Vor dem ersten Relegationspiel

Darum steigen die Löwen ab - darum bleiben sie drin

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Fans und Experten erwarten zwei umgekämpfte Spiele zwischen 1860 und Holstein Kiel.
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Kiel - Störche gegen Löwen, der Meister von 1912 gegen den Meister von 1966 - zwei Traditionsvereine kämpfen um Auf- und gegen Abstieg! Welches Team hat die besseren Chancen?

Das spricht für die Löwen

...bessere Form: Kaum zu glauben, aber wenn man nur die letzten sechs Saisonspiele betrachtet, steht der TSV besser da! Während die Störche zuletzt schwächelten und nur acht von möglichen 18 Punkten holten, konnten die Münchner immerhin zehn Punkte sammeln. Und auch Kiel verlor das letzte Saisonspiel mit 0:2 - daheim gegen die Stuttgarter Kickers, davor 1:3 in Duisburg.

...die Fans: In der Heimtabelle der 2. Liga steht der TSV auf dem letzten Platz mit nur vier Siegen. Trotzdem: Am 33. Spieltag hat man beim 2:1-Erfolg gegen Nürnberg vor 68.500 Zuschauern gesehen, was in der ungeliebten Allianz Arena möglich ist. Die Löwen können daraus Kraft ziehen, während es für die Kieler eine neue Situation sein wird vor so einer Kulisse zu spielen. In das Holstein-Stadion passen nämlich lediglich 11.386 Zuschauer!  

...der Pokalsieg:  Es war keine einfach Begegnung in der ersten Runde des DFB-Pokals 2014/15, zur Halbzeit lagen die Löwen sogar 0:1 zurück - und doch hat der TSV das Spiel damals gedreht. Schon einmal in dieser Saison hat man also in Kiel gewonnen, damals mit 2:1. Das wäre ein Traumergebnis heute!

Das spricht für Kiel...

...die Statistik der letzten Relegationsspiele: Seit Einführung der Relegationsspiele 2009 hat sich fast immer der Drittligist durchgesetzt. In sechs Duellen setzte sich fünfmal der Drittligist durch. Nur 2013 war es anders: Da rettete sich Dynamo Dresden knapp gegen den VfL Osnabrück (2:0 / 0:1). Sowieso waren es meist knappe Begegnungen, zwei Relegationsduelle mussten in den Rückspielen sogar erst in der Verlängerung entschieden werden.

...die Aufstiegsspiele 2013: Holstein Kiel gewann in der Saison 2012/13 die Aufstiegsspiele gegen den KSV Hessen Kassel und kehrte damals in die 3. Liga zurück. Die Nordlichter bewiesen also bereits einmal in ihrer jüngsten Vereinshistorie die nötige Nervenstärke in solchen Entscheidungsspielen.

...die Abwehr: Die Stärke der Kieler ist weniger die Offensive (53 Tore in 38 Ligaspielen, Löwen: 41 Tore in 34 Spielen), sondern die Abwehr mit Torwart Kenneth Kronholm (29). Statistisch betrachtet bekam Kiel nur alle 114 Spielminuten einen Gegentreffer rein, 30 Tore insgesamt. 17-mal spielte Kiel sogar zu Null. Das darf am Freitagabend nicht passieren, brauchen die Löwen doch zumindest einen wichtigen Auswärtstreffer für eine bessere Ausgangslage im Rückspiel. 

mg

Quelle: rosenheim24.de

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