledigt“, meinte Steer und schenkte der eingespielten Reihe („Die haben ja in der Vorbereitung getroffen“) das Vertrauen – was sie im Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven rechtfertigten: Stephens und Alan Reader trafen, alle drei punkteten und hatten so maßgeblichen Anteil am 5:2-Sieg. Die erste Sturmreihe hat sich zurückgemeldet!


Starbulls - Bremerhaven

Konrad Reeder bejubelt einen Rosenheimer Treffer. © Ziegler
Norm Maracle vereitelt ein Chance der Pinguins. © Ziegler
Thomas Rohner trifft zum 2:0. © Ziegler
Stephan Gottwald erzielt das 3:0. © Ziegler
Mitch Stephens auf dem Weg zum 4:1. © Ziegler
Alan Reader trifft zum 5:1. © Ziegler
Steers Stiefsohn: Bremerhavens Förderlizenz-Spieler Gerrit Fauser. © Ziegler

Und wie, denn nicht einmal eine Minute war gegen die Gäste aus dem hohen Norden gespielt, als der Knopf endlich aufging: Konrad Reeder hatte eine Strafzeit für den Ex-Rosenheimer „Bum-Bum“ Hucko herausgeholt und in Überzahl markierte Stephens nach 57 Sekunden den Führungstreffer für die Starbulls. Die Rosenheimer kamen gut in die Partie und erhöhten in der fünften Minute schon auf 2:0: Diesmal traf Micky Rohner, Bremerhavens Torwart Dustin Haloschan machte bei diesem Tor allerdings nicht gerade die glücklichste Figur.

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„Rosenheim ist mit einer ganz anderen Energie ins Spiel gegangen als wir“, meinte Gäste-Trainer Gunnar Leidborg. Auf die lange Anfahrt konnte er es nicht schieben, denn die Pinguine reisten bereits am Vortag an und übernachteten in Oberaudorf. „Vielleicht war es für die Spieler ungewöhnlich, dass wir nur 35 Minuten Anfahrtszeit zu einem Auswärtsspiel hatten“, meinte Leidborg ironisch. Auch der dritte Rosenheimer Treffer entsprang einem Überzahlspiel: Diesmal traf Stephan Gottwald in der zwölften Minute, herrlich bedient von Stephen Werner. „Wir haben uns gut auf dieses Spiel vorbereitet“, meinte Steer und lobte seine Mannschaft: „Das war eine geschlossen gute Leistung. Von der Energie, der Laufbereitschaft und dem Willen haben wir wieder an die ersten drei Spiele in dieser Saison anknüpfen können.“ Wichtig sei gewesen, dass man den Gegner immer beschäftigt habe, so Steer. In der Tat, denn Gottwald, Thomas Schenkel und Werner hatten noch im ersten Drittel den vierten Treffer auf dem Schläger.

Stimmen zum Spiel (Radio Charivari)

Das holten die Rosenheimer im zweiten Abschnitt nach, doch zunächst verkürze Bremerhaven, just, nachdem eine Rosenheimer Unterzahl abgelaufen war. Doch die Starbulls steckten diesen Gegentreffer schnell weg, Dominic Auger bediente Stephens mit einem starken Zuspiel, dieser stellte den Drei-Tore-Abstand wieder her. Und nur kurze Zeit später gab’s auch für Alan Reader die Saison-Premiere mit dem Treffer zum 5:1 – wieder war’s ein Powerplaytor! Danach wechselten die Gäste den Torwart und Marko Suvelo durfte sein Können zeigen. Dies tat er dann auch recht gut und kassierte keinen Gegentreffer mehr. Auf der anderen Seite musste der abermals sichere Norm Maracle noch ein zweites Mal hinter sich greifen, wieder überwand ihn Chris Leinweber. „Wir hätten anfangs so wie in den letzten 30 Minuten spielen müssen, dann wäre das Spiel interessanter geworden“, meinte Gunnar Leidborg.

Interessant war jedenfalls die Tatsache dass im gegnerischen Team der Stiefsohn von Franz Steer auflief. Gerrit Fauser hat eine Förderlizenz seitens der Kölner Haie für Bremerhaven und lief in dieser Saison zum ersten Mal für die Fischtown Pinguine auf – ausgerechnet gegen den Stiefvater. Der hätte ihm ein paar Treffer vergönnt. „Er hätte ruhig zwei, drei Tore machen können, wenn wir dann das Spiel 6:3 gewinnen. Da hätte ich nichts dagegen gehabt“, meinte Steer nach dem Spiel. Sein Kollege Leidborg begründete die Fausersche Zurückhaltung in Sachen Torerfolg anders: „Wir wollen ja keinen Streit in der Familie!“ Zumindest die Lacher hatte der schwedische Coach auf seiner Seite.

Statistik:

Starbulls Rosenheim – Fischtown Pinguins Bremerhaven 5:2 (3:0, 2:1, 0:1)

Tore: 1:0 (1.) Stephens/Reeder, Kunes, 2:0 (5.) Rohner/Hanselko, Stephens, 3:0 (12.) Gottwald/Werner, Paderhuber, 3:1 (25.) Leinweber/Stanley, Garten, 4:1 (26.) Stephens/Paderhber, Auger, 5:1 (28.) Reader/Reeder, Kunes, 5:2 (51.) Leinweber/Stanley, Kurtz

Strafminuten: Rosenheim 10, Bremerhaven 20 plus 10 Disziplinar für Alexander Janzen

Zuschauer: 2017

tn/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © Ziegler

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