Starbulls gegen die Steelers

Halbfinale beginnt mit Heimsieg

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In dieser Saison waren die Starbulls in den entscheidenden Momenten zu schnell für die Steelers. Auch im Halbfinale? Eine Szene aus der Hauptrunde.

Rosenheim - Die Revanche gegen den amtierenden Meister Bietigheim Steelers ist geglückt! Im ersten Halbfinalspiel haben die Starbulls die Oberhand behalten.

Wenige Sekunden vor Schluss haben die Starbulls am Freitagabend den Sack zu gemacht. In der letzten Minute schossen sie sich zum Zwei-Tore-Vorsprung und siegten vor heimischem Publikum mit 5:3. Dass es zum Sieg reichen würde, war bis dahin keineswegs sicher.

Hier finden Sie den Live-Ticker zum Nachlesen

Die Bietigheim Steelers leisteten starke Gegenwehr und lagen nach dem ersten Drittel mit 0:1 in Führung. Das zwischenzeitliche 2:1, zu dem Shawn Weller und Robin Weihager für die Starbulls trafen, glichen die Gäste zunächst auch noch aus. Noch vor Ende des zweiten Drittels konnte Norman Hauner jedoch die Rosenheimer erneut in Führung bringen. Mit einem Stand von 3:2 ging es in den letzten Spielabschnitt.

Ein Treffer von Staal brachte die 4:2-Führung, die Ex-Starbull Greg Squires jedoch für die Steelers zur Mitte des Drittels auf 4:3 verkürzte. Der Treffer von Shawn Weller auf das leere Tor der Gäste machte schließlich acht Sekunden vor Schluss den Sieg perfekt.

In der Halbfinal-Serie steht es damit 1:0 für die Starbulls Rosenheim. Das nächste Spiel findet am Sonntag um 18 Uhr in Bietigheim statt.

Einen ausführlichen Spielbericht lesen Sie am Samstag.

Vorbericht zum Spiel

Ab 19.30 Uhr ist es so weit: Das Halbfinale steht an! In ihm treffen Rosenheims Eishockeyspieler im Kathreinstadion auf den Meister Bietigheim Steelers. Anders als in der Vorsaison haben aber dieses Mal die Starbulls Heimrecht in der Best-of-Seven-Serie. 

In dieser Saison ist (bisher) alles anders!

Wieder einmal Bietigheim! Wie bereits vor einem Jahr, so treffen Rosenheims Eishockeyspieler auch in dieser Saison im Playoff-Halbfinale auf die Bietigheim Steelers. In der letzten Saison hatten die "Eisenmänner"- wenn auch knapp - mit 4:3 Siegen die Nase vorne und brachten damals ihren Heimvorteil gnadenlos zur Geltung. Die Hauptrunde und den damals noch existierenden DEB-Pokal mit eingerechnet, verloren die Starbulls im Ellental alle neun Begegnungen. 

In dieser Saison ist alles anders: Der Heimvorteil liegt nun bei den Oberbayern und auch die bisherige Saisonbilanz spricht klar für die Mannen von Franz Steer. In den bisherigen vier Partien der Hauptrunde in der DEL2 blieben die Innstädter vier Mal Sieger: 2:1 n.V., 4:2, 4:3 und 3:2 n.P. lauteten die Ergebnisse, was zusammengefasst 10:2 Punkte und 13:8 Tore pro Rosenheim bedeutet. 

Trotz alle dem sind beide Mannschaften als nahezu gleichwertig einzuschätzen, was sich nicht nur an den doch recht knappen Hauptrunden-Vergleichen ablesen lässt, sondern vor allem auch an der Abschlusstabelle der DEL2. Ganze zwei Punkten trennen die beiden Kontrahenten in der Tabelle von einander. Was die Hauptrunden-Ergebnisse in den Playoffs wert sind, musste erst kürzlich der Viertelfinalgegner der Starbulls, die Dresdner Eislöwen, erfahren. Gegen diese sahen Rosenheims Kufencracks in der Hauptrunde bekanntlich kein Land und mussten sich vier Mal zum Teil deutlich geschlagen geben. 

