"Ein Play-off-Platz sollte drin sein"

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Tom Schädler, Trainer des DNL-Teams der Starbulls ist gespannt auf die kommende Saison und erhofft sich einen Play-off-Platz.

Rosenheim - Dieses Wochenende startet das DNL-Team der Starbulls am Samstag, 16.30 Uhr, gegen Köln und am Sonntag, 10.30 Uhr, gegen Krefeld mit zwei Heimspielen in die neue Saison.

Neuerungen dieses Jahr sind die geänderten Jahrgangsregelungen. Neben den Jahrgängen 1992, '93 und '94 dürfen nun auch Spieler aus den Jahren '91 und '95 spielen. Der Rosenheimer Trainer Tom Schädler sprach mit der OVB-Sportredaktion unter anderem über die Neuerung und seine Ziele für diese Saison.


Die Vorbereitung neigt sich dem Ende zu und am Wochenende beginnen die Punktspiele. Wie ist die Stimmung in der Mannschaft?
Die Stimmung ist im Großen und Ganzen gut, aber nach den letzten anstrengenden Wochen sind die Jungs sehr müde. Und das letzte 0:7 gegen Tölz hat uns schon einen Dämpfer verpasst. Wir werden jetzt erstmal wieder weniger trainieren, damit die Spieler wieder spritziger werden und dann am Samstag volle Leistung abrufen können.

Wie zufrieden waren Sie mit der Vorbereitung?
Mit nur vier Wochen Eistraining ist es ja eher eine kurze Vorbereitung. Deswegen mussten wir die ersten Wochen viel mehr trainieren als es eigentlich üblich ist. Es haben aber alle gut mitgezogen und stark trainiert, deswegen war es sehr positiv.
Die Testspiele waren nur teils erfolgreich. Was waren Ihre Lehren daraus?
Ach, die Ergebnisse waren eigentlich egal. Wir haben viel gewechselt und viel probiert. Wichtig war, dass die Spieler das System lernen und einprägen. Wir haben auch sehr viel an den Taktiken gefeilt. Da kann schon mal ein Spiel schiefgehen. Jetzt am Samstag zählt es dann!
Wie sehen Ihre Ziele für die kommende Saison aus?
Das ist schwierig. Es sind viele unbekannte Mannschaften und vor allem die neue Overage-Regel, gegen die wir ja waren, verzerrt das Bild ziemlich. Die Play-off-Runden sollten wir jedoch auf jeden Fall erreichen und dann mal schauen. Und im Vordergrund steht ja bei uns der Ausbildungsgedanke.
Mit Ihren drei Top-Scorern der letzten Saison und dem Goalie sind nur ein paar Abgänge genannt. Konnten Sie nachrüsten?
Wir haben vor allem aus unserem Nachwuchsbereich Spieler bekommen, haben aber auch drei Neuzugänge. Wegen der Overage-Regelung, durch die auch Spieler des Jahrgangs 1991 bei uns spielen können, könnten wir vielleicht auch noch auf Spieler der ersten Mannschaft zurückgreifen. Möchel und Zick sind jedoch fest in der Ersten eingeplant, aber im Notfall spielen sie vielleicht auch mal bei uns.
Vor allem der Abgang von Torhüter Steinhauer galt als Problem, wie sieht es auf dieser Position aus?
Ja das stimmt, er war ein sehr großer Rückhalt. Momentan haben wir zwei gute Torhüter, wollen aber auf jeden Fall noch einen dritten holen. Das Risiko wäre zu groß falls sich einer verletzt, mit nur noch einem Keeper dazustehen.
Woher soll er kommen, aus Deutschland oder aus dem Ausland?
Wir suchen überall und sind daher völlig offen. Eine Kontingentstelle hätten wir ja noch offen. Es soll aber auf jeden Fall einer sein mit dem wir längerfristig arbeiten können. Es würde keinen Sinn machen jemanden nur für ein Jahr zu verpflichten.
Mit Michael Messner aus Italien haben Sie einen Kontingentspieler. Wie sind Sie auf ihn gekommen?
Kofler, der letztes Jahr noch bei uns war, ist genau wie Messner aus Sterzing. Daher kannten wir auch seine Eltern. Die wollten auch, dass Michael nach Rosenheim kommt. Nach einem Probetraining konnten wir ihn letztendlich für uns gewinnen. Er ist bereits jetzt eine große Stütze für uns.
Wie fühlt er sich hier?
Er freut sich, dass er hier sein darf und er geht auch hier zur Schule. So weit von zu Hause ist er ja nicht weg, wenn wir mal ein paar Tage frei haben kann er ja nach Hause fahren.
Wie stehen Sie zu der neuen Jahrgangsregelung, dass man auch Spieler der Jahrgänge 1991 und 1995 einsetzen darf?
Das war eigentlich nicht so geplant. Im April haben wir uns mit allen Trainern der DNL getroffen und das einfrieren der Jahrgänge beschlossen. Dadurch können die jungen Spieler noch ein Jahr länger bei uns spielen. Der Schritt mit 18 Jahren schon zu den Herren war einfach zu groß. Und außerdem kann man nun jungen talentierten Spielern schon die Chance geben in der DNL Erfahrungen zu sammeln. Aber das mit den 91er-Jahrgängen kam eigentlich nur von Füssen. Dadurch wird das Bild der Liga viel zu sehr verzerrt.
Haben Sie Spieler aus Ihren Schülermannschaften im Auge, die Sie einsetzen können?
In der Vorbereitung haben wir bereits vier eingesetzt, die ihre Sache sehr gut gemacht haben. Bei denen steht aber die Schülermannschaft im Vordergrund, es muss dann schon mal passen, wenn sie bei uns spielen sollen.
Sehen Sie es als Vorteil mit zwei Heimspielen zu starten?
Es kann sicher von Vorteil sein, vor allem gleich mit Krefeld einen schweren Brocken zu Hause zu haben. Und dann fahren wir nächsten Wochenende gleich nach Mannheim, das wird ein Knaller. Der Spielplan ist dieses Jahr leider aufgrund der Eiszeiten aller Mannschaften sehr unregelmäßig, das ist nicht so praktisch.
Wer ist Ihr Titelfavorit?

Mannheim oder Berlin. Es gibt zwar noch viele Unbekannte und es kommt sicher auch darauf an wie die Teams ihre Prioritäten setzten. Aber die beiden werden sicher sehr stark sein.

Mannheim oder Berlin. Es gibt zwar noch viele Unbekannte und es kommt sicher auch darauf an wie die Teams ihre Prioritäten setzten. Aber die beiden werden sicher sehr stark sein.

Interview Marius Achatz

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