Starbulls holen überraschenden Punkt

Schwenningen - Die Wild Wings Schwenningen siegten gestern in der 2. Eishockey-Bundesliga vor 3089 Zuschauern mit 2:1 nach Verlängerung gegen die Starbulls Rosenheim. Bei den Gästen hielt Torwart Norm Maracle überragend.

Starbulls-Special:

rosenheim24.de/starbulls


Die Rosenheimer mussten auf ihren Topscorer Stephan Gottwald wegen einer Knieverletzung verzichten. Philipp Quinlan, Bruder von SERC-Stürmer Dominik Quinlan, war hingegen an Bord. Die Starbulls, die von 200 mitgereisten Fans unterstützt wurden, besaßen die erste Möglichkeit. Der Ex-Schwenninger Dominic Auger prüfte Goalie Sebastian Staudt in der fünften Minute. Auf der anderen Seite blieb Norm Maracle gegen Ryan Gaucher und Dan Hacker in einem SERC-Überzahlspiel Sieger. Die größte Chance des kurzweiligen, ausgeglichenen ersten Drittels besaß aber Jonas Lanier. Der Wild-Wings-Stürmer brachte die Scheibe in der elften Minute jedoch nicht im leeren Gästetor unter. Stattdessen gingen die Oberbayern in der 17. Minute in Führung. Es war ein schönes Zuspiel von Philipp Quinlan, Thomas Schenkel brauchte seinen Schläger nur in den Pass zu halten und Staudt war geschlagen. Darauf rettete der SERC-Tormann gegen Robin Hanselko. Schwenningen drückte in den letzten zwei Minuten des Startdrittels mächtig auf den Ausgleich, Pech und Ex-NHL-Torwart Maracle verhinderten dies aber.

Radio Charivari: PK-O-Töne


Beppo Frank hat die Verfolgung von Schwenningens Philipp Schlager aufgenommen.

Im zweiten Drittel war es dann ein Spiel Schwenningen gegen Maracle. Die Wild Wings spielten dabei fast ständig in Überzahl, die Starbulls kassierten im zweiten Drittel zwölf Strafminuten plus zwei zehnminütige Disziplinarstrafen gegen Auger und Quinlan wegen Reklamieren. Zweimal sogar mit fünf gegen drei. Gaucher und Kathan brachten die Scheibe aber nicht an dem 36-jährigen Goalie vorbei. In der 34. Minute schafften die Wildschwäne in doppelter Überzahl dann aber doch den Ausgleich. SERC-Topscorer Brock Hooton brachte nach dem Bullygewinn einen knallharten Schlagschuss von der blauen Linie, da gab es nichts zu halten. Riesenmöglichkeiten danach für Schwenningen im Powerplay in Front zu gehen. Matthias Forster traf im fallen aber selbst das leere Tor nicht. Die Starbulls, die mit Schiedsrichter Steffen Klau aus Griesenbrauck bei Iserlohn haderten, schafften es schließlich die Unterzahl zu überstehen. Und Rosenheim durfte zum Abschluss des Mitteldrittels sogar in Überzahl spielen, hätte beinahe das 1:2 erzielt.

Bilder vom Spiel:

Starbulls - Wild Wings

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Schrecksekunde für die Schwenninger dann zu Beginn des Schlussdrittels, Michael Rohners Schuss ging glücklicherweise aber nur an den Innenpfosten. Schwenningen drängte danach auf die Führung, aber Maracle war nicht zu überwinden. Es ging in die Verlängerung. Die Rosenheimer Fans, von denen viele längst mit nacktem Oberkörper dastanden, feierten diesen Punktgewinn schon mal. Dabei blieb es auch für die Oberbayern. Den Zusatzpunkt sicherten sich die Wild Wings. Hooton zog von rechts außen ab und der Puck schlug hinter Maracle ab. Es war zwar der fünfte Heimsieg für den SERC im fünften Spiel, aber erstmals gaben die Schwenninger in der heimischen Helios-Arena einen Zähler ab.

Statistik:

Schwenninger Wild Wings - Starbulls Rosenheim 2:1 (0:1, 1:0, 0:0, 1:0) nach Verlängerung

Tore: 0:1 (17.) Schenkel/Quinlan, 1:1 (34.) Hooton/Hacker, 2:1 (63.) Hooton/Schlager

Strafminuten: Schwenningen 8, Rosenheim 16 plus 10 Minuten Disziplinarstrafen für Auger und Quinlan

Zuschauer: 3089

wit/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © Direvi

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