Ausscheidungskämpfe sind aber eine völlig andere Hausnummer als die Hauptrunde, dies weiß auch Starbulls-Coach Franz Steer nur allzu genau. Er ist sowieso nicht der Typ, der auf derart Statistiken etwas gibt und lieber den Fokus auf das nächste Spiel legt. "Wer in der Vergangenheit lebt hat keine Zukunft", so lautet einer seiner berühmt- berüchtigten Sprüche zu diesem Thema und beantwortete somit auch auf seine Art sämtliche Nachfragen, ob denn die letzte Saison oder die Ergebnisse der Hauptrunde eine Rolle spielen würden. 

Kompletter Starbulls-Kader ist fit

Sehr wohl eine Rolle spielt aber die Tatsache, dass der Taktikfuchs an der Bande auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann. "Alle meine Spieler haben den Belastungstest bestanden und alle wollen unbedingt spielen". verriet Steer im Vorfeld der Serie. Diese Botschaft ist eindeutig: Hier wird nicht taktiert oder irgendwelche Trümpfe im Ärmel zurückbehalten, sondern es wird selbstbewusst aufgetreten und die Mannschaft auf Sieg gepolt. 

Alles andere hätte gegen diesen starken Gegner auch gar keinen Sinn, denn beide Teams kennen sich sowieso aus dem Effeff. Die Stärken sowohl der Steelers als auch der Starbulls sind hinreichend bekannt. "Wir müssen es vor allem vermeiden unnötige Strafzeiten zu ziehen", so Franz Steer, der nur allzu Gut über die Bietigheimer Powerplay- Stärke Bescheid weiß. Überhaupt ist die Offensive der Schwaben eindeutig das Prunkstück. David Wrighley, Matt McKnight, Ex- Starbull Greg Squires, Marcus Sommerfeld, Chris St. Jacques oder Alexej Dmitriev vermitteln sind klangvolle Namen! 

Darauf müssen sich Gottwald und Co. natürlich einstellen, auch wenn Rosenheim am liebsten seinen eigenen Stil durchdrücken möchte. Zum einen wissen die Oberbayern durchaus auch selber Tore zu erzielen und zum anderen verfügen sie über die beste Defensive und das beste Unterzahlspiel der Liga. Aber auch hier muss man erneut mahnend den Finger erheben, denn immerhin hat sich der amtierende Meister in seinem Viertelfinale mit keinem geringeren als den SC Riessersee herumschlagen müssen. Wohl keine andere Mannschaft hat in der DEL2 eine derart defensive Ausrichtung gehabt wie die Werdenfelser. Hier musste sich SCB- Coach Kevin Gaudet andere Lösungen einfallen lassen. Spiel Nr. 4 in Garmisch gewannen die Steelers etwa durch ein ausgeklügeltes Defensivkonzept, welches den Gegner dazu zwang das Spiel selber machen zu müssen. Riessersee wurde quasi mit seinen eigenen Waffen geschlagen. 

Gegen Rosenheim müssen andere Lösungen her, denn in der Gesamtheit sind die Starbulls nochmal viel breiter aufgestellt als der SCR. Viel dürfte wohl wie immer auf die Torhüterleistungen ankommen. SBR-Keeper Pasi Häkkinen präsentiert sich bereits seit Wochen in eine blendenden Form und gilt zusammen mit Riessersees Bryan Hogan als bester Torhüter in der DEL2. Aber auch Joey Vollmer im Bietigheimer Gehäuse spielt bisher eine herausragende Playoff-Runde und es war nicht zuletzt auch seine Leistung gewesen, die den Unterschied gegenüber den Garmischern ausgemacht hatte.

Fans wollen Revanche

Auch wenn Franz Steer nichts von einer Revanche für letzte Saison hören möchte, das Umfeld der Starbulls brennt natürlich genau darauf. Die Fans der Grün-Weißen sind heiß auf diese Partie und werden, wie schon zuletzt, das Rosenheimer Kathreinstadion in einen Hexenkessel für den Gegner verwandeln.

Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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