EHC-Cracks ziehen in Halbfinale ein

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Waldkraiburg - Der EHC Waldkraiburg steht unter den letzten und besten vier Teams der Eishockey-Bayernliga. Die Löwen machten in der Serie gegen Dorfen nun den Deckel drauf.

Im vierten Spiel der „Best-of-Five“-Serie des Playoff-Viertelfinals gegen den ESC Dorfen verwandelten die „Löwen“ ihren ersten Matchball und gewannen mit 4:3 nach Penaltyschießen. Im Spiel trafen Martin Führmann, Andreas Paderhuber und Johannes Pfeiffer, den entscheidenden Penalty verwandelte Kapitän Max Kaltenhauser. Insgesamt siegte der EHC damit mit 3:1 in der Serie und trifft bereits am kommenden Sonntag im ersten Halbfinalspiel auf den EV Lindau.

Am Ende kannte der Jubel im Eisstadion des ESC Dorfen keine Grenzen mehr- zumindest unter den wohl mindestens 500 mitgereisten Anhängern der „Löwen“. Das Team von Rainer Zerwesz musste die Raupe machen und so ließen sich die Mannen um Kapitän Max Kaltenhauser zu Recht gebührend feiern. Die so emotionale Serie gegen den Lokalrivalen ging mit 3:1 an den Favoriten, den Vorrundenmeister und Zwischenrundenersten- die „Löwen“ aus der Industriestadt, deren MissionO damit eine Fortsetzung findet.

Trainer Rainer Zerwesz zeigte sich auf der anschließenden Pressekonferenz natürlich glücklich, sparte aber auch nicht an Lob für den Gegner: „Der dritte Sieg ist immer der schwerste und ich muss Dorfen wirklich ein Riesenkompliment machen. Die haben sich überhaupt nicht aufgegeben, obwohl sie nach dem zweiten Drittel schon mit 1:3 hinten waren - das verdient absolut Respekt“, so der 46-Jährige. Martin Führmann hatte die Industriestädter bereits früh in Führung gebracht und in Überzahl auf 1:0 für die Gäste gestellt (03:22), Andreas Paderhuber legte gut sechs Minuten später von der blauen Linie nach und baute den Vorsprung aus (09:33). Mit diesem Zwischenstand ging es vor 1000 Zuschauern in die erste Drittelpause, allerdings hätten die „Löwen“ aufgrund zahlreicher guter Chancen in den ersten 20 Minuten schon für eine- zumindest mentale- Vorentscheidung sorgen können wenn nicht sogar müssen. Doch in den Playoffs geht es anders zu und in einem Derby bekanntlich sowieso.

Tobias Brenninger brachte die „Eispiraten“ folglich in Überzahl wieder heran (32:16) und es wurde in den letzten 20 Minuten wieder spannend. In denen jubelten zwar früh erneut die Industriestädter, nachdem der ehemalige Erdinger Johannes Pfeiffer den Dorfenern auch einen Gruß vom anderen Lokalrivalen ins Netz gelegt hatte (41:54), doch die Hausherren zeigten Moral. Zunächst vergab Lukas Miculka einen Penalty gegen EHC-Keeper Patrick Vetter, dann war jedoch Spielertrainer Thomas Vogl zur Stelle und sorgte für das zweite Tor des ESC (54:16). 74 Sekunden vor dem Ende fiel dann sogar der Ausgleich durch Miculka (58:46) und die Dramatik fand ihren Höhepunkt im Penalty-Schießen. Hier war es wieder mal Max Kaltenhauser, der seine Extraklasse unterstrich, ESC-Schlussmann Tanzer überwand, den 4:3-Erfolg sicherte und die Serie damit zugunsten der „Löwen“ entschied.

Eine Genugtuung, die Kaltenhauser sicherlich genossen haben dürfte, nachdem ihn zuvor noch einige Vollchaoten - die in keiner Sportart dieser Welt eine Daseinsberechtigung haben sollten - aus dem Dorfener Fanblock mit Bananen beworfen hatten. „Im Endeffekt denke ich, haben wir die Serie verdient gewonnen. Im ersten Spiel war Dorfen war einfach bereiter und hat das Spiel verdient gewonnen. Für uns war das aber vielleicht gar nicht so schlecht. Ab dem zweiten Spiel haben wir nämlich in die Serie gefunden und gutes, schnelles und auch faires Eishockey gespielt- trotz aller Emotionen war es eine sehr faire Serie“ so Zerwesz.

Seine Trainerkollege zeigte sich als guter Verlierer und verteilte ebenfalls Lob an seine Spieler: „Die Mannschaft, die 19 Minuten vor Schluss 1:3 hinten ist und dann das Spiel noch dreht- die hat Charakter und allerhöchsten Respekt verdient. Mit den Jungs, die heute auf dem Eis waren, würde ich durch dick und dünn gehen. Andere haben uns nämlich im Stich gelassen und das werde ich auch nicht vergessen. Waldkraiburg hat die Serie aber verdient gewonnen“ so Thomas Vogl. „Was der Rainer heuer aus dieser Mannschaft gemacht hat- wenn man sie sich im letzten Jahr anschaut und dann in diesem- da muss ich sagen: Hut ab, noch dazu im ersten Jahr als Trainer. Da gratuliere ich und das kommt wirklich von Herzen.“ Am kommenden Sonntag steht jetzt das erste Halbfinale auf dem Programm. Die Serie gegen den EV Lindau wird im Modus „Best-of-Three“ ausgetragen und startet am Sonntag um 17:15 Uhr in einer, wie sie bei den „Löwen“ hoffen, erneut gut gefüllten, bebenden Halle.

Pressemittteilung EHC Waldkraiburg "Die Löwen" 

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa/dpaweb

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