Starbulls erkämpfen sich 6:4 gegen Freiburg

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Klarer Fall von Beinstellen: Die Rosenheimer Eishockeyspieler (das Bild zeigt das Foul eines Freiburger Spielers) wollen sich heute im Pokal-Heimspiel, erneut geht es gegen Freiburg, nicht zu Fall bringen lassen.

Rosenheim - Erst sah es gar nicht gut  aus für die Starbulls, nachdem sie zwar den Führungstreffer erzielt, die Wölfe dann aber Oberwasser hatten... **Live-Ticker zum Nachlesen**O-Töne zum Spiel bei Radio Charivari**

Lesen Sie hier den Vorbericht aus dem Oberbayerischen Volksblatt vom Dienstag:


Klappe - Freiburg die Zweite, heißt es heute, Dienstag, 19.30 Uhr, wenn die Starbulls Rosenheim zum zweiten Mal innerhalb von 48 Stunden gegen die Wölfe Freiburg antreten.

Dieses Mal geht es um das Weiterkommen im DEB-Pokal und dafür gibt Trainer Franz Steer ganz klar das Ziel aus: „Wir wollen in die nächste Runde, weil wir immer Heimrecht haben (Anmerkung der Redaktion: Die Starbulls werden in diesem Wettbewerb noch als Oberligist geführt) und uns Geld dazuverdienen können“.


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Deshalb wird Steer im Gegensatz zu Freiburgs Trainer Markus Berwanger sein bestes Team auf das Eis schicken. „Eventuell fällt Mitch Stephens nach dem klaren Kniecheck aus dem Sonntag-Spiel aus. Sicher nicht dabei ist Marius Möchel, der im Pokal für die U20-Auswahl des DEB spielt, „ erklärte Steer, der dafür wieder auf Philipp Quinlan zurückgreifen kann.

Video und Bilder vom ersten Aufeinandertreffen:

Starbulls - Freiburg

 © Ziegler
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 © Ziegler

Aus der Starbulls-Eishockeystatistik:

Unter drei Toren bleiben

Eine kleine Berg- und Talfahrt haben die Starbulls Rosenheim hinter sich. Erst fiel man nach der vergeblichen Aufholjagd (von 0:4 auf zwischenzeitlich 3:4) in Heilbronn vom 5. auf den 9. Platz zurück, um dann nach Vermeidung einer Freiburger Aufholjagd (von 3:0 auf 3:2) schließlich aktuell auf Rang sieben zu landen.

Gegen Freiburg war es übrigens nach vier Niederlagen in der Oberliga der erste Heimerfolg überhaupt. Aber das sprunghafte Wechseln der Tabellenregion liegt nicht an den Starbulls, sondern an der Dichte des Tabellen-Mittelfelds. Zwischen dem Vierten, Dresden, und dem Zehnten, Bremerhaven, liegen nur magere drei Punkte. Erfreulich natürlich aus Rosenheimer Sicht: Auf die Nicht-Playoff-Plätze elf bis 13 hat sich der Aufsteiger schon ein kleines Polster von sechs, acht bzw. elf Punkten auf Schlusslicht Hannover erarbeitet.

Und dieses Polster könnte noch größer sein, wenn die Starbulls ihre Chancen besser verwerten könnten. Immer wieder verstreicht viel Zeit zwischen zwei erfolgreichen Torschüssen, so zuletzt wieder 61:14 Minuten, also mehr als ein komplettes Spiel, zwischen Alan Readers 5:1 gegen Bremerhaven und Stephen Werners Tor in Heilbronn, mit dem er beim Stande von 0:4 ein aufkeimendes Debakel unterdrückte. Und auch ganz aktuell stehen seit Konrad Reeders 3:0 gegen Freiburg schon wieder 38:35 Minuten Flaute im Protokoll. Summa summarum haben die Starbulls von den derzeitigen Top Ten die wenigsten Tore erzielt, nämlich mit 2,89 nicht einmal drei pro Spiel. Und so entscheidet sich die Frage "Sieg oder Niederlage" meist dadurch, ob man den Gegner unter drei Treffern halten kann. Bisher klappt dies bei einem Schnitt von 2,78 noch meistens. Nur die beiden Führenden, Schwenningen und Kaufbeuren, stehen in der Abwehr bisher souveräner, Ravensburg, der Gegner am kommenden Freitag, hat ebenso viele Tore kassiert.

Seinen Zweitliga-Einstand hat Ersatztorhüter Timon Ewert inzwischen hinter sich. Es war aber nicht die erste Eiszeit, die der Rückkehrer aus Grafing für die Starbulls absolviert hat. Am 9. März 2008 musste er als DNL-Torhüter Robert Haase in Miesbach ersetzen (Stammtorwart Olli Häusler war verletzt) und kassierte im letzten Drittel zwei Gegentreffer sowie den Game-Winning-Shot im Penalty-Schießen beim 6:7.

Ein klares Plus ist im bisherigen Saisonverlauf (wie schon in der letzten Oberliga-Saison) das Unterzahlverhalten. Zwar gelang es zuletzt nicht mehr wie in den ersten vier Begegnungen, eigene Strafzeiten völlig schadlos zu überstehen, aber noch in keinem Spiel haben die Starbulls mehr als einen Powerplaytreffer zugelassen. Nur Weißwasser ist prozentual noch erfolgreicher. Und auch das eigene Überzahlspiel, zu Saisonbeginn noch eher malade (nur zwei Tore in den ersten fünf Spielen), hat in den letzten beiden Wochenenden "Fahrt aufgenommen" (drei gegen Bremerhaven, insgesamt sieben in den letzten vier Spielen) und liegt nunmehr im Mittelfeld der Liga.

Bei den Strafzeiten lag Rosenheim bisher stets an der Spitze der Fairplay-Tabelle, was sich allerdings in Heilbronn änderte: 58 Strafminuten für die Starbulls, das gab es seit dem 23. Januar 2009 nicht mehr, als man beim 3:6 gegen Füssen deren 69 kassierte (und Claus Dalpiaz und Ron Newhook mit Spieldauer-Diszis vom Eis mussten). Und da auch Heilbronn 54 Minuten ansammelte (resultierend aus den beiden Faustkämpfen im letzten Drittel), kam es mit 112 Strafminuten fast zu einem Zweitligarekord für ein Rosenheimer Spiel. Fast, dann am 4. Dezember 1992 schaukelten sich der Sportbund Rosenheim und der EHC Nürnberg gegenseitig auf 169 Strafminuten hoch. Aber auch in der Bilanz der sechs Jahre Oberliga würden die 112 Strafminuten ein anderes Spiel von Rang drei verdrängen, nämlich die 105 Minuten, die - Heilbronn (59) und Rosenheim (46) am 14. Februar 06 gemeinsam "erkämpften". Wie heißt es so schön: Man trifft sich immer zweimal...

Manfred Eder (Oberbayerisches Volksblatt)

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